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letzte Änderung:
02.01.2012

Wochenbettblues
Wochenbettblues

 

 

Wochenbettblues – Die Tränen nach der Geburt!


Tränen nach der Geburt sind bekannt, manchmal beginnen sie zu fließen und finden kein Ende. Doch was löst die Tränen aus, warum nur muss die Wöchnerin weinen? Viele verschiedene Gründe können die Wochenbettdepression auslösen. Zum einen muss der Körper mit erheblichen Hormonschwankungen zurechtkommen. Dies ist ein belastender Prozess, es dauert, bis die Hormone wieder in Balance sind. Um die hormonelle Umstellung zu unterstützen, tut Frauenmanteltee sehr gut, aber auch Frauenmantel als homöopathische Urtinktur. Bitte mit der beratenden Hebamme abstimmen.

In den ersten 10 Tagen nach der Geburt kommt es häufig zu einem Stimmungstief. Das eigene Leben hat sich verändert, neue Anforderungen kommen auf die Frau zu, ein Baby muss versorgt werden, Unsicherheit stellt sich ein, wird man alles richtig machen. All dies kann belastend sein und auch traurig stimmen. Gerade Frauen die jahrelang im Berufsleben waren und von heute auf morgen den ganzen Tag zu Hause sind, tun sich sehr schwer mit dieser Situation. Der Verlust der alltäglichen Routine, kein nettes Gespräch mehr mit den Kollegen, kein Stress mehr, nicht mehr die Vorfreude auf neue Projekte usw. Dies alles fehlt plötzlich, wenn die Wöchnerin den ganzen Tag zu Hause ist. Der Partner geht zur Arbeit, er hat sein gewohntes Umfeld, macht Karriere und zu Hause ist alles trist.

Nicht zu vergessen ist das "Geburtserlebnis", wenn die Geburt als sehr belastend erlebt wurde oder auch mit vielen Ängsten besetzt war, dann können sich häufig Stimmungsschwankungen zeigen. Denn gerade ein ungeplanter Kaiserschnitt, heftige und vielleicht sogar schmerzhafte Wehen, müssen erst verarbeitet werden. Manchmal machen Frauen sich sorgen, wenn es zu einem Kaiserschnitt kam, da sie gerne normal entbunden hätten. Leider ist dies nicht immer möglich, gerade wenn medizinische Indikationen dagegen sprechen. Freunden Sie sich mit dem Gedanken an, per Kaiserschnitt entbunden zu haben, spüren Sie einfach, dass dies der beste Weg war Ihr Baby ins Lebens zu holen.

Büchertipp: Alles rund ums Wochenbett

Aber auch Schmerzen können Traurigkeit hervorrufen. Schmerzen entstehen bei Narben (z.B. Kaiserschnittnarbe, Dammschnitt usw.), durch eine schmerzhafte Geburt oder eine verlangsamte Rückbildung. Verdrängen Sie Ihre Schmerzen bitte nicht, wenn Ihre Schmerzen Ihnen sehr zu schaffen machen, holen Sie sich Hilfe. Leiden Sie nicht still vor sich hin. Gönnen Sie sich Ruhe und Entspannung, überfordern Sie sich nicht. Es dauert, bis Sie sich an die neue Situation gewöhnt haben, daher spüren Sie in sich hinein, lassen Sie Ihre eigenen Emotionen zu.


Was kann helfen?

Vor allem Gespräche mit Freundinnen oder der eigenen Familie sind hilfreich. Wenn das Gefühl entsteht, es gibt keinen Ausweg mehr, sollte unbedingt ein Psychologe hinzugezogen werden. Um Gefühle und Emotionen auszudrücken, kann auch eine Maltherapie oder Biographiearbeit in Betracht gezogen werden. Diese beiden Therapierichtungen stammen aus der anthroposophischen Medizin. Nicht zu vergessen, die Erfolge der klassischen Homöopathie, die schon vielen Frauen bei Wochenbettblues auf sanfte Weise helfen konnte.

Erschöpfung, Übermüdung oder aber Überforderung führen über kurz oder lang zum Wochenbettblues. Nehmen Sie sich Zeit für sich und Ihr Baby. Im Wochenbett ist es wichtig, eine Hilfe im Haushalt zu haben, die sich gegebenenfalls auch um die anderen Kinder kümmern kann. Bauen Sie sich und Ihrem Baby ein kleines Nest, achten Sie auf Ruhe beim Stillen, umgeben Sie sich mit warmen Farben.

Viele Frauen haben die entspannende Wirkung von Yoga und Autogenem Training kennen und schätzen gelernt. Yoga - spezielle Körperübungen - helfen Ihnen ins Gleichgewicht zurückzufinden und ihren Körper wieder neu zu erleben. Autogenes Training fördert die Entspannung, denn nur wenn Sie lernen sich wieder zu entspannen, sind Sie den täglichen Anforderungen des Alltags gewachsen.

Büchertipp: Auf dem Weg der Achtsamkeit


Einige ätherische Öle wirken stimmungsaufhellend z.B. Rose, Rosenholz, Grapefruit, Orange usw. Als zarte Dosierung in der Duftlampe können sie helfen. Bei starker Erschöpfung und Ermüdung können Johanniskraut Dragees eingenommen werden (besprechen Sie sich mit Ihrer Hebamme). Johanniskraut stärkt die Ausgeglichenheit, das innere Wohlbefinden und verbessert auch den Schlaf.

Zur Stärkung empfiehlt es sich jeden Tag etwas frisch zubereitete Mandelmilch zu trinken. Sie gibt Kraft für die neuen Herausforderungen.
Generell empfehlen Hebammen frühzeitig mit Beckenbodenübungen anzufangen. Durch das regelmäßige Training
spüren Sie wieder Ihren Körper, Sie fühlen sich glücklicher und auch weiblicher, gerade in der Zeit nach der Geburt, fühlt sich der eigene Körper oft frem an. Das Beckenbodentraining ist sehr sinnlich und fördert das eigene in sich Hineinspüren.

Fühlen Sie sich unsicher und noch nicht ganz wohl in Ihrer Mutterrolle? Dann können Bachblüten helfen, sich in die Mutterrolle hineinzufühlen.

Häufig kommen die folgenden Bachblüten in Betracht:

- Mustard
- Gentian
- Walnut
- Olive
- Crab Apple
- Elm

Es gibt viele Bücher, die alle 38 Bachblüten genau beschreiben, diese helfen Ihnen, zu erkennen, welche Bachblütenmischung für Sie am geeignetsten ist, ansonsten kann ein Bachblütentherapeut helfen. Sie helfen sehr gut, bei Erschöpfungszuständen oder Nervosität. Ebenfalls wirksam ist die Notfallcreme nach Dr. Bach, diese trägt zur Beruhigung und Ausgeglichenheit bei.

Wenn Sie alleine keine Lösung für Ihre Stimmungstiefs finden können, zögern Sie nicht, einen Arzt Ihres Vertrauens hinzuzuziehen. Es gibt heute schon einige Psychiater, die sich mit Naturheilverfahren beschäftigen und pflanzliche Präparate verschreiben. Zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen, wenn Sie alleine nicht mehr aus dem Tief herauskommen.

Büchertipp: Mit allen Sinnen leben




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