Wochenbettblues – Die Tränen nach der Geburt!
Tränen nach der Geburt sind bekannt, manchmal beginnen sie zu fließen
und finden kein Ende. Doch was löst die Tränen aus, warum nur
muss die Wöchnerin weinen? Viele verschiedene Gründe können
die Wochenbettdepression auslösen. Zum einen muss der Körper
mit erheblichen Hormonschwankungen zurechtkommen. Dies ist ein belastender
Prozess, es dauert, bis die Hormone wieder in Balance sind. Um die hormonelle
Umstellung zu unterstützen, tut Frauenmanteltee sehr gut, aber auch
Frauenmantel als homöopathische Urtinktur. Bitte mit der beratenden
Hebamme abstimmen.
In den ersten 10 Tagen nach der Geburt kommt es häufig zu einem Stimmungstief.
Das eigene Leben hat sich verändert, neue Anforderungen kommen auf
die Frau zu, ein Baby muss versorgt werden, Unsicherheit stellt sich ein,
wird man alles richtig machen. All dies kann belastend sein und auch traurig
stimmen. Gerade Frauen die jahrelang im Berufsleben waren und von heute
auf morgen den ganzen Tag zu Hause sind, tun sich sehr schwer mit dieser
Situation. Der Verlust der alltäglichen Routine, kein nettes Gespräch
mehr mit den Kollegen, kein Stress mehr, nicht mehr die Vorfreude auf
neue Projekte usw. Dies alles fehlt plötzlich, wenn die Wöchnerin
den ganzen Tag zu Hause ist. Der Partner geht zur Arbeit, er hat sein
gewohntes Umfeld, macht Karriere und zu Hause ist alles trist.
Nicht zu vergessen ist das "Geburtserlebnis", wenn die Geburt
als sehr belastend erlebt wurde oder auch mit vielen Ängsten besetzt
war, dann können sich häufig Stimmungsschwankungen zeigen. Denn
gerade ein ungeplanter Kaiserschnitt, heftige und vielleicht sogar schmerzhafte
Wehen, müssen erst verarbeitet werden. Manchmal machen Frauen sich
sorgen, wenn es zu einem Kaiserschnitt kam, da sie gerne normal entbunden
hätten. Leider ist dies nicht immer möglich, gerade wenn medizinische
Indikationen dagegen sprechen. Freunden Sie sich mit dem Gedanken an,
per Kaiserschnitt entbunden zu haben, spüren Sie einfach, dass dies
der beste Weg war Ihr Baby ins Lebens zu holen.
Büchertipp:
Alles rund ums Wochenbett

Aber auch Schmerzen können Traurigkeit hervorrufen. Schmerzen entstehen
bei Narben (z.B. Kaiserschnittnarbe, Dammschnitt usw.), durch eine schmerzhafte
Geburt oder eine verlangsamte Rückbildung. Verdrängen Sie Ihre
Schmerzen bitte nicht, wenn Ihre Schmerzen Ihnen sehr zu schaffen machen,
holen Sie sich Hilfe. Leiden Sie nicht still vor sich hin. Gönnen
Sie sich Ruhe und Entspannung, überfordern Sie sich nicht. Es dauert,
bis Sie sich an die neue Situation gewöhnt haben, daher spüren
Sie in sich hinein, lassen Sie Ihre eigenen Emotionen zu.
Was kann helfen?
Vor allem Gespräche mit Freundinnen oder der eigenen Familie sind
hilfreich. Wenn das Gefühl entsteht, es gibt keinen Ausweg mehr,
sollte unbedingt ein Psychologe hinzugezogen werden. Um Gefühle und
Emotionen auszudrücken, kann auch eine Maltherapie oder Biographiearbeit
in Betracht gezogen werden. Diese beiden Therapierichtungen stammen aus
der anthroposophischen Medizin. Nicht zu vergessen, die Erfolge der klassischen
Homöopathie, die schon vielen Frauen bei Wochenbettblues auf sanfte
Weise helfen konnte.
Erschöpfung, Übermüdung oder aber Überforderung führen
über kurz oder lang zum Wochenbettblues. Nehmen Sie sich Zeit für
sich und Ihr Baby. Im Wochenbett ist es wichtig, eine Hilfe im Haushalt
zu haben, die sich gegebenenfalls auch um die anderen Kinder kümmern
kann. Bauen Sie sich und Ihrem Baby ein kleines Nest, achten Sie auf Ruhe
beim Stillen, umgeben Sie sich mit warmen Farben.
Viele Frauen haben die entspannende Wirkung von Yoga und Autogenem Training
kennen und schätzen gelernt. Yoga - spezielle Körperübungen
- helfen Ihnen ins Gleichgewicht zurückzufinden und ihren Körper
wieder neu zu erleben. Autogenes Training fördert die Entspannung,
denn nur wenn Sie lernen sich wieder zu entspannen, sind Sie den täglichen
Anforderungen des Alltags gewachsen.
Büchertipp:
Auf
dem Weg der Achtsamkeit
Einige ätherische Öle wirken stimmungsaufhellend z.B. Rose,
Rosenholz, Grapefruit, Orange usw. Als zarte Dosierung in der Duftlampe
können sie helfen. Bei starker Erschöpfung und Ermüdung
können Johanniskraut Dragees eingenommen werden (besprechen Sie sich
mit Ihrer Hebamme). Johanniskraut stärkt die Ausgeglichenheit, das
innere Wohlbefinden und verbessert auch den Schlaf.
Zur Stärkung empfiehlt es sich jeden Tag etwas frisch zubereitete
Mandelmilch zu trinken. Sie gibt Kraft für die neuen Herausforderungen.
Generell empfehlen Hebammen frühzeitig mit Beckenbodenübungen
anzufangen. Durch das regelmäßige Training
spüren Sie wieder Ihren Körper, Sie fühlen sich glücklicher
und auch weiblicher, gerade in der Zeit nach der Geburt, fühlt sich
der eigene Körper oft frem an. Das Beckenbodentraining ist sehr sinnlich
und fördert das eigene in sich Hineinspüren.
Fühlen Sie sich unsicher und noch nicht ganz wohl in Ihrer Mutterrolle?
Dann können Bachblüten helfen, sich in die Mutterrolle hineinzufühlen.
Häufig kommen die folgenden Bachblüten in Betracht:
- Mustard
- Gentian
- Walnut
- Olive
- Crab Apple
- Elm
Es gibt viele Bücher, die alle 38 Bachblüten genau beschreiben,
diese helfen Ihnen, zu erkennen, welche Bachblütenmischung für
Sie am geeignetsten ist, ansonsten kann ein Bachblütentherapeut helfen.
Sie helfen sehr gut, bei Erschöpfungszuständen oder Nervosität.
Ebenfalls wirksam ist die Notfallcreme nach Dr. Bach, diese trägt
zur Beruhigung und Ausgeglichenheit bei.
Wenn Sie alleine keine Lösung für Ihre Stimmungstiefs finden
können, zögern Sie nicht, einen Arzt Ihres Vertrauens hinzuzuziehen.
Es gibt heute schon einige Psychiater, die sich mit Naturheilverfahren
beschäftigen und pflanzliche Präparate verschreiben. Zögern
Sie nicht, sich Hilfe zu holen, wenn Sie alleine nicht mehr aus dem Tief
herauskommen.
Büchertipp:
Mit allen Sinnen leben
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