| Wissenswertes
Lösungen
Die Situation
In den USA nehmen täglich zwischen 6 u. 8 Millionen Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen
mit und ohne Hyperaktivität, davon etwa 80% Jungen, täglich
Ritalin, und außerdem etwa 1 Million Erwachsene. Die weltweite Produktion
von Ritalin stieg von weniger als 3 Tonnen im Jahr 1990 auf mehr als 10
Tonnen im Jahr 1995, Tendenz steigend. In den USA werden 90% der Ritalin
Tabletten verbraucht.
In Deutschland ist der Absatz innerhalb von 5 Jahren um mehr als das 40zigfache
auf 31 Millionen Tabletten angestiegen. In Schleswig-Holstein nehmen heute
doppelt so viele Kinder Ritalin wie noch vor 2 Jahren, so daß die
AOK eine Untersuchungskommission eingesetzt hat, um eventuelle Fehldiagnosen
ans Licht zu bringen.
Beipackzettel stimmt nachdenklich:
Nicht angewendet darf Ritalin:
- Depressionen,
- bei familiär vorkommenden Tics
- Magersucht
- Bluthochdruck
- Herzrhythmusstörungen
- Schwangerschaft und Stillzeit
Für die Behandlung von Kindern untern 6 Jahren „liegen ausreichende
klinische Daten nicht vor“, das Medikament wird aber gleichwohl
in den USA Kindern ab dem 1. Geburtstag und bei uns auch Kindergartenkindern
verschrieben! Im „Suchtbericht Deutschland 1999“ wird „Psychostimulanzien“
wie Ritalin, die eine Veränderung der Verarbeitungsprozesse im Zentralnervensystem
bewirken, bescheinigt, bei oraler Einnahme „ keine körperliche,
jedoch eine ausgeprägte psychische Abhängigkeit zu verursachen.“
„Schon nach kurz dauernder Einnahme können psychotische Zustände
mit vor allem optischen Halluzinationen und wahnhaftem Erleben auftauchen.“
Die bei uns „in Mode gekommene Hochdosierung“ („Der
Spiegel“)
kann zu Psychosen führen. Diese können psychische und körperliche
Nebenwirkungen mit sich bringen.
Wie wirkt Ritalin?
„Wenn ein Elternteil ein Kind zwingen würde, Alkohol zu trinken
oder ein Beruhigungsmittel einzunehmen im irrigen Glauben, dass dies „chemische
Ungleichgewichte“ im Gehirn des Kindes heilen würde, würden
wir nicht zögern, den Eltern das Kind zu entziehen. Und doch werden
Millionen von Kindern gezwungen, bewusstseinsverändernde Drogen zu
nehmen, im gleichermaßen irrtümlichen Glauben, dass Depressionen
und andere Geisteskrankheiten biologisch verursacht sind, für den
es keinen Funken eines wissenschaftlichen Beweises gibt,“ so Keith
Hoeller.
Die deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren warnt:
„Hyperaktive Kinder, die mit Stimulanzien behandelt wurden, waren
nach 5 Jahren weder emotional angepaßter noch motorisch ruhiger,
weniger dissozial oder leistungsfähiger als Kinder, die kein Medikament
erhalten hatten.“
„Pharmaka“ heißt auf griechisch sowohl „Heilmittel“
als auch „Gift“ und „Zaubermittel“.
Stimulanzien sind Mittel, die einen wichtigen Körperteil oder ein
Organ stimulieren.Körperfunktionen werden beschleunigt und ein Gefühl
von Energie erzeugt. Koffein ist z. B. ein mildes Aufputschmittel. Amphetamine
wurden im 2. Weltkrieg von Soldaten aller Parteien als stimulierende Drogen
genutzt, um für den Kampf zusätzliche Energie und Wachsamkeit
zu gewinnen. Der Appetit wird unterdrückt und der Energiepegel bleibt
hoch. Bei hyperaktiven Kindern putschen Amphetamine wie Ritalin nicht
auf, sondern beruhigen eher.
Ritalin ist seit 1956 auf dem Markt.
Eine gründliche Erforschung des Medikaments liegt nicht vor.
Im Beipackzettel des Herstellers Ciba-Geigy (fusionierte 1996 mit Sandoz
zu Novartis, Nr. 1 in der Forschung, Nr. 2 im Umsatz für pharmazeutische
Produkte, Jahresumsatz 18,5 Milliarden und einem Geschäftserlös
von 3,2 Milliarden Dollar im Jahre 1996).
„Ritalin ist ein mildes Stimulanz für das zentrale Nervensystem.“
Die Art und Weise, wie Ritalin im Menschen wirkt, wird noch nicht ganz
verstanden, aber Ritalin aktiviert vermutlich das Stammhirn und den Kortex,
um einen stimulierenden Effekt zu erzielen. Es gibt keinen spezifischen
Beweis, der die Mechanismen nachweist, wie Ritalin mentale und verhaltensmäßige
Effekte auf Kinder hervorruft, noch gibt es einen überzeugenden Nachweis
darüber, wie diese Effekte in Beziehung zum zentralen Nervensystem
stehen.“
Nichts genaues weiß man nicht.
Das Papier gibt Auskunft über ADHD (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom)
„Eine spezifische Ätiologie dieses Syndroms ist unbekannt
und es gibt keinen einzigen
Diagnose-Test.“
Psychostimulanzien sind Aufputsch- und Dopingmittel. Charles Bradley fand
bereits 1937 heraus, dass eine kleine Dosis Amphetamine ausreicht, um
Kinder mit störender Lebendigkeit zum Stillsitzen zu bringen. Diese
Ruhigstellung mit Aufputschmittel gilt als paradox und therapeutisch.
Chemisch ist Ritalin sehr eng verwandt mit Kokain, allerdings lässt
die Wirkung von Kokain im Gehirn schneller nach als Menthylphenidat. Die
Wirkungsweise von Psychostimulanzien wie Methylphenidat oder Ritalin ist
noch ungeklärt.
Widerstand in USA
In den USA (Ritalin seit den 50 Jahren auf dem Markt) formieren sich
immer mehr Eltern in Initiativen gegen Ritalin.
Nebenwirkungen
Häufigste Nebenwirkungen:
- Schlaflosigkeit
- Appetitlosigkeit
- Magenbeschwerden
- Übererregbarkeit
- Müdigkeit
- Traurigkeit
- Ängstlichkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Gewichtsverlust
- Durchfall und Verstopfung
Da bei Kindern mit hyperkinetischem Syndrom der Nachtschlaf beeinträchtigt
werden kann, wird die letzte Gabe von Ritalin vor 16.00 Uhr empfohlen.
In Einzelfällen:
- Tics (Muskelzucken)
- Hautausschläge
- Haarausfall
- Gelenkschmerzen
- psychotische Reaktionen mit Sinnestäuschungen
Bei Erwachsenen können:
- Kopfschmerzen
- Konzentrationsmangel
- Herzjagen
- Herzrhythmusstörungen
- Erhöhung des Blutdrucks
- Aggressivität
- Verfolgungsideen
- Angst und Entzündungen der Mundschleimhaut
Unter Ritalin sollen Menschen nicht Auto fahren.
„Bedienen Sie keine elektrischen Maschinen!“
„Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!“
Der Grund:
„Ritalin kann auch bei bestimmungsmäßigem Gebrauch das
Reaktionsvermögen verändern“.
Außerdem:
„Bei nicht stimmungsgemäßem Gebrauch ein stark ausgeprägtes
psychisches Abhängigkeitspotential.“
In USA nahmen 1994 bereits 10% der älteren High School-Schüler
Amphetamine
wie Ritalin ohne ärztliches Rezept.
Am 15.08.2000 hieß es in „Bild am Sonntag“ in einem
Artikel „Was den Zappelphilipp ruhiger macht“ zu ADS bzw.
„Glücklicherweise ist die moderne Medizin heute in der Lage,
das Problem in den Griff zu bekommen. Dr. Stollhoff (Psychologin am Kinderneurologischen
Institut Hamburg):
„Moderne Amphetaminpräparate sorgen dafür, dass das Dopamin
im Gehirn nicht so schnell abgebaut wird.“
Kein Wort über Nebenwirkungen wie z. B., daß der Dopaminvorrat
durch Überstimulierung mit der Zeit erschöpft wird und das Problem
Aufmerksamkeitsstörungen, mangelnde Impulskontrolle und Hyperaktivität
nach Absetzen von Ritalin meist gravierender ist als vor der Einnahme.
Büchertipp:
ADS - So fördern Sie Ihr Kind
Langfristige Nebenwirkungen sind pikanterweise Reizbarkeit und Nervosität.
Im Artikel findet sich auch kein Hinweis auf kurzfristige Nebenwirkungen
wie:
- Einschlafprobleme
- erhöhter Blutdruck
- Appetitlosigkeit.
Ritalin steht im Verdacht, Herzanfälle mit Todesfolge bei Kindern
zu verursachen,
es erhöht den Blutdruck und kann zu Herzrhythmusstörungen führen,
und die Gefahr besteht, dass Kinder auf Ritalin während anstrengenden
Spiels an Herzstillstand sterben.
Es kann zu Blutkrankheiten wie Vaskulitis, Thrombozytopenie mit Atemnot,
Leukopenie, verbunden mit Abwehrschwäche und Anämie kommen.
Ritalin setzt die Krampfschwelle herab. D. h. Kinder ohne epileptische
Vergangenheit können epileptisch werden. Epileptische Anfälle
können bleibende Gehirnschäden verursachen.Ritalin kann auch
bestehende Epilepsie verschlimmern.
Zu den wichtigsten Nebenwirkungen führen die Autoren des
Buches: „Bittere Pillen“ bei Ritalin auf:
„Sucht und Abhängigkeit bei Erwachsenen
(bei Kindern sind diesbezügliche Berichte bislang nicht zweifelsfrei
bekannt geworden).
Bei Kindern Wachstumsverzögerung und verminderte Gewichtszunahme
möglich“.
Die zeitlich begrenzte Einnahme über einen Zeitraum von 3 Monaten
ist bei kindlichen Verhaltensstörungen „umstritten“.
„Eine gleichzeitige psychotherapeutische Begleitung ist in solchen
Fällen unverzichtbar“.
Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus:
Psychotherapie wird von vielen Ärzten als „wirkungslos“
bezeichnet, wie auch andere Möglichkeiten der Einwirkung zum B. über
Ernährung, Ergotherapie, Wassershiatsu, Atemtherapie usw.
Das Fatale an Ritalin:
Ritalin dämpft den Appetit, und die betroffenen Kinder nehmen noch
weniger Nahrung zu sich, wodurch ihre Vitalstoffdefizite noch dramatischer
werden.
Im übrigen vermute ich, dass durch Stimulanzien wie Ritalin, die
den Herzschlag erhöhen, mehr Vitalstoffe wie Mineralien und Vitamine
gebraucht werden als ohne.
Wachstumsbehinderung des Gehirns
Als gravierendsten Nachteil von Ritalin betrachtet Breggin die dadurch
verursachte Wachstumsbehinderung auch und gerade des Gehirns. Die Produktion
von Prolaktin, ein bestimmtes Wachstumshormon, wird durch Ritalin gehemmt.
Nach Verabreichung von Ritalin wog das Gehirn von Ratten weniger, als
das ihrer Geschwister, die nicht mit Ritalin behandelt worden waren. Weitere
Auswirkungen von einer Drosselung der Prolaktin-Ausschüttung sind
noch nicht erforscht. Gehirndurchblutung nimmt unter Ritalin um 23% bis
30% ab.
Es sind Schäden an Blutzellen im Gehirn und kleine Blutergüsse
zu beobachten.
Eine dauerhafte, irreversible Atrophie des Gehirns, d. h. ein Absterben
von Gehirnzellen und eine Verkleinerung des Gehirns, ist bei 50% der Erwachsenen
festzustellen, die als Kind Ritalin bekamen. Durchschnittlich hatten diese
Erwachsenen eine 4% geringere Gehirnmasse und - gewicht als Vergleichspersonen.
Die Verabreichung von Ritalin stellt einen massiven Eingriff in unser
sensibles und nur unzureichend erforschtes Neurotransmitter-System dar.
Man hat festgestellt, dass Schwangere, die Ritalin nehmen, dadurch der
Gehirnentwicklung ihres Ungeborenen Schaden zufügen und diese Kinder
auch noch im Alter von 15 Jahren Intelligenzdefizite im Vergleich zu Altersgenossen
aufweisen.
Langfristige Nebenwirkungen von Ritalin auf körperlicher
Ebene:
Eine langfristige Einnahme von Ritalin ist ein relativ neues Phänomen.
Es gibt kaum Langzeitstudien.
Es ist völlig ungeklärt, wie Ritalin in der Langzeitanwendung
wirkt auf:
- Nieren
- Leber
- Herzen
- das Immunsystem
20% der Kinder erhalten Ritalin länger als 6 Jahre.
Dr. Mary Ann Block, Autorin von „No more Ritalin“:
„Die Langzeitstudien werden gerade jetzt mit unseren Kindern durchgeführt,
ohne dass die Kinder oder Eltern sich dessen bewusst sind.“ Kinder
als Versuchskaninchen!
Büchertipp: Kinder
werden flügge
Hersteller macht im Beipackzettel klar:
Über Sicherheit und Effektivität einer Langzeitanwendung von
Ritalin in Kindern
liegen keine Daten vor. Kurzfristige und langfristige Nebenwirkungen von
Ritalin auf der seelischen Ebene
Auf emotionaler Ebene:
- Nervosität
- Selbstablehnung
- Verwirrung
- Anspannung
- Unruhe
- visuelle und akustische Halluzinationen
- Verschlimmerung von Schizophrenie
- paranoide Wahnvorstellungen
- Psychosen
- bizarres Verhalten
- Projektionen
- Trägheit
- Angriffslust
- Aggressivität
- Gemütsflachheit
- zwanghaftes Sprechen
- Besorgnis
- Störung der Traumphasen
- erhöhte Euphorie
- Depressionen
- Ängstlichkeit
- sozialer Rückzug
- Reizbarkeit
- Introvertiertheit
- ein Mangel an positiven Affekten
- psychotische Symptome
„Die psychopharmakologische Dämpfung erschwert den psychischen
und geistigen
Reifungsprozess der behandelten Kinder.“
(„Schöne Neue Psychiatrie“, Peter Lehmann.)
Forscher wie Whalen und Henker beschreiben negative intellektuelle und
soziale
Konsequenzen der behandelten Kinder. Das Selbstwertgefühl wird herabgesetzt,
weil die Kinder nicht sich selbst, sondern dem Medikament Erfolge im Verhalten
oder bei schulischen Leistungen anrechnen. Viele Kinder sind unter der
Wirkung von Ritalin ichbezogener und sozial isolierter und weniger kommunikativ.
Bei fortgesetzter Behandlung verschlechtert sich das soziale Verhalten
der Kinder nach Auskunft von Walter Eichlseder, Kinderarzt, München,
zusehends.
Oft treten Symptome wie Aggressivität, extreme Unruhe und Weinerlichkeit
erst auf, wenn die Wirkung von Ritalin nach etwa 4 Stunden nachlässt,
als sogenannter „Rebound-Effekt.“
Kinder erleben dann oft Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und ausgeprägtere
Hyperaktivität und Konzentrationsprobleme als vor Ritalineinnahme.
Verzweifelte Eltern geben abends noch eine Dosis Ritalin, wodurch die
Kinder oft bis nach Mitternacht wach bleiben und durch Übermüdung
auf die Dauer stimmungsmäßig labil und nervenschwach werden.
Eltern wie Lehrer beobachten, daß Kinder nicht mehr spontan und
begeisterungsfähig sind. Haben oft ihre Lebensfreude verloren, sind
weniger glücklich als ihre Altersgenossen, und sie lächeln und
lachen seltener.
Man hat eine Verflachung der Gefühle, ein Absterben von Neugier,
einen Verlust von Humor und Vergnügen beobachtet.
Gerade das, was wir an Kindern so lieben:
ihre Lebensfreude,
ihr Enthusiasmus,
ihre Neugier,
ihre Spontanität,
ihr Lachen-
bleiben auf der Strecke.
Welch ein Preis auf der seelischen Ebene dafür, dass Kinder geringfügiger,
„pflegeleichter“ und „handzahmer“ sind!
Dadurch passen sie mehr in das Ideal-Bild von Kindern das Eltern und
Lehrer sich gebildet haben. Frei nach Fernseh-Rama-Familie und Werbeklischees.
Breggin stellte fest:
„Ritalin kann ihr Selbstbild ruinieren.“
„Wir missbrauchen unser Kinder mit Drogen, statt uns zu bemühen,
bessere Wege zu finden, ihren Bedürfnissen zu entsprechen. Langfristig
geben wir ihnen eine böse Lektion mit auf den Weg: dass Drogen die
Antwort auf emotionale Probleme seien.Wir ermuntern eine Generation von
Kindern, sich beim Aufwachsen auf Drogen zu verlassen, statt auf sich
selbst und andere menschliche Ressourcen“.
Droge auf Rezept
Breggin bezeichnet die großzügige Verschreibungspraxis als
„nationale Tragödie“. „Wir zwingen Kinder Drogen
zu nehmen, die sie nicht wollen, um sie zu zwingen zu Schulen zu gehen,
die sie nicht mögen.“ In USA sind Eltern durch Gerichte gezwungen
worden, ihren Kindern Ritalin zu geben! Viele Ärzte versichern besorgten
Eltern, Ritalin sei eine Hilfe, die Wirklichkeit klar wahr zu nehmen.
Studien ergaben:
Kinder unter Ritalin sind weniger glücklich als ihre Altersgenossen.
Ritalin als Partydroge
In den USA wird mit Ritalin als „Vitamin R“ in Highschools
gedealt.
Zwischen 3 und 5 Dollar pro Tab.
Es wird den kleineren Kindern, die es auf Rezept bekommen abgekauft.
Es sind bereits Todesfälle wegen Überdosierung zu beklagen.
In Großbritannien steht man Ritalin wesentlich kritischer gegenüber
als in den USA.
1968 wurde Ritalin vom schwedischen Markt verbannt aufgrund seines Suchtpotentials.
Die WHO bezeichnet es als „am meisten abhängig machendes Medikament“
weltweit aufgrund seines hohen Missbrauchs-Potentials.
Die Nebenwirkungen von Amphetaminen bei Missbrauch wie Depressionen
sind oft schlimmer als bei Kokain.
In der Drogenszene wird Ritalin als „Speed“ oder „Billigkoks“
gehandelt.
In den USA werden Erwachsene die in die Armee eintreten möchten,
abgelehnt, wenn sie nach dem 12. Lebensjahr Ritalin genommen haben. Ritalin
wird als Droge, die das Denken verändert eingestuft. Es handelt sich
nicht um eine Droge, sondern um ein ärztliches verschriebenes Medikament
auf Krankenschein!
Das Pentagon:
„Alle Zweige der Armee lehnen Aspiranten ab, die Ritalin oder ähnliche
Drogen nehmen oder genommen haben, die das Verhalten ändern.“
(Breggin)
Kinder unter Drogen
Gene Chill kritisiert in ihrem Buch „Fakten über Drogen“
wie Ritalin „trotz der offensichtlichen Gefahren an Hunderttausende
von Kindern abgegeben wurden.So wurden Jugendliche von „Speed“
abhängig, bevor sie überhaupt erwachsen waren. „Völlig
überflüssiger Weise wurden Kinder unter Drogen gesetzt und erlitten
emotionale und körperliche Schäden“.
Ritalin löst keine Probleme sondern schafft neue.
Ritalin bewirkt „leere Stellen“ in den Datenbanken des Gehirns,
worunter
das Erinnerungsvermögen leidet.
„Erziehung wird unmöglich“.
(Gene Chill)
Ritalin führt bei Tieren zu unsozialem Verhalten und führt
zu sozialer Isolation.
Es zeigt sich bei Tieren wie bei Kindern ein stereotypisches Verhalten
wie das ständige Wiederholen von sinnlosen Aktivitäten. Die
Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren, die in Notaufnahmen
von Krankenhäusern wegen einer Überdosis von Ritalin aufgenommen
wurden, stieg in den USA zwischen 1990 und 1995 um das Zehnfache und erreichte
1995 das Niveau von Kindern und Jugendlichen derselben Altersgruppe, die
dort wegen Kokain eingeliefert wurden.
Der Psychopharmaka-Boom bei US Kindern ist nicht vorbei.
Ritalin wird von Adderall abgelöst, einem Amphetamin mit noch höherem
Suchtpotential als Ritalin.
Der Kieler Toxikologe Carsten Alasen-Hinrichs:
„Psychopharmaka wirken im Gehirn so undifferenziert wie eine Kanonenkugel,
die zum Töten von Spatzen abgeschossen wird“.
Macht Ritalin süchtig?
Kurz nach seiner Markteinführung Mitte der 50ziger Jahre wurde deutlich,
dass Ritalin ein hohes Abhängigkeits und Suchtpotential mit sich
bringt.
Büchertipp: Autogenes
Training für Kinder
„Suchtgefahr!
Hohes Missbrauchspotential!“
so die Prof. Dilling und Reimer
„Die Sorge um die Behandlung so junger Menschen mit einer Substanz
mit einem so eindeutigem Abhängigkeitspotential hat gerade bei Suchterfahrenen
erhebliche Bedenken ausgelöst“.
Prof. med. Wolfram Keup
„Frühwarn-System-Bericht Nr. 117“
„Nach Haschisch stehen Ecstasy und Amphetamine an Nummer 2 der
Drogenbeliebtheitsskala in Europa.“
Dr. Block bezeichnet Ritalin als „legalisiertes Kokain“.
Tim Benedick vom „Ohio State Pharmacy Board“:
„Ritalin ist hoch suchterzeugend. Es handelt sich um Speed.“
Während der letzten 10 Jahre wurde die Ritalinspritze in Nordamerika
die Ersatzdroge Nr. 1 für Heroin.
Der Hersteller von Ritalin Novartis, sieht sich in den USA mit einer
Sammelklage im US-Staat Texas konfrontiert wegen mangelhafter Beschreibung
der Nebenwirkungen.
Ritalin kann kein Ersatz für fehlende Betreuung, Liebe und Erziehung
sein.
Vielleicht ist eher eine Gesellschaft „psychisch krank“,
die bedenkenlos ihre Jugend mit legalen Drogen vollstopft und sich viel
zu wenige Gedanken um die Folgen macht.
Entzug
Reduktion oder Absetzen nach längerem Gebrauch führt
„ zum charakteristischen Entzugssyndrom"
mit depressiver Verstimmung,
Erschöpfung,
Schlafstörungen,
Heißhunger
und ausgeprägtem Verlangen nach dem Wirkstoff“.
Angst und Erregungszustände können ebenfalls auftreten.
Symptome halten manchmal mehrere Wochen bis Monate an.
Chronischer Mißbrauch kann auch, aufgrund der andauernden zentralen
Stimulierung, verminderter Nahrungsaufnahme und verkürzter Schlafdauer
zu „totaler Erschöpfung körperlicher und seelischer Kräfte,
verbunden mit einem Verfall der Persönlichkeit“, bis hin zum
Zusammenbruch führen. Entzug: nur unter Absprache mit einem Arzt,
nicht abrupt, sondern ausschleichend unter Aufsicht.
Die Situation, warum Ritalin gegeben wurde, kann nach Absetzen von Ritalin
verschlimmert sein. Schon vor absetzen von Ritalin sollte die Ernährung
auf Vollwerternährung, mit einem hohen Frischkostanteil, möglichst
aus Bio-Anbau, umgestellt werden.
Breggin plädiert dafür, mehr mit den Kindern zu reden, anstatt
sie mit Pillen ruhig stellen zu wollen. „Jedes Mal, wenn wir ein
Kind unter Drogen setzen, entscheiden wir uns für unsere Bequemlichkeit
und unseren Seelenfrieden auf Kosten der wirklichen Bedürfnisse des
Kindes. Es ist unethisch, ein Kind für unsere eigene Bequemlichkeit
unter Drogen zu setzen.
Es ist falsch, die Gehirnfunktion eines Kindes zu verzerren, um das Verhalten
des Kindes „zu verbessern“.
Büchertipp: Kinder
stark machen für die Schule
Alternativen
Die Eltern müssen mehr über Therapien wissen, weil sie unangebracht
sind oder dem Kind schaden können.
Mendelson betrachtet die Ärzte als mitverantwortlich dafür,
dass Millionen von Menschen von rezeptpflichtigen Medikamenten abhängig
werden und mitverantwortlich dafür, dass Millionen zu illegalen Drogen
greifen, weil sie schon früh gelernt haben, dass mit Pillen Leid,
auch seelisches Leid bekämpft werden kann.
Menschen werden von Geburt an mit dem Glauben geimpft:
„ Gegen jedes Übel gibt es eine Pille“.
Medikamente sind nie Ursachentherapie, d.h. sie beschäftigen sich
nicht mit den Ursachen eines gesundheitlichen Problems. Wir sollten also
von ihnen keine Wunder erwarten!
Wenn Kinder mit Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen
unter einem Vitalstoffdefizit oder schulischen oder familiären Problem
leiden, kann ihnen Ritalin nicht wirklich helfen.
Welche Alternativen gibt es nun zu Ritalin?
Sein Kind möglichst aus Bio-Anbau zu ernähren, mit mindestens
30% Frischkostanteil.
Auf der Negativliste stehen:
künstliche Süßstoffe wie
Aspartam und Saccharin
sowie
Geschmacksverstärker Natriumglutamat,
weil sie in den Gehirnstoffwechsel eingreifen.
Weißmehl, Zucker, Süßigkeiten und Konservierungsstoffe.
Konservenessen und Fertignahrung sollten radikal reduziert werden.
Allergene sollten ausgetestet werden.
AFA-Alge vom Klamath-See
Algen enthalten hochwertige Proteine und Omega 3 Fettsäuren, die
zum Aufbau von Neurotransmitter notwendig sind.
Gesundheitstipp: Afa-Algen
Leinöl um die Wirkung zu Verstärken.
Ernährung deckt oft nicht mehr den Vitalstoffbedarf, und bei Kindern,
die noch im Wachstum sind, führt dies oft zu Störungen der Gehirnfunktion.
Der Magnesiumgehalt von Möhren hat zwischen 1985 und 1996 um 57%
abgenommen, der Calcium-Gehalt in Kartoffeln um 70%, der Folsäure-Gehalt
von Brokkoli um 68%, der Vitamin C-Gehalt in Erdbeeren um 67%, usw.
Ursachen: u.a. die industrialisierte Landwirtschaft,
die Auslaugung der Böden,
der saure Regen und falsche Lagerungsmethoden.Positive Ergebnisse werden
mit natürlichen Nahrungsergänzungen aus Pflanzenstoffen, Bio-Anbau
und Herstellen bei Körpertemperatur, gutes Wasser und genügende
Trinkmenge auch bei Kindern mit ADS gemacht.
Weitere Strategien:
- Vollspektrumleuchten für bessere Konzentration
- Salzkristalllampen für Stressabbau und innere Ruhe
- Homöopathie
- Bachblüten
- Schüsslersalze
- Sportkörperliche Bewegung wie Trampolinspringen
- Familienkonferenzen in denen sich die Kinder einbringen können
- wenige, aber pädagogisch wertvolle Computerspiele
- Eltern müssen viel Zeit (quality time)
mit ihren Kindern verbringen.
Büchertipp: Die
12 Salze des Lebens
Das heißt:
endlich ein ausreichendes Familiengehalt, damit Mütter nicht aus
finanziellen Gründen arbeiten müssen.
Kinder sind unser aller Zukunft, und das Beste, was wir haben.
Gerade das Beste sollte daher gut genug für sie sein.
Dazu gehören auch kleinere Klassen, qualifizierte und motivierte
Pädagogen, Erlebnis- und Projektunterricht.
Pädagogische Konzepte, die die Entwicklungsförderung eines
jeden auch noch so auffälligen Kindes berücksichtigen.
Lehrern und Erziehern ermöglichen, den Umgang mit „lebendigen
Kindern“ zu lernen und reichlich Erfahrung darin zu sammeln.
Oft wird aus Unerfahrenheit und Nichtwissen zu drastischen Methoden und
Medikamenten gegriffen.
Büchertipp: Deine
Nahrung sei Dein Heilmittel
Die ganzheitliche Sichtweise
Man geht davon aus, daß aufmerksamkeits-gestörte Kinder keinen
Mangel haben, sondern eine besondere Begabung, die in der Schule nicht
gewürdigt wird bzw. wurde. Diese Fähigkeit alle Reize gleich
stark wahrzunehmen und alles mit allem zu verknüpfen, berge ein ungeheures
Potential an Kreativität. Man muß es nur zu nutzen wissen.
Kinder, die durch ihre Hyperaktivität in Sonderschulen sind, haben
einen auffällig hohen IO.
Nach der Erfahrung von Dr. med. Karl Hermes, Duisburg fehlen
den Kindern:
1. Bestimmte Vitalstoffe
dadurch haben sie keine ausreichenden Vorräte an Neurotransmittern,
speziell Serotorin.
Serotorin wird im Hirn unter Anwesenheit von Vit. B t und Tryptophan
produziert.
Tryptophan ist eine sehr wichtige Aminosäure.
Wenn Tryptophan oder B 6 nicht ausreichend vorhanden sind, kann der Körper
kein Serotonin herstellen.
2. Besteht ein Überangebot von störenden Stoffen:
wie Phosphate, Zucker, Farb- und Konservierungsstoffen.
Unser Zuckerkonsum ist viel zu hoch.
Dieser führt zu unkontrollierten Blutzuckerschwankungen und am Ende
zu Insulin-Resistenz, eine weit verbreitete Stoffwechselstörung.
Chrom als Mikronährstoff fehlt.
Ist ein essentieller Mikronährstoff.
Bei Fehlen, wächst das Verlangen nach Zucker.
Je mehr Zucker wir essen, desto mehr werden unsere körpereigenen
Chromvorräte erschöpft.
Das erklärt, warum Kinder Süßes wollen und brauchen und
gleichzeitig auch im Defizit sind.
Hypoglykämie (Unterzuckerung) führt auch gleichzeitig zur Hyperaktivität.
3. Gibt es Krankheiten, die überzufällig häufig das hyperkinetische
Syndrom begleiten?
Allergien
Darmmykosen
Amalgambelastungen
Neurodermitis
4. Existieren Rahmenbedingungen
die ein bestehendes hyperkinetisches Syndrom in seiner Ausprägung
verschlimmern?
5. Besteht ein bislang noch nicht näher definierter, essentieller
Faktor?
Dazu Dr. med. Karl Hermes:
„Die Schulmedizin spricht von einem essentiellen ätiologischen
Faktor, wenn sie ihn zwar für obligat hält, ihn aber nicht kennt“.
Ich möchte mir nicht anmaßen diesen Faktor zu kennen, oder
ihn naturwissenschaftlich exakt beschreiben zu können. Er geht davon
aus, daß eine bremsende und eine beschleunigende Fraktion im Zentralnervensystem
des Kindes miteinander kämpfen. Die Wirkung von Ritalin stützt
dieses Denkmodell. Ritalin ist ein zentrales Analeptikum. Vom Ansatz her,
müßte dieses Medikament, welches zentralnervös stimuliert,
ein Hyperaktives Kind noch hyperaktiver machen. Es tritt jedoch die gegenteilige
Wirkung ein. In dem Modell der bremsenden und beschleunigenden Fraktionen,
kann es nur so sein, daß die bremsende noch stärker aktiviert
wird und so jetzt die Überhand über die schon krankheitsbedingt
übermäßig aktivierte beschleunigende Fraktion bekommt.
Neuere anatomische und physiologische Vorstellungen von der Funktionsweise
unseres Zentralnervensystems scheinen diese Modelle zu bestätigen.
Wichtig ist:
Die Schuldgefühle der Eltern abzubauen.
Hierzu ist es ganz wichtig, das Umfeld zu sensibilisieren.
Ein von Härte geprägter Erziehungsstiel wirkt sich kontraproduktiv
aus.
Die Kinder brauchen
„Viel Liebe, Zuwendung und Annahme“.
|