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letzte Änderung:
14.01.2017

ADS bei Schulkindern
ADS bei Schulkindern

 


Oftmals haben gerade Schulkinder, die unter ADS leiden, sehr große Probleme in der Schule. Lehrer haben oftmals nicht genügend Geduld und Verständnis, manche Lehrer haben auch kein wirkliches Interesse ADS-Kinder sachgemäß zu fördern. Hier können Schulen Abhilfe schaffen, die speziell auf ADS-Kinder ausgerichtet sind.Im Regelfall gibt es aber sehr aufgeschlossene Lehrkräfte, die sich auch bemühen, dem ADS-Kind gerecht zu werden und das Kind in seinen Fähigkeiten zu unterstützen.

Es gibt einige wichtige Eckpunkte, die es Ihrem Kind und den Lehrkräften erleichtern, schulischen Erfolg zu haben und sich in die Klassengemeinschaft integrieren zu können. Von enormer Wichtigkeit ist, dass das ADS-Kind nicht abgewertet wird. ADS-Kinder sind manchmal sehr nervös, geraten oft in die Lage ein Klassenclown zu werden oder den Unterricht zu stören. Hier ist es sehr wichtig, dass dieses Verhalten wahrgenommen wird, aber dem Kind nicht zum Vorwurf gemacht wird, denn dies führt nur dazu, dass das Kind wieder in die Rolle des Außenseiters gedrängt wird. Lehrkräfte sollten alternative Wege finden, das ADS-Kind positiv zu motivieren. Das individuelle Wahrnehmen des Kindes ist der erste Schritt, dass sich das Verhalten ins positive verändern kann. Als Eltern sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind alle Schulbücher und Schulhefte und sonstigen Materialien dabei hat und somit am Unterricht teilnehmen kann. Am besten ist es, wenn Mutte oder Vater gemeinsam mit dem ADS-Kind am Abend den Schulranzen für den nächsten Tag zusammenstellen und packen.

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Es hilft nichts, das ADS-Kind bloßzustellen oder das Kind vor der Klasse immer wieder als Versager hinzustellen. ADS-Kinder haben besondere Fähigkeiten und diese Fähigkeiten sollten genutzt werden. Für den positiven Schultag ist es wichtig, dass das Kind in der Nähe der Lehrkraft sitzt, wo es wenige Ablenkungen gibt, dass es die Lehrkraft sehr gut hören und sehen kann! Bei Banknachbarn ist darauf zu achten, dass diese Kinder das ADS-Kind ernst nehmen und es nicht zusätzlich hänseln oder auslachen. Lehrer sollten dem ADS-Kind gegenüber achtsam sein und respektvoll, aber auch liebevoll Grenzen setzen. Das ADS-Kind merkt sehr schnell, ob eine Lehrkraft ihm gewachsen ist, wenn ein ADS-Kind seine Lehrkraft achtet und respektiert und sich auch von der Lehrkraft geachtet und respektiert fühlt, steht einem guten Miteinander nichts im Wege. Dieses gute Miteinander weitet sich dann auch auf den gesamten Klassenverband aus.

Die Lehrkraft sollte das ADS-Kind ermutigen und seine Erfolge gebührend honorieren. Misserfolge sollten nicht in den Mittelpunkt gestellt werden. Wichtig ist, dass die Lehrkraft die Qualität der Arbeit bewertet und nicht die Quantität.

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Bei komplexen Freiaufgaben, sollte die Lehrkraft die Aufgabe dem ADS-Kind unterteilen, so dass dieses die Chance hat, einzelne Teile auszufüllen und die Arbeitsschritte nacheinander zu machen. Denn ADS-Kinder neigen dazu, dass Sie sich sehr schnell überfordert fühlen und die Aufgabe dann nicht mehr lösen können und womöglich damit beginnen den Unterricht zu stören. Hausaufgaben sollten vom Lehrer ins Hausaufgabenbuch geschrieben werden, gerade wenn allgemeine Unruhe oder Aufbruchstimmung herrscht, schafft es das ADS-Kind nicht die Hausaufgaben aufzuschreiben. Hier ist es wichtig, dass die Lehrkräfte unterstützend auf das Kind einwirken und ihm helfen. Diese Vorgehensweise nimmt auch viel Druck aus dem sowieso schon angespannten Eltern-Kind-Verhältnis.

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Konzentrationsübungen, die regelmäßig zu Hause ausgeführt werden, unterstützen das Kind auch in der Schule. Konzentrationsübungen können durch Elemente der Kinesiologie, des Autogenen Trainings und des Brain-Gym erweitert werden. ADS-Kinder haben einen großen Bewegungsdrang, es ist sehr schlecht, wenn dieser nicht ausgelebt werden darf. Einige Schulen bieten extra Zimmer an, dass Kinder auch während des Unterrichts toben dürfen. Sollte es solche Bewegungskinder noch nicht an Ihrer Schule geben, sprechen Sie die Schulleitung darauf an. Ein regelmäßiger Austausch von Seiten der Eltern mit der Lehrkraft ist sehr hilfreich und unterstützt das schulische Weiterkommen intensiv. Wenn Sie Veränderungen bei Ihrem Kind spüren, teilen Sie der Lehrkraft diese mit. Wenn Sie Schwierigkeiten bei den Hausaufgaben haben, dann suchen Sie ebenfalls das Gespräch zur Lehrkraft. Eine offene und intensive Beziehung von Eltern und Lehrkraft ist die Basis für die schulische Entwicklung des ADS-Kindes.

Gedankensplitter:

„Hilf mir, es selbst zu tun
Hilf mir, ich selbst zu werden
Hilf mir, ein Teil der Welt zu sein“
(Maria Montessori)




Weitere Beiträge zum Thema:

- Konzentrationsförderung bei ADS
- Naturheilkunde bei ADS

 




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