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letzte Änderung:
14.01.2017

Breuss-Massage
Breuss-Massage

Bandscheibenregenerationsmassage (nach Rudolf Breuss) -
auch Breuss-Massage genanntt

Lagerung Patient:

Der Patient liegt unbedingt locker und entspannt auf dem Bauch. Der Kopf liegt auf der Massagebank und wird entsprechend gepolstert gelagert (Oder besser: Liege mit Nasenschlitz und negativ verstellbarem Kopfteil verwenden). Die Arme liegen neben dem Rumpf; die Handflächen locker nach oben oder innen zeigend. Die Beine liegen leicht gegrätscht und werden etwas erhöht (mit einer Fußrolle etc.) gelagert. Dadurch sollte das Gesäß locker und entspannt liegen (des öfteren kontrollieren). Die Breuss-Massage sollte für den Patienten schmerzfrei sein und in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre zelebriert werden. Der Behandler steht als Rechtshänder rechts von dem Patienten, als Linkshänder links von dem Patienten (wegen der Magnetisierung).

Schmerzprobe:

Zuerst wird mit den Fingern oder der ganzen Hand die Lendenwirbelsäule und das Kreuzbein abgetastet. Falls hier Schmerzen vorhanden sind, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Osteoporose vor! Das Einrichten und Massieren ist dann verboten! Behandlungsverbot bei Schmerzen beim Abtasten der Lendenwirbelkörper und/oder des Kreuzbeins (Für Fortgeschrittene und erfahrene Behandler gilt das Verbot der Massage bei Schmerzen nicht. Hier kann sehr sanft massiert werden, aber unter keinen Umständen wird eingerichtet!)

Streckung der Wirbelsäule:

Auf der Wirbelsäule wird mit dem Handballen nach unten ein Zug über das Steißbein hinaus ausgeübt. Dabei zeigen die Finger der Massagehand zu den Füßen des Patienten hin. Die Wirbelsäule kann zwischen Zeige- und Mittelfinger der Massagehand geführt werden. Die zweite Hand kann quer auf der Massagehand liegen und ein ruckartiges Abgleiten verhindern.

Am unteren Ende des Steißbeines wird der Zug nur langsam zurückgenommen, damit kein Peitschenschlag-Effekt auf der Wirbelsäule entstehen kann. Der Druck der Massagehand ist eine reine Gefühlssache - beobachten Sie Ihren Patienten. Für die Streckung werden drei Durchgänge mit jeweils sechs bis acht Ansätzen angewendet, wobei jeder Ansatz (die nächste Streichung) immer etwas höher angesetzt wird als der vorhergehende Ansatz. Als Option kann vor dieser Art der Streckung der Wirbelsäule eine Streckung der Wirbelsäule mit gekreuzten Armen des Behandlers erfolgen. Dabei kommt die eine Hand des Behandlers auf dem Kreuzbein zu liegen (Finger dieser Hand zeigen nach unten) und die andere Hand auf den oberen Brustwirbeln (Finger dieser Hand zeigen nach oben). Mit der Ausatmung des Behandlers wird so ein starker entgegengesetzter Zug auf die Wirbelsäule ausgeübt. Beim Einatmen löst der Behandler den Kontakt zum Patienten. Dieser Vorgang wird drei- bis fünfmal wiederholt.

Johanniskraut auf Olivenöl-Basis:

Die Wirbelsäule wird über die ganze Länge rund um die Wirbelkörper gut mit Johanniskrautöl eingerieben (ca. einen halben Eßlöffel Öl). Dabei sollte auf die Qualität des Johanniskrautöl's geachtet werden. Olivenöl hat eine bedeutend größere und bessere Wirkung als das sonst üblich verwendete Sojaöl. Bitte beachten: Der Patient soll seine eigenen Handtücher mitbringen und vielleicht ein älteres T-Shirt dabei haben, da das Johanniskrautöl sehr stark die Wäsche verfärbt!

Streckung der Wirbelsäule:
Die Wirbelsäule wird wie oben beschrieben gestreckt. In geringen Abständen wird jeder Strich etwas höher angesetzt als der vorhergehende Strich. Jeder Strich wird über das Steißbein hinunter ausgeführt und langsam, mit einer leichten Rückführung, losgelassen, damit kein Peitschenschlag auf die Wirbelsäule entsteht. Hier wird mit wenig Druck gearbeitet!

Einrichten der Wirbelsäule:
Mit zwei Fingern einer Hand wird mit Druck in die tastbare Muskelrinne zwischen Querfortsatz und Dornfortsatz der Wirbel gearbeitet. Dabei wird an der Lendenwirbelsäule in Richtung Steißbein auslaufend begonnen. Insgesamt werden hier sechs bis neun Ansätze pro Durchgang gemacht (3 Durchgänge). All diejenigen, deren Finger nicht an diesen Druck gewöhnt sind, können auch die Knöchel ihres Zeige- und Mittelfingers benutzen. Außerdem kann die zweite Hand den Druck zusätzlich durch Auflage auf die Massagehand erhöhen.

Massage:
Vor der nun folgenden Massage wird, sofern nötig, nachgeölt. Der Bereich einer quer gelegten Handfläche beidseits der Wirbelsäule sollte gut geölt sein. Breuss beschreibt die nun folgende Massage mit zwei Händen: Mit beiden Händen und gestreckten Fingern, die Finger der Massagehände zeigen ab nun zum Kopf des Patienten, wird kreisförmig am Gesäß beginnend stufenweise nach oben bis zum Nacken in ovalen Kreisen nach oben gearbeitet.

(Es kann auch nur mit dem Handballen einer Hand massiert werden.) Dabei beschreiben die Hände einen ovalen Kreis, der nach außen und oben von der Mitte des Gesäßes beginnt und jeweils wieder rechts und links an der Wirbelsäule nach unten gleitet. Die Ovale werden immer größer. Der Patient ist nun ganz entspannt, so daß es gut möglich ist, kleinste Unebenheiten und Wirbelverschiebungen zu tasten!
Insgesamt werden sechs bis zehn Durchgänge gemacht!

Seidenpapier:
Über die gesamte Wirbelsäule wird nun Seidenpapier (aus dem Schulbuchbedarf!) etwa in der Größe 20 x 80 Zentimeter gelegt. Dabei sollte die glänzende Seite die Haut des Patienten berühren.

Magnetismus:
Von jetzt an ist die Behandlung, die auch bisher mit einer üblichen Massage wenig zu tun hatte (wer massiert schon direkt die Wirbelsäule?!), eher mit dem Heilmagnetismus zu vergleichen. Breuss nennt das Ausstreichen und Entkrampfen "Magnetisieren". Dabei wird drei- bis sechsmal mit beiden Händen abwechselnd von oben nach unten mit langen, nicht unterbrochenen Strichen in der Wirbelsäulenmitte bis über das Gesäß hinunter und über das Seidenpapier hinweg gestrichen. Die Einzelstriche werden in der Luft beendet, wobei die Hände jeweils über die Füße des Patienten hinaus ausgeschleudert werden. Das Seidenpapier sollte nun wieder über der gesamten Wirbelsäule liegen (wenn nicht, bitte wieder so hinlegen!). Jetzt wird ein Handtuch über das Papier gelegt.

Energiearbeit:
Der Therapeut steht als Rechtshänder LINKS vom Patienten (Seitenwechsel!). Bei der nun folgenden Einergiearbeit (oder Heilmagnetismus) muß der Therapeut darauf achten, daß die Kraft nicht aus ihm selbst kommt. Seine Hände sind nur Kondensatoren, die als Aufnehmer und Wegwerfer fungieren. Alles andere wäre zu anstrengend und zu gefährlich. Breuss selbst schützte sich bei einer solchen Behandlung mit diesem Gebet:

"Allmächtiger ewiger Gott - Gott Schöpfer des Himmels und der Erde, ich bitte Dich im Namen unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus, Deines vielgeliebten Sohnes, für diesen Deinen Sohn (Tochter) Nachname um Gesundheit für Leib und Seele, ganz besonders für seine Seele."

Alternativvorschlag: Ich glaube und weiß, daß Dein Leben vom Gehirn in den ganzen Körper fließt. Strahlen des Lichts fließen durch Dein Gewebe. Die Lebensflut sprüht und schäumt durch Wirbelsäule und Rückenmark. Alle Zellen regenerieren sich durch die sie umströmende Energie.

Die Hände werden nun, ohne daß sich diese berühren dürfen (um einen Magnetkurzschluß zu vermeiden), auf die Wirbelsäule aufgelegt. Dabei wird die eine Hand auf die HWS gelegt (die Handinnenfläche berührt den Prominenz (7. Halswirbel)) und die andere Hand auf das Kreuzbein. Die Fingerspitzen beider Hände zeigen in Richtung Kopf (energetische Öffnung der Wirbelsäule).
Im Anschluß daran werden die Hände auf die Wirbelsäulenmitte gelegt. Die eine Hand zuerst auf das Kreuzbein, die andere Hand auf die Lendenwirbelsäule. Die Finger zeigen dabei zum Kopf des Patienten. Vorher dürfen die Hände aufgeladen werden (kräftig aneinander reiben).

Diese Arbeit kann mit Atemübungen und dem Gebet unterstützt werden. Die Hände bleiben ca. eine bis zwei Minuten auf der Stelle liegen, bis der Behandler eine Reaktion bemerkt; z.B. eine angenehme Wärme, ein Prickeln, ein Vibrieren etc. Im Anschluß daran wird die Wirbelsäule energetisch wieder geschlossen (eine Hand auf die HWS gelegt (die Handinnenfläche berührt den Prominenz (7. Halswirbel)) und die andere Hand auf das Kreuzbein. Die Fingerspitzen beider Hände zeigen in Richtung Kopf). Nie vergessen!

In Folge an die Magnetisierung wäscht sich der Behandler kräftig unter fließend kaltem Wasser die Hände, um eventuelle Restenergien (Magnetisierungsrückstände) abzuleiten! Dieser Vorgang ist unbedingt zu beachten!

Abschluß: Streckung der Wirbelsäule und Ruhephase

Nun wird das Handtuch entfernt. Mit der nicht eingeölten Seite des Seidenpapiers wird der Patient abgerieben (oder mit handelsüblichem Küchenpapier). Mit einem Waschlappen/Gästetuch werden die letzten Reste des Öls abgerieben. Als Nachbehandlung wird wie weiter oben beschrieben die Wirbelsäule nochmals gestreckt. (Hierbei ist es interessant, den Zustand nach der Behandlung zu erkennen. Meistens sind die einzelnen Dornfortsätze deutlicher zu spüren und man merkt ganz deutlich was sich verbessert hat und wo Wirbel noch verschoben sind.) Im Anschluß daran wird der Patient mit dem Handtuch zugedeckt und mit einer Wolldecke zusätzlich bedeckt. Er wird angehalten, solange liegenzubleiben, wie es ihm angenehm ist.

Er soll die Ruhe und Harmonie noch einige Zeit genießen. Die meisten Menschen empfinden diese Ruhephase nach der Behandlung als besonders wohltuend. Je nach Veranlagung und Typ wird es der Patient mehr oder weniger gut genießen können. Manche Patienten schlafen ein; diese werden dann sanft geweckt. In der Ruhezeit werden nochmals die Hände gründlich mit Seife und kaltem Wasser gewaschen!

Rezeptvorschläge:

Johanniskrautöl:
Die frisch gepflückten gelben Blüten des Johanniskrautes werden bis oben hin in eine Flasche gefüllt. Anschließend gießt man bestes Olivenöl (kalt gepreßt, erste Pressung) dazu und stellt die gut verschlossene Flasche drei bis sechs Wochen lang in die Sonne.
Der Inhalt wird jeden Tag vorsichtig verschüttelt, bis das Öl eine intensive rote Farbe angenommen hat. Am Ende wird das Öl abgesiebt und kann nun verwendet werden.

Kräutertinkturen:

Zwei Eßlöffel Kräuter werden in einem Viertelliter hochprozentigem Alkohol (klarer Schnaps, Obstler, Korn o.a.) angesetzt. Die Mischung wird zwei bis vier Wochen oder länger täglich verschüttelt und je nach Färbung abgesiebt und mit dem Johanniskrautöl gemischt. Die Flasche mit dieser Mischung muß man vor jedem Gebrauch gut schütteln, weil sich der Alkohol nicht dauerhaft mit dem Öl verbindet. Der Vorteil einer Tinktur-Öl-Mischung ist, daß der Alkohol dafür sorgt, daß das Öl besser einziehen kann.

Bei harter Muskulatur eignet sich diese Mischung

4 Teile Erdnußöl
1 Teil Brennessel-Tinktur
1 Teil Hirtentäschel-Tinktur

Bei schwammigem Gewebe nimmt man zum Hartmachen:
6 Teile Olivenöl
1 Teil Zinnkraut-Tinktur
1 Teil Johanniskraut-Tinktur
1 Teil Ringelblumen-Tinktur

© Herr Gerd Paul, Heilpraktiker, Theaterstr. 8, 97070 Würzburg
Telefon 0931/8692129, info@gerdpaul.de

 
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