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letzte Änderung:
14.01.2017

Augendiagnose (Irisdiagnose)
Augendiagnose (Irisdiagnose)

 
Augen sind Spiegel der Seele, sie sind Eingang und Ausgang der Seelenwelt. In ihnen spiegeln sich Gefühle. Mit ihnen können wir seelische Nähe und Distanz ausdrücken - Augen sprechen Bände. Besonders beeindruckend ist es, dass sich die Menschen nicht einmal bei den Fingerabdrücken so sehr unterscheiden wie in Ihren Augen. Sie sind auch die einzige Stelle am Körper, die einen direkten Einblick von außen in das Bindegewebe erlaubt.

Eine starke Vergrößerung der Augen erinnert an eine Landkarte. Augendiagnostiker sehen viele Zeichen und haben gelernt, sie zu deuten. Augendiagnostik ist eine Diagnosestellung aufgrund der Zeichen, Strukturen und der Farbverschiebungen in der Iris. Sie sind an eine bestimmte Feldeinstellung der Iris gebunden. Augendiagnostik ist aber auch das Erkennen von Organkrankheiten aus Befunden der gesamten Augengegend, d.h. der Zustand der Augenlieder, des Augenweißes, der Pupille und der Iris werden in ihrer Gesamtheit miteinbezogen. Die Augendiagnostik macht in ihren physiologischen und pathologischen Aussagen einen wesentlichen Unterschied zwischen klinisch Gesunden und konstitutionellen Gesunden. Sie zeigt die anlagedingten Schwächen eines Menschens auf. Sie sind genetisch geprägt und daher sehr individuell.

Die Übersetzung und Diagnosestellung aus dem Auge erfordert große Übung, die sich nur durch intensive Beschäftigung mit der Materie erreichen lässt. Dabei ist die Iris ein besonders differenziertes und sensibles Strukturmerkmal ihres Trägers. Sie legt wie jede andere Einzelheit des Menschen Zeugnis von seiner Ganzheit ab. Diese Diagnostik ist also keine Zauberei. Sie schenkt uns wertvolle Hinweise für die weitere Diagnostik und die Behandlung von Krankheiten - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Geschichtliches

Die ersten Quellen dieser Diagnostik reichen bis 1000 v. Ch. zurück. Die Japaner und die Chinesen wussten schon vor mehreren Tausend Jahren das Erkennen von Organkrankheiten aus Befunden der gesamten Augengegend abzuleiten. In den Schriften der Heiligen Hildegard von Bingen erscheint eine größere Ausführung über das Auge als Spiegelbild seelisch-leiblichen Dynamik. Dies waren sicher gesammelte Erkenntnisse aus den Erfahrungen von weisen Frauen und Männern aus dem Volke, in deren Händen im 12. Jahrhundert damals zum größten Teil die gesundheitliche Betreuung lag.

Von Ignaz von Péczely (Naturheilkundiger und später Arzt) erschien das Buch " Anleitung zum Studium der Augendiagnose" (1881). Er ging nach Wien zu Billroth, um sich anhand der Befunde von Magensektionen zu orientieren und die Topographie und die Einteilung der Iris nach Feldern definitiv festzulegen.

Der schwedische Pastor Liljequist, der mit Jod und Chinin schlimme Erfahrungen gemacht hatte, 17 Jahre krank war und sich zum Schluss selber heilte, beschrieb die Augenfarben und den Einfluss der allopathischen Gifte auf das Colorit der Iris. Besonders Arsen, Chinin, Eisen, Jod, Blei, Schwefel, Salicysäure und Opium verändern die ursprüngliche Irisfarbe. Dass er damit, ebenso wie in Ungarn Péczely, auf den Widerstand der Schulmedizin stieß, ist klar. Jedoch war die Sache nicht mehr aufzuhalten.

Pastor Felke (geb. 1858), der auch der "Lehmpater" genannte wurde, beschäftigte sich mit der Irisdiagnose. Sein Ruf als Heilkundiger und Irisdiagnostiker drang weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Unzählige fanden bei ihm Hilfe und Heilung. Seine Verdienste liegen in der Klärung topographischer Punkte. Er hatte Typologien in der Irisdiagnostik geschaffen und konnte sie psychosomatisch werten. Das Kernstück seines Arbeitens liegt in dem Satz: "Die Iris diktiert das Rezept".

Magdalena Madaus (1857-1925) hatte 7 Kinder. Ihr jüngster Sohn erkannte an einer spinalen Kinderlähmung. Dabei wurde sie auf die Erfolge der Naturheilkunde aufmerksam. Sie machte Bekanntschaft mit Pastor Felke und er führte sie in die Grundlagen der Augendiagnostik ein. Sie drang mit unermüdlichem Eifer tief in diese Methode ein, gründete den Verband der Iridologen und brachte bereits 1915 ein Lehrbuch über die Augendiagnostik heraus.

Ich könnte noch viele Namen nennen und ich halte es für sehr wichtig, sich mit der Geschichte dieser Diagnostik zu beschäftigen. Aus meiner eigenen Praxiserfahrung weiß ich, wie gut es ist, mit der Irisdiagnose arbeiten zu können. Denn es gibt viele Menschen, die sich krank oder unwohl fühlen und kein Schulmediziner fand dafür eine Erklärung oder die Ursache für Ihre Beschwerden. - Austherapiert? Andere Menschen fühlen sich gesund, sind aber darauf bedacht, Ihre Gesundheit auch zu erhalten. Eine Patientin verglich sich selbst mal mit ihrem Auto, das sie regelmäßig prüfen lässt. So etwas wäre für die Menschen auch wichtig. - Mit der Irisdiagnose lassen sich differenzierte Empfehlungen geben, weil zunächst einmal eine Einteilung nach der Konstitution, einen bestimmten Augentyp aus Farbe und Struktur der Iris, erfolgt.

Hier lassen sich differenzierte Empfehlungen geben. So neigt z.B. der eine Augentyp zu Allergien, der andere zu Gicht, für die einen wird Wärme als unangenehm empfunden, für andere ist Kälte schädlich. Es lässt sich z.B. auch erkennen, ob jemand ein schlechter Esser mit schwacher Magen-Darm-Peristaltik ist oder ob er viel und gerne isst, ob jemand zur Bindegewebsschwäche oder zu Blähungen neigt, wie es mit der nervlichen Innervation aussieht, ob z.B. der Nervus sympathicus oder vagus mehr arbeitet, ob hier eine Dysregulation des vegetativen Nervensystems vorliegt, Schwäche oder Krankheitszeichen des Magen-Darm-Trakts, wie sensibel ein Mensch ist, ob z.B. Herzbeschwerden auf Grund von Mineralstoffmangel (Kalium und Magnesium) auftreten und/oder auf Grund von Überblähungen des Darms? - Neigt jemand zur Übersäuerung oder zu mangelnden Säftebildung des Magens, Wucherungen der Schleimhaut des Magens, zur Zuckerkrankheit, Lebererkrankungen oder - Schwächen, Durchblutungsstörungen, kalte Füßen, Nierenerkrankungen, Atemwegsbeschwerden, Schmerzzuständen durch Verkrampfungen? Osteoporose, Arthrose, Gelenkerkrankungen, aber auch Vergiftungserscheinungen, z.B. durch Atropin, sind zu erkennen. Ebenso akute und chronische Entzündungsprozesse, erhöhte Druckverhältnisse im Gefäßsystem, Gefahr motorischer Störungen? Grübelsucht, Depressionen, verminderte Harnstoffausscheidung, verstärkte Wetterfühligkeit, Druckschmerz des Kopfes, mangelhafte O² - Versorgung, Vitamin B-12-Mangel, Störungen des Magnesiumshaushaltes, allgemeine Leistungsschwäche, vorzeitige Erschöpfung. Ich freue mich immer wieder, wenn z.B. Kinder in meine Praxis kommen, bei denen die Eltern bemerkten, dass das Kind sich plötzlich anders verhält als früher, sich zurückzieht, nicht mehr mit anderen Kindern spielt, oder das Kind war schon sauber und nässt wieder ein, hat manchmal Bauchweh, manchmal Husten, kann aber noch nicht richtig sagen, was ihm fehlt. - Auch hier hat sich die Irisdiagnose als segensreich bewährt. Ich hatte schon Kinder in meiner Praxis, deren Augen Bände sprechen. Auch hier konnten Krankheiten erfolgreich behandelt werden, weil die Ursache geklärt war. Ein Kind hatte z.B. eine Stirnhöhlenentzündung mit heftigen Kopfschmerzen, zog sich deshalb zurück, kam in der Schule nicht mehr mit, weil es unkonzentriert war und wurde von anderen Kindern gehänselt. Es konnte seine Beschwerden nicht konkret mitteilen. Mit der Irisdiagnose, Krankengeschichte und körperlichen Untersuchung konnte ich aufzeigen, die Beschwerden liegen nicht daran, dass die Eltern geschieden waren, wie die Mutter dachte. Heute kann sich das Kind wieder konzentrieren und kommt in der Schule wieder mit.

Das Angebot der Augendiagnostik an die Medizin und damit an den Menschen in seinen gesunden und kranken Tagen liegt besonders auf dem Felde der Prävention, der Vorbeugung von Krankheiten. Gesundheitliche Probleme werden von Betroffenen oft als Alterserscheinung bewertet, weil die Ursache schulmedizinisch noch nicht erkannt wurde oder einfache Verhaltensregeln zur Gesunderhaltung nicht beachtet worden sind - häufig aus Unwissenheit (Befindlichkeitsstörungen sind häufig Vorboten von schweren Krankheiten, die rechtzeitig abgewehrt werden könnten). Durch das wachsende Bewusstsein der Menschen, dass jeder für seine Gesundheit selbst Verantwortung trägt, nehmen immer mehr Menschen die Augendiagnose in Anspruch. Sie antwortet auf das Bedürfnis der Menschen nach ausführlicher gesundheitlicher Aufklärung und berücksichtigt die Individualität des Einzelnen.

Somit ist die Augendiagnose eines der großen Lichter am medizinischen Horizont.

© Frau Hiltrud Stäblein, Heilpraktikerin, Wredestr. 18, 97082 Würzburg,
Telefon 0931/4502143, www.naturheilpraxis-staeblein.de, info@naturheilpraxis-staeblein.de

 
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