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01.07.2008 10:00 |
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Atem-und Stimmtherapie
Atem-und Stimmtherapie
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Atem- und Stimmtherapie
nach Prof. Karlfried Graf Dürckheim und Hildegund Graubner
"Atem ist Leben".
Leben und Atem sind eng miteinander verwoben. Ohne Atem erlischt das Leben nach wenigen
Minuten. Der physiologische Teil des Atems ist erklärbar und grundsätzlich erforscht.
Der Atem aber, dieses so unmittelbar mit dem Leben verbundene Phänomen,
ist direkt oder indirekt mit jedem Regelkreis im Menschen verbunden wie
keine andere Funktion im Körper. Wird Atem bewußt erlebt und
erfahren, so kann er Weg- und Richtungsweisend sein, sich besser wahrzunehmen,
seine Erlebnisfähigkeit zu steigern und zunehmend Zugang zum inneren
Wesenskern zu finden, die Selbstheilkraft zu wecken und sich für transpersonale
Erfahrungen zu öffnen.
Büchertipp: 50
Rituale für das Leben
In der Entwicklung des menschlichen Bewußtseins nimmt der Atem eine zentrale und
herausragende Stellung ein. Alle Hochkulturen, so z.B. die der alten Griechen,
kannten seine tiefgreifenden Wirkungen und waren sich seiner Bedeutung bewußt. So
haben die Begriffe "pneuma" und "Odem" sowohl für den Atem als auch für Geist und
Seele Wortbedeutung.
Ein gesunder tiefer und gleichmäßiger Atem sorgt für ein stabiles Gleichgewicht von Körper,
Seele und Geist. Die Arbeit am Atem weckt unsere Selbst-Heilungskräfte und fördert
Vitalität und Lebensfreude. Sie ist ein Weg, um zur inneren Mitte zu kommen. Dabei
wird der Atem nicht beeinflußt, wie in östlichen Techniken (z.B. Yoga), sondern es
geht immer um den "erfahrbaren Atem" und das heißt: "Dem Atem lauschen, ihn fließen
zu lassen. "Je tiefer das Phänomen Atem erfahren und erlebt wird, desto mehr weitet
sich der Horizont, der immer mehr Gebiete des Lebens umspannt - denn atmen heißt leben.
In der Atem- und Stimmarbeit geht es um das Innewerden und Erfühlen einengender,
unbelebter, schmerzender innerer Räume im Körper. Durch das Bewußtwerden und Üben
an diesen Räumen können sie wieder geweckt, belebt und bewohnbar gemacht werden.
Dort, wo sich der Mensch selbst fremd war, kann er sich neu (zurück)gewinnen und
entfalten, er findet Anschluß an bisher verborgene Lebenskräfte. Dadurch kann er
in seiner Persönlichkeit wachsen und verantwortlich und bewußt mit sich und anderen
umgehen lernen.
Die Arbeit mit der Stimme ist auch Leibarbeit. Sie ist eine Arbeit an der Haltung von
innen her, indem sie durch Körper- und Atemübungen, dann durch Tönen die einzelnen
Leibräume weckt und belebt. Jeder Ton entspricht einer leiblich-seelisch-geistigen
Qualität und wirkt dadurch formend und heilend. Anfangs geht es vor allem um den
Umgang mit einzelnen V0kalen und Konsonanten und deren Schwingungen, später mehr
um das Sprechen von Texten. Die Stimme kann sich befreien und entfalten. Dabei geht
es nicht um ein intellektuelles Erfassen, sondern um die leibliche Erfahrung.
Mit Hilfe der Atem- und Stimmarbeit verfeinert sich die Wahrnehmung und die
Erlebnisfähigkeit wird gesteigert. Das bewußte Üben hilft, mehr bzw. ganz im
"Hier" und "Jetzt" zu weilen, dadurch kann sich innere Ruhe und Entspannung
ausbreiten. Eigene Widerstände und einengende Muster werden erkannt und können
durch dieses Erkennen verwandelt werden.
Es verändert sich alles, wenn ich mich verändere.
© Frau Ursula Günther-Bernhard,Wertheim
www.lebensquell-wertheim.de
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