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Stillen – Vorteile, Probleme und Lösungsansätze

Die natürliche Ernährung des Babys durch Muttermilch stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind. Darüber hinaus ist sie aus ernährungsphysiologischen Gründen ebenso sinnvoll. Jedoch kann es beim Stillen auch zu Problemen kommen, die Handeln erfordern.

Warum Stillen sinnvoll ist
Während der Stillzeit ist der Körper von Frauen zahlreichen hormonellen und körperlichen Veränderungen unterworfen. So ist eine Gewichtsabnahme während der Stillzeit nichts Ungewöhnliches. Für das Baby birgt diese Form der Ernährung zahlreiche Vorteile. Zum einen wird die Beziehung zueinander durch die intime Zuwendung gestärkt. Zum anderen bietet das Stillen Müttern und Babys gesundheitliche Vorteile. Das Risiko für verschiedene Erkrankungen der Gebärmutter und Krebsarten wird bei der Mutter reduziert, während gestillte Babys seltener an Entzündungen, Allergien und anderen gesundheitlichen Problemen leiden. Jedoch kommt es bei vielen Frauen zu Unsicherheiten während dieser Zeit.


Unruhe beim Kind und die falsche Position
Für Mutter und Kind stellt das Stillen eine neue und ungewohnte Situation dar. Hierbei ist es nur natürlich, dass es zu Problemen kommen kann. Immer wieder berichten Frauen davon, dass ihr Baby beim Stillen unruhig, zappelig und nervös ist. Für dieses Ärgernis kann es viele Ursachen geben. Beispielsweise wirkt sich eine unruhige und laute Umgebung auf manche Neugeborenen ungünstig aus. Ebenfalls kann der Zeitpunkt falsch liegen, oder das Kind hat noch kein Hungergefühl entwickelt. In vielen Fällen nehmen Frauen zudem eine für das Baby und sich selbst ungünstige Positionen beim Stillen ein. Probieren Sie am besten mehrere Positionen aus und finden gemeinsam mit einer Stillberaterin oder Hebamme die für Sie angenehmste. Neben einem Stillen in der Rückenlage können Babys ebenso gut in Seitenlage, Wiegehaltung oder dem „Hoppe-Reiter-Sitz“ gestillt werden.

Schmerzende Brustwarzen
Beim Stillen kommt es bei vielen Frauen zu Schwierigkeiten, weil viele Babys die Brust aufgrund ihrer anatomischen Eigenschaften nicht richtig fassen können oder zu fest saugen. Schmerzende, wunde oder blutende Brustwarzen können die Folge sein. Abhilfe schaffen speziell entwickelte Stillhütchen, die Mütter aufsetzen können. Bei diesen handelt es sich um spezielle Vorrichtungen, die Säuglingen und Müttern ein schmerzfreies Saugen ermöglichen können. Stillhütchen in der richtigen Größe gibt es in Online-Apotheken wie Sanicare zu kaufen. Welche Größe für Sie passend ist, hängt unter anderem vom Umfang Ihrer Brustwarzen ab. Als Produkte sind sowohl Präparate aus Latex als auch Silikon erhältlich. Legen Sie das Hütchen an die Brustwarze an und führen Sie Ihr Baby vorsichtig an die neue Situation heran. Druck sollten Sie in keinem Fall ausüben. Meistens wird dem Säugling bereits beim ersten Ausprobieren das Saugen erleichtert.

Probleme mit der Milchproduktion
Zahlreiche Mütter sind darüber hinaus verunsichert, ob sie die richtige Menge an Muttermilch produzieren. Oft kommt es zu einem Überschuss, bei dem die gebildete Milchmenge die für das Baby benötigte übersteigt. Unangenehme Begleiterscheinungen sind schmerzende Brüste, Unwohlsein bis hin zum Auslaufen. Sie sollten in diesem Fall mit einer Hebamme und unterschiedliche Stillpositionen ausprobieren. Beim gegenteiligen Fall produziert der Körper zu wenig Milch. Ärzte empfehlen hier oft ein Abpumpen, um die Milchbildung der Brust anzuregen. Zugleich können Mütter auf Hausmittel wie Stilltees aus der Apotheke oder homöopathische Präparate zurückgreifen. Auch mit diesen lässt sich die Milchproduktion in vielen Fällen ankurbeln.

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