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letzte Änderung:
14.01.2017

Wechseljahre - der natürliche Weg
Wechseljahre - der natürliche Weg

 

Hormone ermöglichen die innere Wahrnehmung

Hormone sind körpereigene Substanzen, die auf das Engste mit der inneren Wahrnehmung, der Selbstwahrnehmung des Organismus verknüpft sind. Bei Schreck oder Freude, wenn Gefühle entstehen, bei Aufregung oder Anspannung, bei der Nahrungsaufnahme, die ja auch einen Kontakt mit der Außenwelt bedeutet, bei Sinneseindrücken und ihrer Verarbeitung - überall werden Hormone als Ausdruck der Selbstwahrnehmung und Selbstabgrenzung gebildet. Sie sind lebensnotwendig. Durch sie wird eine Verbindung zwischen „Wahrnehmungsprozessen“ und Körperreaktionen hergestellt. Die körperliche Entwicklung, die seelische Reife und die Fähigkeit des selbstbewussten Denkens sind immer auch mit Hormonabsonderungen verbunden.

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Die Rolle der Hormone - Die komplizierten „Kommandostrukturen“ im menschlichen Körper

Hormone sind Stoffe, die vom Körper in bestimmten Drüsen produziert werden und alle lebenswichtigen Tätigkeiten des Organismus beeinflussen und regulieren, den Stoffwechsel, das Wachstum und die Fortpflanzung. Es gibt eine Fülle verschiedener Hormone, die sich gegenseitig regulieren und steuern, jedoch an ganz verschiedenen Stellen innerhalb des Organismus gebildet werden, z.B. im Gehirn, in der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse, der Nebenniere, in der Bauchspeicheldrüse, in den Eierstöcken der Frau und den Hoden des Mannes. Aber auch andere Organe wie Nervenzellen, Nierengewebe, Muskelgewebe und embryonales Gewebe sind zur Hormonbildung fähig. Viele Drüsen sondern die von ihnen produzierten Hormone ins Blut ab, mit dem sie an die Zielorgane innerhalb des Körpers gebracht werden. Andere Hormone wirken direkt am Ort ihrer Entstehung oder werden über die Nervenbahnen transportiert. Durch den Verlust einiger Drüsenorgane durch Operation - wie zum Beispiel der Nebenniere oder Hypophyse - träte der Tod ein, würden die von ihnen produzierten Hormone nicht ersetzt werden. Andere Verluste kann der Organismus selbstständig ausgleichen, z. B. die der Eierstöcke oder der Hoden.

Veränderung des Zyklus während der Wechseljahre

Etwa mit Beginn der 40er Jahre beginnt sich der relativ konstante Rhythmus des weiblichen Zyklus zu lockern. Das Wesen der Wechseljahre besteht in dieser Lockerung und Auflösung des Menstruationsrhythmus, gefolgt von einer Zeit des Chaos und der hormonellen Schwankungen, bevor sich ein neuer Rhythmus einstellt. Dieser äußert sich nicht mehr in zyklischen Menstruationen und verläuft nach außen hin unmerklich.

Wechseljahre sind ein individueller Vorgang

Häufig verkürzt sich zunächst die erste Zyklusphase sowie die Eireifung. Der Eisprung erfolgt früher oder fällt ganz aus. Dadurch tritt auch die Regelblutung eher auf; sie ist oft auch stärker und dauert länger. Es gibt keine einheitliche Form der Veränderung. Bei jeder Frau macht sich der Beginn der Wechseljahre auf individuelle Weise bemerkbar, und auch ihr weiterer Verlauf kann sich ganz unterschiedlich gestalten. Auch der Zeitpunkt ihres Eintretens schwankt zwischen Mitte dreißig und Ende vierzig. Es können deshalb nur grundsätzliche Vorgänge aufgezeigt werden, die bei jeder Frau auf andere Weise und in unterschiedlicher Intensität auftritt.

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Das hormonelle Gleichgewicht kommt ins Wanken - Das Ende des Zyklus

Während dieser Phase der unregelmäßigen Eisprünge bilden die Eierstöcke ganz unterschiedliche Hormonmengen, teils zu wenig, oder gar kein Progesteron (Gelbkörperhormon), teils zu viel, normal viel oder zu wenig Östrogen. In der folgenden Zeit des „Chaos“ ist alles möglich: Dauerblutungen, zu seltene Blutungen, unterschiedlich starke Blutungen, lange Pausen zwischen den Blutungen und auch Phasen mit völlig normalen Menstruationszyklen. Irgendwann gegen Ende der 40er Jahre hören die Eisprünge ganz auf. Ein bis zwei Jahre später findet dann die letzte Menstruationsblutung statt. Erst wenn die Regel ein Jahr lang ausgeblieben ist, kann man davon ausgehen, daß die Menstruation beendet ist und keine Regelblutung mehr stattfinden. Der Zeitpunkt der letzten Blutung heißt Menopause. In den darauf folgenden Jahren gewinnt der Organismus ein neues hormonelles Gleichgewicht, das durch eine geringe Östrogenbildung bei mehr oder weniger gleich bleibender männlicher Hormonbildung gekennzeichnet ist.


Hormone beeinflussen sich wechselseitig

Wenn bei einer Frau zu viel männliche Hormone in den Eierstöcken produziert werden, behindert das eine reguläre Eireifung. Der Eisprung bleibt eventuell aus. Ebenso beeinflusst ein zu hoher Prolaktinwert den Eisprung. Aber auch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kann den Periodenzyklus stören. Im Zusammenhang mit den Wechseljahren verändert sich das Verhältnis der Hormone zueinander. Die im Gehirn freigesetzte Menge an Regelungshormonen steigt an, weil die Eierstöcke auf den Regelungsreiz weniger reagieren und stärker stimuliert werden müssen. Häufig wird auch mehr von dem Stresshormon Prolaktin produziert, das die Hormonbildung in den Eierstöcken drosselt. Die männlichen Hormone (Androgene) nehmen dagegen geringfügig ab, aber nicht direkt durch das Einsetzen der Wechseljahre, sondern als allgemeine Folge des Älterwerdens.


Veränderungen im Hormonhaushalt

Wie schon erwähnt, beeinflussen die Hormone alle wesentlichen Körperfunktionen, und zwar nicht
isoliert, sondern in ihrem Zusammenspiel. Man weiß heute, daß z.B. Östrogene im Zusammenhang
mit dem Knochenabbau eine entscheidende Rolle spielen. Mit abnehmender Östrogenmenge im Blut
kann eine Verstärkung der knochenabbauenden Vorgänge einhergehen. Die Östrogenabnahme stellt
aber nur einen von vielen Risikofaktoren dar, die zu einem Knochenschwund, der sogenannten
Osteoporose führen können. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine Erhöhung des Cholesterinspiegels
können hormonbedingt sein. Östrogene sind bei allen „aufbauenden“ Tätigkeiten des Organismus
beteiligt. Darin liegt ihre Aufgabe im weiblichen Organismus. Daraus abzuleiten, daß ihr Rückgang
nach den Wechseljahren die alleinige Ursache verschiedenster Erkrankungen wie Osteoporose,
Herzinfarkt usw. sei, erscheint allerdings sehr fragwürdig.

Nicht fürchte ich,
daß man mich niederträte.

Gras tritt man es nieder,
wird ein Weg.

Blaga Dimitrowa



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© Angelika Gräfin Wolffskeel, Heilpraktikerin, Eichenweg. 4, 97950 Gerchsheim,
Telefon 0 93 44/9 28880, www.graefin-wolffskeel.de, praxis@graefin-wolffskeel.de

 
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