| Praxis für Naturheilkunde und psychologische Beratung
Angelika Gräfin Wolffskeel - Heilpraktikerin
Eichenweg. 4, 97950 Gerchsheim
Lebensmitte
Wechsel-Jahre
Klimakterium
Die Hormone
Fluch oder Segen?
Wechseljahre - ein biographischer Wendepunkt
Die Probleme, die in den Wechseljahren auftauchen, sind durch unsere
Gesellschaft, unsere Lebens
- und Denkweise geprägt - kulturell bedingt durch die krasse Abwertung
des Alters bei besonderer
Minderbewertung der Frau überhaupt.
Die Wechseljahre markieren einen deutlichen Einschnitt im Lebenslauf
einer jeden Frau. Der durch
körperliche und seelische Veränderungen erzwungene Schritt in
eine neue Lebensphase stellt uns -
meist unvorbereitet - vor eine völlig neue Situation. Wir müssen
lernen, damit zu recht zu kommen.
Jugend, Gesundheit, Vitalität - bisher als etwas Selbstverständliches
erlebt - beginnen zu schwinden,
und damit oft auch ein Teil der Lebensfreude.
Jede Entwicklung bedeutet aber nicht nur Verlust, sie bringt auch Positives
und Neues. Doch das tritt
nicht von alleine in Erscheinung. Es begegnet uns zunächst in Form
einer Möglichkeit, die wahrgenommen
und verwirklicht werden will. Aus dieser Sicht können Wechseljahre
wie eine zweite Geburt erscheinen,
als eine Aufforderung, neue Erfahrungen zu machen, neue Fähigkeiten
zu entwickeln und neue Chancen zu ergreifen.
Am Alten festhalten - oder die neue Chance ergreifen?
Viele Lebenskrisen entstehen durch das Festhalten an einer alten, gewohnten
und lieb gewonnenen
Situation, aus dem Widerstand gegen unvermeidbare Veränderungen.
Gerade in solchen Situationen,
in denen man durch äußere Einflüsse familiärer oder
beruflicher Art oder durch gesundheitliche
Probleme scheinbar aus der Bahn geworfen wird, kann ein Bewusstsein für
die eigene Biographie,
ihre Besonderheiten und Gesetzmäßigkeiten reifen.
Haben Krisen einen Sinn?
Gerade in den mittleren Jahren kann man schon auf eine ganze
Reihe persönlicher Erlebnisse zurückblicken. Man hat einiges
erreicht, aber nicht immer verlief alles reibungslos. Auch Krisen und
Fehlschläge mußten überstanden und bewältigt werden.
Im Rückblick fügt sich die Vielzahl dieser Erfahrungen zu einem
Ganzen und man kann eine Art „roten Faden“ oder auch mehrere
„Fäden“ im eigenen Lebensweg entdecken. Hinter den äußeren
Ereignissen erscheinen immer deutlicher die inneren Zusammenhänge,
die dem eigenen Dasein eine besondere, unverwechselbare Prägung geben.
Mancher wird sich vielleicht fragen, ob nicht ein ganz anderer Mensch
aus ihm geworden wäre, wenn nicht dieses oder jenes vielleicht unwillkommene
Ereignis eingetreten wäre, von dem ein entscheidender Einfluss auf
die Entwicklung und Reifung der
eigenen Persönlichkeit ausging.
Gesetzmäßigkeiten in der eigenen Biographie
Gerade im Zusammenhang mit Lebenskrisen oder auch Krankheiten kann es
aufschlußreich sein, wenn
man den Zeitpunkt ihres Auftretens in einen übergeordneten Zusammenhang
zu stellen versucht. Das Leben verläuft nämlich in Rhythmen,
deren Wechsel oft mit einer Krisensituation ein hergeht. Wer die Wirksamkeit
solcher Gesetzmäßigkeiten in seinem Leben erkannt hat, kann
bewusst an seiner Biographie arbeiten, indem
er von außen gegebene Veränderungen als Herausforderungen begreift,
neue Wege zu beschreiten. Dadurch
kann der oft schmerzhafte Prozess der innerlichen Loslösung in etwas
Positives verwandelt werden.
Rhythmen in der Biographie
Das Leben verläuft nicht kontinuierlich
Körperliche Veränderungen, wie Zahnwechsel, Pubertät,
aber auch die Wechseljahre, die in einem ganz bestimmten Alter einsetzen,
lassen solche Einschnitte im Leben erkennen, die den Beginn und das Ende
bestimmter Rhythmen und Entwicklungsschritte markieren. Diese Übergänge
in eine neue Lebensphase
gehen durchaus nicht immer glatt und unbemerkt vonstatten, sondern sind
oft von körperlichen
Veränderungen und starken seelischen Turbulenzen begleitet.
Sieben Jahre - ein markanter Rhythmus im menschlichen Leben.
Für uns ist der 7-Rhythmus von besonderer Bedeutung, weil darin der
Zusammenhang zwischen
biologischen Veränderungen und der Entwicklung seelisch-geistiger
Kräfte am deutlichsten hervortritt.
Zahnwechsel bei eintretender Schulreife,
während der Pubertät beim Eintritt ins Jugendlichenalter und
beim Abschluss des Knochenwachstums in Erwachsenenalter.
Körperliche und seelisch-geistige Entwicklungen gehen Hand in Hand.
Bei einigen dieser
Entwicklungsschritte treten mehr die körperlichen Veränderungen,
bei anderen eher die seelisch-geistigen
in den Vordergrund. Immer treten sie aber gemeinsam auf, sind miteinander
verflochten oder sogar von
einander abhängig. So erklärt es sich, daß eine gestörte,
gehemmte körperliche Entwicklung unter
Umständen eine altergerechte seelisch-geistige Entwicklung behindern
kann.
Entwicklungsbedingte körperliche Beschwerden und Veränderungen
sind somit normal und sogar notwendig,
um den nächsten Entwicklungsschritt zu ermöglichen und einzuleiten.
Schon Kinder wissen dies instinktiv:
Sind sie nicht stolz auf ihre Zahnlücken, weil daran für jeden
sichtbar wird, daß sie schon in die Schule gehen? Und in der Pubertät
kämpfen die Jugendlichen mit Rundungen, Pickeln, Stimmbruch und müssen
seelische Stürme überstehen, aber alles im Bewusstsein, daß
es notwendige Prozesse sind und daß die Freiheiten des Erwachsenendaseins
errungen werden müssen.
Wechseljahre als Häutungsprozess
Auch die Wechseljahre sind ein solcher Vorgang, bei dem sich durch körperliche
Veränderungen der
nächste Entwicklungsschritt ankündigt und vollzogen werden will.
Das bedeutet keineswegs, daß es sich
um einen leichten und schnellen Prozess handelt.
Immerhin erstreckt er sich über ungefähr zwei Jahrsiebte und
ist damit der längste aller Entwicklungsschritte
- und häufig auch der mühevollste und schwierigste. Etwas zwischen
42 und 49 Jahren findet die Loslösung
und der Abschied von der vorangegangenen Phase der biologischen Fruchtbarkeit
statt. Darauf folgt bis
etwa Mitte Fünfzig der Erringung eines neuen Gleichgewichts innerhalb
des Organismus. Was von vielen Frauen als unwiederbringlicher Verlust
empfunden wird, beinhaltet eigentlich eine neue Art von Freiheit:
die Unabhängigkeit vom Fruchtbarkeitszyklus mit allen seinen Beeinträchtigungen
und Schwankungen im körperlichen und seelischen Wohlbefinden.
Die neu gewonnene Freiheit nutzen
Die Wechseljahre stellen eine Aufbruchssituation dar, eine Chance für
die Entwicklung der eigenen Individualität und Persönlichkeit.
Nimmt man ihren Beginn mit etwa 42 Jahren an, so ist damit eine Entwicklungsstufe
erreicht, auf der die körperliche und seelische Entwicklung abgeschlossen
ist oder
in den Hintergrund tritt.
Ein Neubeginn muß gewagt werden. Nur wenn es nicht gelingt, die
persönliche Entwicklung auf geistigem Gebiet fortzusetzen, werden
ausschließlich die negativen Seiten der Wechseljahre wahrgenommen:
Die
langsam beginnenden körperlichen Abbauprozesse treten in den Vordergrund
und das Gefühl seelischer Verarmung kann aufkommen.
Geistig Jungbleiben ist keine Frage des Alters
Die Wechseljahre sind ein natürlicher biologischer Vorgang und eine
notwendige Voraussetzung für
weitere Lebensstufen. Es ist wichtig, dies auch bei der Beschäftigung
mit den unangenehmen Seiten der Wechseljahre im Bewußtsein zu haben.
Im Unterschied zur Pubertät, bei der man sich in der aufsteigenden
Kräftephase befindet, beginnen die Wechseljahre in der abnehmenden
Kräftephase des zweiten Lebensabschnitts. Deshalb werden natürlich
beide W e c h s e l als grundverschieden empfunden und
sind von einem völlig anderem Lebensgefühl begleitet. Wir gehen
als reife Menschen, als reife Frauen
in die Wechseljahre und wir bestimmen unsere nächsten Entwicklungsschritte
selbst - deshalb sind heute Slogans wie „selbst-bewusst“ oder
„selbst-bestimmt“ in die Wechseljahre völlig berechtigt.
Wechseljahre als Abschied
Wechseljahre als Abschied beinhalten vieles:
- Abschied von der Fruchtbarkeit und der Möglichkeit Kinder zu gebären,
- Abschied vom jugendlichen Aussehen,
- Abschied von den heranwachsenden Kindern
„Abschied“ kommt von „Abscheiden“, der Trennung
gemischter Substanzen in die unterschiedlichen Bestandteile, die nun alle
einen höheren Reinheitsgrad aufweisen. So gesehen muß Abschied
nicht
unbedingt nur mit einem Verlust verbunden sein, sondern kann auch als
Durchbruch zu größerer Klarheit verstanden werden - als eine
Möglichkeit, mit sich selbst „ins Reine“ zu kommen. Doch
welche „Abscheide“-Prozesse finden statt, die diese Veränderungen
hervorrufen?
Was geschieht in den Wechseljahren mit dem eigenen Körper?
In Kulturen in denen dem Alter höchste Achtung seitens der Gesellschaft
entgegengebracht wird und
in denen die Frauen durch die zunehmenden Jahre an Einfluß gewinnen,
gibt es so etwas wie Wechseljahrbeschwerden nicht.
Sei allem Abschied voran,
als wäre er hinter dir,
wie der Winter,
der eben geht.
Rainer Maria Rilke
Hormone ermöglichen die innere Wahrnehmung
Hormone sind körpereigene Substanzen, die auf das Engste mit der
inneren Wahrnehmung,
der Selbstwahrnehmung des Organismus verknüpft sind.
Bei Schreck oder Freude, wenn Gefühle entstehen, bei Aufregung oder
Anspannung, bei der
Nahrungsaufnahme, die ja auch einen Kontakt mit der Außenwelt bedeutet,
bei Sinneseindrücken
und ihrer Verarbeitung - überall werden Hormone als Ausdruck der
Selbstwahrnehmung und
Selbstabgrenzung gebildet. Sie sind lebensnotwendig. Durch sie wird eine
Verbindung zwischen „Wahrnehmungsprozessen“ und Körperreaktionen
hergestellt. Die körperliche Entwicklung,
die seelische Reife und die Fähigkeit des selbstbewussten Denkens
sind immer auch mit
Hormonabsonderungen verbunden.
Die Rolle der Hormone -
Die komplizierten „Kommandostrukturen“ im menschlichen Körper
Hormone sind Stoffe, die vom Körper in bestimmten Drüsen produziert
werden und alle lebenswichtigen Tätigkeiten des Organismus beeinflussen
und regulieren, den Stoffwechsel, das Wachstum und die Fortpflanzung.
Es gibt eine Fülle verschiedener Hormone, die sich gegenseitig regulieren
und steuern,
jedoch an ganz verschiedenen Stellen innerhalb des Organismus gebildet
werden, z.B. im Gehirn, in der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse,
der Nebenniere, in der Bauchspeicheldrüse, in den Eierstöcken
der
Frau und den Hoden des Mannes. Aber auch andere Organe wie Nervenzellen,
Nierengewebe,
Muskelgewebe und embryonales Gewebe sind zur Hormonbildung fähig.
Viele Drüsen sondern
die von ihnen produzierten Hormone ins Blut ab, mit dem sie an die Zielorgane
innerhalb des
Körpers gebracht werden. Andere Hormone wirken direkt am Ort ihrer
Entstehung oder werden
über die Nervenbahnen transportiert. Durch den Verlust einiger Drüsenorgane
durch Operation
- wie zum Beispiel der Nebenniere oder Hypophyse - träte der Tod
ein, würden die von ihnen
produzierten Hormone nicht ersetzt werden. Andere Verluste kann der Organismus
selbstständig
ausgleichen, z. B. die der Eierstöcke oder der Hoden.
Veränderung des Zyklus während der Wechseljahre
Etwa mit Beginn der 40er Jahre beginnt sich der relativ konstante Rhythmus
des weiblichen Zyklus
zu lockern. Das Wesen der Wechseljahre besteht in dieser Lockerung und
Auflösung des Menstruationsrhythmus, gefolgt von einer Zeit des Chaos
und der hormonellen Schwankungen,
bevor sich ein neuer Rhythmus einstellt. Dieser äußert sich
nicht mehr in zyklischen Menstruationen
und verläuft nach außen hin unmerklich.
Wechseljahre sind ein individueller Vorgang
Häufig verkürzt sich zunächst die erste Zyklusphase sowie
die Eireifung. Der Eisprung erfolgt früher
oder fällt ganz aus. Dadurch tritt auch die Regelblutung eher auf;
sie ist oft auch stärker und dauert länger.
Es gibt keine einheitliche Form der Veränderung. Bei jeder Frau macht
sich der Beginn der Wechseljahre
auf individuelle Weise bemerkbar, und auch ihr weiterer Verlauf kann sich
ganz unterschiedlich gestalten.
Auch der Zeitpunkt ihres Eintretens schwankt zwischen Mitte dreißig
und Ende vierzig. Es können deshalb
nur grundsätzliche Vorgänge aufgezeigt werden, die bei jeder
Frau auf andere Weise und in unterschiedlicher Intensität auftritt.
Büchertipp:
Feuerroter
Wandel
Das hormonelle Gleichgewicht kommt ins Wanken
Das Ende des Zyklus
Während dieser Phase der unregelmäßigen Eisprünge
bilden die Eierstöcke ganz unterschiedliche Hormonmengen, teils zu
wenig, oder gar kein Progesteron (Gelbkörperhormon), teils zu viel,
normal
viel oder zu wenig Östrogen. In der folgenden Zeit des „Chaos“
ist alles möglich:
Dauerblutungen, zu seltene Blutungen, unterschiedlich starke Blutungen,
lange Pausen zwischen den
Blutungen und auch Phasen mit völlig normalen Menstruationszyklen.
Irgendwann gegen Ende der
40er Jahre hören die Eisprünge ganz auf. Ein bis zwei Jahre
später findet dann die letzte
Menstruationsblutung statt. Erst wenn die Regel ein Jahr lang ausgeblieben
ist, kann man davon
ausgehen, daß die Menstruation beendet ist und keine Regelblutung
mehr stattfinden. Der Zeitpunkt
der letzten Blutung heißt Menopause. In den darauf folgenden Jahren
gewinnt der Organismus ein neues hormonelles Gleichgewicht, das durch
eine geringe Östrogenbildung bei mehr oder weniger gleich
bleibender männlicher Hormonbildung gekennzeichnet ist.
Hormone beeinflussen sich wechselseitig
Wenn bei einer Frau zu viel männliche Hormone in den Eierstöcken
produziert werden, behindert
das eine reguläre Eireifung. Der Eisprung bleibt eventuell aus. Ebenso
beeinflusst ein zu hoher
Prolaktinwert den Eisprung. Aber auch eine Über- oder Unterfunktion
der Schilddrüse kann den
Periodenzyklus stören. Im Zusammenhang mit den Wechseljahren verändert
sich das Verhältnis
der Hormone zueinander. Die im Gehirn freigesetzte Menge an Regelungshormonen
steigt an, weil
die Eierstöcke auf den Regelungsreiz weniger reagieren und stärker
stimuliert werden müssen.
Häufig wird auch mehr von dem Stresshormon Prolaktin produziert,
das die Hormonbildung in
den Eierstöcken drosselt. Die männlichen Hormone (Androgene)
nehmen dagegen geringfügig ab,
aber nicht direkt durch das Einsetzen der Wechseljahre, sondern als allgemeine
Folge
des Älterwerdens.
Veränderungen im Hormonhaushalt
Wie schon erwähnt, beeinflussen die Hormone alle wesentlichen Körperfunktionen,
und zwar nicht
isoliert, sondern in ihrem Zusammenspiel. Man weiß heute, daß
z.B. Östrogene im Zusammenhang
mit dem Knochenabbau eine entscheidende Rolle spielen. Mit abnehmender
Östrogenmenge im Blut
kann eine Verstärkung der knochenabbauenden Vorgänge einhergehen.
Die Östrogenabnahme stellt
aber nur einen von vielen Risikofaktoren dar, die zu einem Knochenschwund,
der sogenannten
Osteoporose führen können. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine
Erhöhung des Cholesterinspiegels
können hormonbedingt sein. Östrogene sind bei allen „aufbauenden“
Tätigkeiten des Organismus
beteiligt. Darin liegt ihre Aufgabe im weiblichen Organismus. Daraus abzuleiten,
daß ihr Rückgang
nach den Wechseljahren die alleinige Ursache verschiedenster Erkrankungen
wie Osteoporose,
Herzinfarkt usw. sei, erscheint allerdings sehr fragwürdig.
Nicht fürchte ich,
daß man mich niederträte.
Gras tritt man es nieder,
wird ein Weg.
Blaga Dimitrowa
Allgemeine Beschwerden und ihre Linderung
Mit den Wechseljahren beginnt eine neue körperliche und seelisch-geistige
Entwicklung, die
tief in organische Prozesse eingreift. So ist es ganz natürlich,
daß es zu einer Beeinträchtigung
des Wohlbefindens kommen kann, bevor Körper und Seele ein neues Gleichgewicht
gefunden
haben. Viele Frauen fühlen sich durch diese Veränderung kaum
beeinträchtigt, während andere
erheblich darunter leiden. Wie Sie ihnen mit einfachen Mitteln vorbeugen
und sich selbst Linderung
verschaffen können soll Ihnen das folgende zeigen.
W e c h s e l j a h r e
Biochemie nach Dr. Schüssler
Allgemeine Übersicht über die Salze
Mineralstoff Spezieller Bedarf Stück / Tag
Calcium fluoratum - Nr. 1 Erhaltung der Elastizität 5
Calcium phos. - Nr. 2 Entspannung der Muskeln 10
Knochenaufbau
Ferrum phos. - Nr. 3 Durchblutungsförderung 7
Kalium chlor.- Nr. 4 Drüsenhaushalt 7
Kalium phos. - Nr. 5 Energie 7
Kalium sulf. - Nr. 6 Sauerstoffversorgung der Zelle 7
Magnesium phos. -Nr. 7 Herz, Nerven, Drüsen, 10
Verdauungsapparat,
vegetatives Nervensystem
Natrium chlor. - Nr. 8 Flüssigkeitshaushalt 10
Schleimhäute
Natrium phos. - Nr. 9 Abbau der anfallenden Säuren 7
Fettstoffhaushalt
Natrium phos. - Nr. 10 Entschlackung 10
Silicea - Nr. 11 Nerven 7
Calcium sulf. - Nr. 12 Eiweißabbau 7
Verstärkte Regelblutung
Calcium fluor. - Nr. 1 10 Stck / Tag
Calcium phos. - Nr. 2 10 Stck / Tag
Natrium sulf. Nr. 10 10 Stck / Tag
Förderung bzw. Regulierung des Hormonhaushaltes
Calcium flour. - Nr. 1 7 Stck / Tag
Calcium phos. - Nr. 2 10 Stck / Tag
Kalium chlor. - Nr. 4 7 Stck / Tag
Kalium phos. - Nr. 5 7 Stck / Tag
Magnesium phos. - Nr. 7 „Heiße 7“
Natrium chlor. - Nr. 8 7 Stck/Tag
Silicea - Nr. 11 5 Stck/Tag
Depressive Stimmungen
Calcium phos. - Nr. 2 Reduzierung d. existentiellen Angst 7 Stck/Tag
Kalium phos. - Nr. 5 Aufbau von Energie 10 Stck/Tag
Magnesium phos. Nr. 7 Verminderung der unterschwelligen
Spannung 7 Stck/Tag
Natrium chlor. - Nr. 8 Ausgleich im emotionalen Haushalt 10 Stck/Tag
Silicea - Nr. 11 Stärkung der Nerven 7 Stck/Tag
Kalium jodatum - Nr, 15 Unterstützung der Schilddrüse
Entlastung des Gemüts 7 Stck/Tag
Calcium carbonicum - Nr. 22 Stärkung ganz von innen 10 Stck/Tag
Hitzewallungen
Calcium phos. Nr. 2 Angst, Spannung, Energieverlust 10 Stck/Tag
Ferrum phos. - Nr. 3 Abbau d. inneren Reibung 20 Stck /Tag
Magnesium phos. - Nr. 7 Abbau d. inneren Spannung 3 x „heiße
7“
Natrium chlor. - Nr. 8 Wärmehaushalt 20 Stck/Tag
Kalium jod. - Nr. 15 Abbau d. inneren Unruhe 7 Stck/Tag
Osteoporose
Calcium fluor. - Nr. 1 Oberfläche u. Härte d. Knochen 7 Stck/Tag
Calcium phos. - Nr. 2 Aufbau d. inneren Struktur d. Knochen 20 Stck/Tag
Ferrum phos. - Nr. 3 Durchblutung d. Knochen 7 Stck/Tag
Kalium phos. - Nr. 5 Aufbau v. Gewebe 7 Stck/Tag
Magnesium phos. - Nr. 7 Entspannung „heiße 7“
Natrium phos.- Nr. 9 Abbau v. Säure 10 Stck/Tag
Silicea - Nr. 11 Knochenaufbau 7 Stck/Tag
Kalium jod. - Nr. 15 Verringerung d. inneren Unruhe 7 Stck/Tag
Calcium carb. - Nr. 22 Härteste Schicht d. Knochen 7 Stck/Tag
bei Knorpelproblemen
noch zusätzlich die Nr. 8 nehmen
Trockene Schleimhäute
Natrium chlor. - Nr. 8
Neben der reichlichen Einnahme von Nr. 8 - viertelstündlich bis halbstündlich,
sollten vor allem Getränke gemieden werden, die der Körper verdünnen
muß. Wie
Kaffee, Coca Cola, Tee, Bier, Wein, Säfte usw.
Calcium flour. D 12 - Nr. 1
Innere Unruhe, ängstlich, depressive Verstimmung
Furcht das Tagespensum nicht zu schaffen
Blasenschwäche: Harnträufeln tagsüber
Häufiger oder plötzlicher Harndrang
Bettnässen wegen Erschlaffung des Blasenschließmuskels
Bei Männern
Libido erloschen
Bei Frauen
Menstruation verstärkt
Milchiger Ausfluß, gelegentlich stärkerer Ausfluß von
gelbmilchiger Beschaffenheit
Knoten in den Brustdrüsen - steinhart
Calcium phos. D 6 - Nr. 2
Ängstlich, Fruchtsam, schreckhaft, Vergeßlichkeit, Nachlassen
der gedanklichen Schärfe, mürrisch
Es besteht häufiger Drang zum Urinieren
Der Harn enthält Eiweiß (Albuminurie)
Dysmenorrhoe, Amenorrhoe bei Anämie
Eiweißartiger Fluor (besonders morgens)
Uterusverlagerung oder Prolaps
Libido oft anomal vermehrt oder vermindert
Ferrum phos. D 12 - Nr. 3
Nervös, überempfindlich, unfähig Gedanken zu sammeln,
ängstlich Gedächtnisschwäche für Namen und Tatsachen
usw.
Unwillkürlicher Harnabgang bei geschwächten Menschen -evt.
schon beim Gehen
Reizung der Harnröhre
Menstruation schmerzhaft
Neuralgie der Brustdrüsen, schlimmer von Berührung
Hitzewallungen der Frauen in den Wechseljahren
Kalium chlor. D 6 - Nr. 4
Träge, antriebslos, entschlußunfähig, bequem, stupid
Neigung zu chronischen Nieren- und Blasenentzündungen
Menstruation zu spät
Absonderung von milchig-weißem Schleim, nicht reizend
Chronische und subchronische Entzündung der Brustdrüsen
Anschwellung der Achsellymphknoten
Kalium phos. D 6 - Nr. 5
Nervenschwäche, geistige Abgespanntheit, Mutlosigkeit, ängstlich,
furchtsam ohne Grund,
melancholisch oder hypochondrisch, Gedächtnisschwäche
Harnverhalten oder willkürliches Harnverhalten als Symptom einer
örtlichen nervlichen
Schwäche
Lähmung des Blasenschließmuskels
Nervöse Reizblase
Starke Regelkrämpfe
Regel zu spät oder zu früh
Zwischenblutungen
Chronische und subchronische Entzündungen der Brustdrüsen
Anschwellung der Achsellymphknoten
Bei Männern
Große Erschöpfung nach Samenverlust (Geschlechtsverkehr)
Nächtlicher Samenverlust
Geschlechtsnervenschwäche infolge übermäßiger geschlechtlicher
Aufregung
Kalium sulf. D 6 - Nr. 6
Überempfindlich gegen Geräusche, Gerüche, Licht usw.
Weinerlich, ängstlich, traurig, depressiv, Schwarzseher, lufthungrig,
„Katzenjammer-Mittel“
Weißfluß der Frauen
Zu späte, spärliche Menstruation
Magnesium phos. D 6 - Nr. 7
Ängstlich, depressiv, mißmutig, ungeduldig, hastig, Geist
ermüdet leicht
Knoten in der Brust (Verkäsung nach Fehlgeburten oder Abrasio) siehe
auch Nr. 1
und Nr. 4
Harnstau in Folge von Verkrampfungen des Blasenschließmuskels
Schmerzhafter Harndrang
Unaufhörlicher Harndrang
Bei Frauen
Krampfschmerzen in Verbindung mit der Menstruation
Regel verfrüht, oft um 1 Woche
Kolikartige Schmerzen vor der Menstruation
Besserung bei Einsetzen der Menstruation
Schwellungen und Schmerzen der äußeren Genitalien
Scheidenkrampf
Harte Knoten in der Brust - siehe auch Nr. 1 und Nr. 4
Bei Männern
Starke Steigerung des sexuellen Verlangens
Natrium chloratum D 6 - Nr. 8
Vegetativ labil
Lebensüberdruß
Angst vor der Zukunft
Stimmungslabiltät
Depression gegen Ende der Regelblutung
Unfreiwilliger Harnabgang beim Husten, Gehen, Lachen oder bei Schmerzen
Brennen in der Harnröhre
Bei Frauen
Regel zu spät und zu spärlich
Trockenheit der Scheide
Abneigung gegen Geschlechtsverkehr
Bei Männern
Libido vermindert (gelegentlich auch gesteigert)
Unfreiwilliger Samenabgang
Nachhaltige Verstimmung nach Geschlechtsverkehr
Natrium phos. D 6 - Nr. 9
Ungeduldig, nervös, gereizt, streitsüchtig, mißmutig,
gedrückt, ängstlich,
leicht aufbrausend, hart und grob gegen Personen - in der Familie -
Entzündliche Blasen und Nierenleiden
Harn scharf, dunkel, wundmachend - Geruch sauer
Bei Frauen
Gelbrahmiger Ausfluß
Brustdrüsenentzündung
Bei Männern
Sexuelle Erregung bei gleichzeitiger Errektionsschwäche
Natrium sulf. D 6 - Nr. 10
Lebensüberdruß
Neigung zu Selbstmord
Reizbar, niedergeschlagen, trübsinnig, schweigsam, mißlaunig,
verstimmt
Bettnässen
Blasenentzündung
Menstruation scharf und reichlich
Silicea D 12 - Nr. 11
Lebenskraft geschwächt, mangelndes Selbstvertrauen, ängstlich,
schreckhaft,
nachgiebig, unentschlossen, weinerlich, unzufrieden, kann sich zu Lebensüberdruß
steigern
Neigung zu Anschwellung und Verhärtungen von Drüsen
Empfindlich gegen Berührung an den Drüsen
Brennende Schmerzen in der Harnröhre beim Wasserlassen
Zerschlagenheit nach Geschlechtsverkehr
Bei Frauen
Wässriger, wundmachender, übelriechender Ausfluß
Schmerzhafte Brustwarzen
Bei Männern
Schmerzhafte Errektion morgens vor dem Aufstehen
Zerschlagenheit am ganzen Körper nach Geschlechtsverkehr
Calcium sulf. D 6 - Nr. 12
Menstruation spät, langanhaltend, verbunden mit Kopfschmerzen und
großer
Schwäche
Anmerkung:
Die Biochemischen Funktionsmittel müssen ganz regelmäßig,
mindestens 3 - 4 Monate
lang eingesetzt werden. Sie können dann versuchsweise unterbrochen
werden,
sollten aber sofort wieder aufgenommen werden, sobald sich erneut Beschwerden
zeigen.
Dosis des Einnehmens bei akutem Auftreten:
Abwechselnd das jeweilige Mittel alle ¼ Std. eine Dosis
( 2 Tab. oder einige Schlucke der Magn. phos. Lösung)
Tab. werden immer gelutscht. (Geschluckt sind sie wertlos)
Als „heiße 7“!
Es werden jeweils 10 Tab. von der Nr. 7 mit kochendem Wasser aufgelöst,
mit Plastiklöffel rühren, auf Mundtemperatur kauend trinken.
(Menge des Wassers - Kaffeetassenboden sollte bedeckt sein -)
Alle Funktionsmittel können auf diese Weise verabreicht werden.
Sind dann noch effektiver in der Wirkung.
Büchertipp:
Mit
Schüßlersalzen durch die Wechseljahre
Bei länger anhaltenden Beschwerden bitte Ihren Arzt/in oder Heilpraktiker/in
aufsuchen.
Homöopathie
Vorsicht! Bei mangelnder Kenntnis sind Eigenversuche nur mit niedrigen
Potenzen
(z.B. D 6 oder D 12) und nur über 3 - 4 Tage je 3 mal täglich
3 Globuli sinnvoll.
Sonst unbedingt fachliche Beratung hinzuziehen.
Cimicifuga D 12 - Silberkerze / Wanzenkraut
Reizbarkeit
lindert Kopfschmerzen
Herzklopfen
Gereiztheit
Unruhe, Angst und depressive Verstimmung
Es hilft auch wenn die Monatsblutungen unregelmäßig werden
Chamomilla D 12 - Kamille
Wirkt harmonisierend auf das Seelenleben, vor allem, wenn sie schnell
gereizt
und zornig sind. Auch bei innerer Unruhe und Nervosität
Pulsatilla D 12 - Küchenschelle - als Frauenmittel bekannt
Hilft sehr gut bei starken Stimmungsschwankungen, wenn sie schnell
überempfindlich reagieren, ohne ersichtlichen Grund in Tränen
ausbrechen
und ihnen alles als dunkle Wolke erscheint; wenn sie sich unverstanden
fühlen
und viel Zuwendung und Mitgefühl brauchen.
Sanguinaria canadensis D 12 - Blutwurzel -
Hilft bei Hitzewallungen, vor allem wenn sie unter erhöhtem Blutandrang
zum Kopf leiden,
verbunden mit Kopfschmerzen oder Migräne, Schwindel, Schwitzen
oder Kälteschauern sowie nervösen Herzbeschwerden. Hitze am
Hals
und im Gesicht, Trockenheit der Haut und Schleimhäute
Acidum sulfuricum D 12 - Schwefelsäure -
Hilft bei Hitzewallungen mit starkem Schwitzen und nervösen Herzbeschwerden,
vor allem dann, wenn sie sich gleichzeitig schwach und depressiv gestimmt
fühlen.
Ignatia D 12 - Iganzbohne-
Wird angewendet, wenn sie an starken Stimmungsschwankugen, depressiven
Verstimmungen, Nervosität und Weinerlichkeit leiden, dabei empfindlich
auf Kälte
reagieren und zu Kopfschmerzen und Migräne neigen.
Sepia D 12 - Tintenfisch -
Frieren trotz häufiger Hitzewallungen, Schwitzen nach geringster
Anstrengung,
Verschlechterung gegen Abend, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr Hitze
geht
vom Becken aus, Schweiß und Schwächegefühl, Senkungsgefühl,
unregelmäßige
Monatsblutungen, Angstgefühl und depressive Verstimmungen
Lachesis D 12 - Buschmeister-
Allgemeines Unwohlsein, Hämorrhoiden, Schwindel, Herzklopfen, Kopfschmerzen,
kinderreiche Frauen, heißer Kopf, kalte Füße, Verschlechterung
nach dem Schlafen,
Hitze vor allem nachts.
Phosphorus D 12 - Phosphor -
Hilft bei Neigungen zu Schlafstörungen, wenn sie ohne erkennbaren
Grund ausgelaugt
und erschöpft fühlen, dabei gereizt und ängstlich sind.
Auch hormonell bedingte
Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und Herzklopfen.
Hitzewellen
Lachesis, Graphites, Kalium bichromicum, Lycopodium, Sulfur acidum
Herzklopfen
Lachesis, Tabacum
Allgemeine Erkrankungen
Cimicifuga, Sanguinaria, Argentum nitricum, Sepia, Pulsatilla, Gelsemium,
Phosphor, Selnium
Heilkräuterbehandlung
Selbstverständlich muß auch die Kräuterkur über
mehrere Monate angewendet werden.
Heilkräuter
mit Östrogenartiger Wirkung:
Cimicifuga - Schlangenkraut
Mönchspfeffer - Agnus castus
Hopfen - Humulus lupulus
Rosmarin - Rosmarinus officinalis
Frauenmantel - Alchemilla vulgaris
krampflösend, Gebärmutterstärkend, bei Antriebsmangel,
Reizbarkeit und
depressiven Verstimmungen, verminderte sexuelle Lust, Trockenheit der
Scheide,
Harninkontinenz, Stuhlverstopfung
Frauenmantel - Tee
2 Teel. Frauenmantelblätter mit ¼ l kaltem Wasser kurz aufkochen,
10 - 15 Min. ziehen lassen, abseihen, bei Bedarf täglich 1 - 3 Tassen
Tee
- ungesüßt -
Sternwurzel - Aletris farinosa
Sie stärkt allerdings erst nach längerer Behandlungsdauer das
Bindegwebe.
Hilft bei Beckenbodenschwäche und Harninkontinenz.
Mönchspfeffer - Agnus Castus
Hilft bei Menstruationsstörungen in der Prämenopause.
Türkischer Rhabarber - Rheum rhaponticum
Zur Regulierung der Menstruation in der Prämenopause. Hilft die Rückbildung
der
Genitalorgane aufzuhalten.
Melisse - Melissa officinalis
Aus den Blättern wird ein Tee zubereitet, der allgemein stärkend,
beruhigend und
krampflösend wirkt. Er befeuchtet die Schleimhäute. Hilft bei
Schlafstörungen, Gereiztheit
und Nervosität.
Melissen-Tee
3 Teelöffel Melissenblätter mit ¼ l kochendem Wasser
übergießen, abseihen,
kurmäßig über 6 - 8 Wochen 3 Tassen täglich trinken.
Bei Bedarf mit Honig süßen
- Diabetiker nicht süßen.
Weißdorn - Crataegus monogyna
Hilft bei Herzklopfen, zur Regulierung von hohem Blutdruck, als mildes
Beruhigungsmittel.
Auch bei Schlafstörungen, Herzjagen, Schwindelgefühl und Hitzewallungen.
Weißdorn Tee
2 Teelöffel Weißdornblüten mit ¼ l kochendem Wasser
übergießen, 10 Min. ziehen lassen,
abseihen, kurmäßig über 6 - 8 Wochen täglich 2 Tassen
trinken.
Eventuell gesüßt mit Honig. Diabetiker nicht süßen.
Salbei - Salvia officinalis
Hitzewallungen mit nächtlichen Schweißausbrüchen.
Salbei Tee
3 (bei empfindlichem Magen 2) gehäufte Teelöffel Salbeiblätter
mit ¼ ltr.
kochendem Wasser übergeißen, 15 Min. ziehen lassen, abseihen,
kurmäßig
über 3 - 4 Wochen 2 Tassen Tee ungesüßt und sehr warm
trinken.
Baldrian -Valeriana officinalis
Wirkt beruhigend und ausgleichend. Bei Schlaflosigkeit, innerer Unruhe
und
nervösem Herzklopfen.
Baldrian Tee
2 Teelöffel Baldrianwurzel mit ¼ l kaltem Wasser übergießen,
10 - 12 Stunden ziehen lassen, umrühren und abseihen, bei Bedarf
oder
kurmäßig über 6 - 8 Woche täglich 2 - 3 Tassen trinken.
Bei Bedarf süßen. Diabetiker nicht süßen.
Hopfen - Humulus lupulus
Hopfenzapfen und - blüten sind als sanft wirkendes Beruhigungsmittel
bekannt.
Baldrian und Hopfen werden oft in Teezubereitungen kombiniert. Östrogenähnliche
Wirkung, wirkt deshalb ausgleichend auf Wechseljahrbeschwerden. Harmonisierende
Wirkung, gegen Nervosität, gegen depressive Verstimmungen und angezeigt
bei
Schlafstörungen.
Hopfen Tee
2 Teelöffel Hopfenblüten mit ¼ l kochendem Wasser übergießen,
15 Min. ziehen lassen,
abseihen, bei Bedarf täglich 2 Tassen ungesüßt trinken.
Als Schalftrunk:
½ Std. vor dem Schlafengehen 1 Tasse Tee mit 1 Teel. Honig. Diabetiker
nicht süßen.
Rosmarin - Rosmarinus officinalis
Wirkt als anregendes Tonikum vor allem auf Kreislauf, Nerven und Galle.
Östrogenähnliche Wirkung. Menstruationsstörungen in der
Prämenopause,
Nervosität, niedriger Blutdruck, allgemeine Abgeschlagenheit.
Rosmarin-Tee
1 Teelöffel Rosmarinblätter mit ¼ l kaltem Wasser kurz
aufkochen, abseihen,
bei Bedarf morgens und mittags je 1 Tasse Tee ungesüßt trinken.
Steinklee - Melilotus officinalis
Bei Gefäßschwäche sowie bei arteriellen und venösen
Druchblutungsstörungen.
Wirkt krampflösend und beruhigend, bei Nervosität, bei Harnwegsinfekten.
Steinklee Tee
1 - 2 Teelöffel Steinkleekraut mit ¼ l kochendem Wasser übergießen,
10 Minuten ziehen lassen, abseihen, bei Bedarf 2 - 3 Tassen Tee- ungesüßt.
Johanniskraut - Hypericum perforatum
Gegen Unruhe und depressiver Verstimmung Bitte beachten:
Johanniskraut erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut.
Deshalb während der Anwendung die pralle Sonne, Höhensonne
oder Solarium meiden.
Johanniskraut Tee
1 - 2 Teelöffel mit ¼ l kaltem Wasser übergießen,
kurz aufkochen, 3 Min. ziehen lassen
, abseihen und kurmäßig über 4 - 6 Wochen täglich
2 - 3 Tassen Tee - ungesüßt.
Herzgespann - Leonurus Cardiaca
Bei Hitzewallungen, Herzklopfen, nervöse Unruhe, depressive Verstimmung,
bei Schlaflosigkeit.
Herzgespann Tee
2 Teelöffel Herzgespannkraut mit ¼ lt kochendem Wasser übergießen,
10 Minuten ziehen lassen, abseihen, bei Bedarf oder kurmäßig
2 - 4 Wochen
täglich 2 - 3 Tassen ungesüßt.
Teemischungen
Mischung 1
Mischung aus 20 g Hopfenzapfen, 20 g Melisse, 10 g Baldrian
Hilft bei Nervosität, Gereiztheit, beruhigt und fördert den
Schlaf.
Zubereitung:
2 gehäufte Teelöffel der Mischung mit ¼ l lauwarmen Wasser
übergießen,
5 Std. zugedeckt ziehen lassen, abseihen, auf Trinktemperatur erwärmen,
bei Bedarf täglich 2 Tassen, ungesüßt.
Als Schlaftrunk
½ Std. vor dem Schlafengehen 1 Tasse mit 1 Teelöffel Honig.
Diabetiker ungesüßt.
Mischung 2
Mischung aus 20 g Johanniskraut, 20 g Melisse, 20 g Hopfenzapfen
Hilft gegen depressive Verstimmungen
Zubereitung:
2 gehäufte Teelöffel der Mischung mit ¼ l kochendem Wasser
übergießen,
10 Minuten ziehen lassen, abseihen, kurmäßig über 6 Wochen
täglich morgens
und mittags je 1 Tasse - ungesüßt
Büchertipp:
Frauenheilpflanzen
Mischung 3
20 g Herzgespann, 15 g Johanniskraut, 10 g Weißdorn, 10 g Melisse,
5 g Baldrian
Hilft gegen Hitzewallungen mit starkem Herzklopfen
Zubereitung:
2 Teelöffel der Mischung mit ¼ l kochendem Wasser übergießen,
5 Min. ziehen lassen, abseihen, bei Bedarf täglich 2 - 3 Tassen Tee
- ungesüßt
Allgemeine Maßnahmen
Ernährung
Essen Sie Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau. Tierisches
Eiweiß gehört nur noch selten auf den Tisch. Meiden Sie tierisches
Eiweiß nach 15.00 Uhr. (Organzeit) Fisch ist zwar empfehlenswert,
aber nur als Frischfisch. Bitte bedenken, daß Fisch oft durch die
Gewässer belastet ist.
Essen Sie viel Obst - einheimisches - nicht nach 15.00 Uhr als rohes Obst
- säuert stark und kühlt aus - das gleiche gilt für Rohkost
oder frische Salate. Meiden Sie Orangen, Mandarinen, Clementinen, Grapefruit
- diese säuern stark und kühlen die Leber aus. Essen Sie viel
frisches Gemüse -gedünstet-, Kartoffeln, vollwertiges Getreide
- geschrotet - falls Sie es vertragen, milchsauer vergorenes wie Sauerkraut,
gekeimte Hülsenfrüchte, haben viel Eiweiß. Das sind basische
Lebensmittel, diese sind wichtig für Knochen und das Herz-Kreislauf-System.
Dazu viel Soja - nicht genmanipuliert - Nüsse - in geringen Mengen,
wegen hohem Fettgehalt und Kalorien.
Kalt gepreßte Öle, insbesondere Leinöl und Weizenkeimöl.
Ghee. Viel trinken, 2 - 3 l, möglichst abgekochtes, warmes Wasser
bzw. dünne Kräutertees, geringe Mengen Früchtetee. Meiden
Sie Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol - entzieht dem Körper Wasser und
verhindert viele Resorptionsvorgänge im Körper. Außerdem
stören sie den Knochenstoffwechsel.
Coca Cola enthält viel Phosphor und entkalkt deshalb die Knochen.
(Kalziumräuber) Meiden Sie Salz und Lebensmittel mit hohem Salzgehalt.
Salz bindet Wasser im Körper, was zu Bluthochdruck und Ödemen
führen kann. Ersetzen Sie Salz durch frische Kräuter und andere
Gewürze. Bereiten Sie ihre Mahlzeiten immer möglichst frisch
und schonend zu, um möglichst die wertvollen Nährstoffe zu erhalten.
Meiden Sie lange Warmhaltezeiten. Essen Sie über den Tag verteilt
lieber mehrere kleine Mahlzeiten als
drei große. Lassen Sie, auch wenn Sie abnehmen wollen, keine Mahlzeit
ausfallen, denn Sie brauchen die Nährstoffe. Essen Sie nicht über
Ihr Hungergefühl hinaus.
Gönnen Sie sich Ihr Essen in Ruhe und ohne Hektik. Auch die Augen
essen mit. Decken Sie sich den Tisch
für sich ebenso schön, wie Sie es tun, wenn Sie Freunde bewirten.
Genießen Sie Ihr Essen!
Als Nahrungsergänzung eignen sich:
Nachtkerzenöl, Borretschöl und Fischöl
Bieten einen hohen Schutz für die Gefäße.
Östrogenähnlich wirkt auch neben Soja ein Rhabarberextrakt
oder eine Tinktur aus
schwarzer Johannisbeere und Gelee Royale.
Vitamin E hat eine hormonregulierende Wirkung. Es gehört mit den
Vitaminen A und C sowie
Selen und Zink zu den Antioxidanitien, den bekannten Krebsschutzfaktoren.
Eine Kur mit diesem Komplex in regelmäßigen Abständen
ist in der Wechseljahreszeit sinnvoll.
Mineralien-Mischungen mit Spurenelementen in hoher Dosierung werden jetzt
besonders gebraucht.
Dabei ist auf spezielle Mischungen gegen Übersäuerung zu achten,
denn Übersäuerung belastet nicht
nur die Knochen, sondern verstärkt wesentlich die Beschwerden, da
sie zu einer Regulationsstarre
im Organismus führt z. B. Minaktiv.
Für Bewegung ist es nie zu spät
In keiner anderen Lebensphase ist regelmäßige körperliche
Bewegung so wichtig wie in den Wechseljahren. Denn die meisten der typischen
Beschwerden wie Gewichtszunahme, Durchblutungsstörungen, Kurzatmigkeit,
steife Glieder und schmerzende Gelenke, schnelle Ermüdbarkeit, Harninkontinenz,
aber auch ernsthafte Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose,
beruhen zu einem Teil auf Bewegungsmangel. Auch das seelische Gleichgewicht
gerät häufig durch körperliche Unbeweglichkeit aus der
Balance.
Empfehlenswerte Sportarten
Wenn keine Bedenken bestehen, sollten Sie regelmäßig drei
bis viermal wöchentlich für 20 bis 40 Min. Sport treiben.
- Zügiges Gehen (Walking)
- Wandern
- Schwimmen
- Radfahren
- Tanzen (auch Bauchtanz)
- Gymnastik
Mit Gymnastik Beschwerden vorbeugen:
Gut für Wirbelsäule, Beckenboden, Muskulatur und Venen.
Die Atemübungen verbessern die Sauerstoffversorgung, helfen aber
auch zu innerer Ruhe zu finden.
Zu äußerer und innerer Harmonie gelangen: Yoga
Yoga ist eine jahrtausendealte Methode, die aus Indien kommt. In seinem
ursprünglichen Sinn
ist Yoga ein Weg, der alle Bereiche des Lebens umfaßt. Es enthält
viele verschiedene Elemente,
von ethischen bis hin zu gesundheitsfördernden Prinzipien, Bewegung,
gesunde Ernährung, innere
und äußere Harmonie mit sich und der Welt. Die Körperübungen
(Asanas) basieren auf einem
Wechsel von Anspannung und Entspannung und wirken damit harmonisierend
und ausgleichend
auf den ganzen Körper. Sie kräftigen die Muskeln, lockern Verspannungen
und lassen Wirbelsäule
und Gelenke beweglicher werden. Die Atemübungen dienen dazu, gleichmäßig
und entspannt
atmen zu lernen, denn mit dem Atem nehmen wir nach dem Yoga-Prinzip Lebensenergie
(Prana) auf.
Ein regelmäßiger Atemfluß versorgt alle Bereiche des
Körpers mit dieser Lebensenergie.
Meditations- und Konzentrationsübungen schließlich helfen,
die Gedanken zur Ruhe zu bringen,
sich von den Reizen der Außenwelt zu lösen und auf diese Weise
mehr innere Gelassenheit zu
entwickeln.
Die Widerstandskräfte stärken:
Kneippen
Das Wissen um die heilsame Wirkung des Wassers und seine Anwendung zur
Vorbeugung und Linderung von Krankheiten und Beschwerden - die Hydrotherapie-
ist schon lange bekannt. Bei diesen Beschwerden können Wasseranwendungen
helfen. Vorausgesetzt, Sie leiden nicht an behandlungsbedürftigen
Krankheiten, kann
Ihnen die Heilkraft des Wassers auch zu Hause auf ideale Weise helfen.
Gegen Schlaftstörungen
Nervosität
Kopfschmerzen
Infektanfälligkeiten
Zur Anregung von Kreislauf und Stoffwechsel
Hitzewallungen
Es gibt sie als Voll- und Halbbäder, als Teilbäder wie Fuß-
und Armbäder, als Körpergüsse oder warme
und kalte Wickel, auch Wassertreten gehört dazu.
Sie sollten dabei unbedingt beachten:
- Niemals kaltes Wasser auf oder an kalte Haut - wenn nötig vorwärmen
mit Hilfe von Bewegung.
- Nehmen Sie sich genügend Zeit - auch zum Nachruhen hinerher!
- Sorgen Sie für eine angenehme Raumtemperatur (etwa 19 - 21 Grad)
- Sie dürfen dabei nicht frieren.
- Verzichten Sie auf schwarzen Tee, Kaffee und Nikotin unmittelbar vor und
nach einer Anwenung.
- Führen sie größere Anwendungen wie ein Vollbad nicht auf
leeren Magen und frühestens eine Stunde nach dem Essen
durch. Bei „kleinen Anwendungen“ wie dem Wechselfußbad
und dem kalten Armbad genügen 30 Min.
- Verspüren Sie während der Anwendung plötzlich Schwindelgefühl,
Schwarzwerden vor den Augen, Kältezittern oder übermäßiges
Herzklopfen, brechen Sie bitte die Anwendung sofort ab.
Legen Sie sich hin und atmen Sie tief durch, bis die Beschwerden
wieder abgeklungen sind.
Wechselfußbad
Gegen Schlafstörungen, Nervosität, Kopfschmerzen
2 Fußbadewannen oder Eimer vor einen Stuhl stellen; in das eine
Gefäß 36 - 38 Grad warmes
Wasser füllen, ins andere 18 Grad kaltes Wasser. Bequem hinsetzen
und beide Beine bis zu den Waden
( bei Krampfadern nur bis zu den Knöcheln) solange ins warme Wasser
stellen, bis sie angenehm warm sind (etwa 5 Min.). Anschließend
beide Beine für 10 bis 15 Sekunden ins kalte Wasser tauchen. Den
Vorgang
einmal wiederholen; anschließend das Wasser abstreifen, nur die
Fußsohlen abtrocknen, warme Strümpfe
(aus Wolle oder Bauwolle) anziehen und einige Minuten nachruhen (bei Schlafstörungen
nach dem Fußbad
ins Bett).
Kaltes Armbad
Bei Hitzewallungen, Müdigkeit, körperlicher und geistiger Erschöpfung,
zur Beruhigung des vegetativen Nervensystems.
Waschbecken mit 18 Grad kaltem Wasser füllen. Einen Stuhl so vor
das Becken stellen, daß Sie bequem
sitzen. Bei Arme entspannt bis zur Oberarmhöhe für 10 Sekunden
(oder bis sie ein Kältegefühl verspüren)
ins Wasser legen, die Hände dabei leicht bewegen. Abtropfen lassen
und abtrocknen. Gerade bei Hitzewallungen kann Ihnen das kalte Armbad
schnell helfen. Gelegenheiten dazu gibt es fast überall
- sogar bei Reisen, am Flughafen, im Zug, in Raststätten.
Vollbad
Bei innerlicher und äußerlicher Anspannung, Einschlafstörungen
(dann vor dem Schlafengehen durchführen)
und Erschöpfungen sowie zur Anregung des vegetativen Nervensystem
und des Stoffwechsels.
Badewanne mit soviel warmen Wasser (37 Grad) füllen, daß es
den ausgestreckten Körper bis zum Hals bedeckt. Wenn Sie möchten,
einen Badezusatz, etwa einen Pflanzenextrakt, hinzugeben. 10 bis 15 Min
darin baden, danach gut abtrocknen, etwas warmes anziehen und mindestens
20 Minuten nachruhen
(bei Einschlafstörungen nach dem Bad ins Bett).
Wechseljahre als Aufbruch
Bisher haben wir uns vor allem mit der Situation des Abschieds beschäftigt
- des Abschieds von der körperlichen Fruchtbarkeit, von dem rhythmischen
Schwingen des Organismus in einem Monatszyklus,
vom jugendlichen Aussehen. Doch ist nicht die Trauer um das Vergangene,
das Festhalten am Bestehenden
eine Selbsttäuschung, die uns daran hindert, nach vorn zu schauen
und uns immer weiter von uns selbst
entfernt? Hindert es uns nicht an einer wirklichen Selbstbegegnung?
Büchertipp:
Die
Energie der Chakren - Mit Yoga in die 50 Plus
Vorbereitung
Die Trennung von einem Menschen durch Tod oder durch Scheidung, der Verlust
von Besitz oder Geld oder dem Arbeitsplatz beschwört immer eine innere
Krise herauf, ein Sich-selbst-in-Frage-Stellen. Insbesondere
gilt dies, wenn es sich um Abschiede und Trennungen handelt, die wir nicht
selbst herbeigeführt haben,
sondern die uns schicksalsmäßig widerfahren sind. Ebenso ist
es mit biologischen Veränderungen, von
denen zwar jeder weiß, daß sie ständig stattfinden, die
aber im spontanem Erleben nicht spürbar sind
und nur über die Jahre hinweg eine sichtbare Veränderung zeigen.
Wie jede Trennung, jeder Abschied und jede Veränderung, löst
auch das Herannahen der Wechseljahre
als spürbare Wandlung, als Metamorphose, immer unangenehme Empfindungen,
Sorgen und Ängste aus.
Die Veränderungen und die damit verbundene Ungewissheit verunsichern
uns in einer Situation, in der
wir glauben, unseren Platz im Leben gefunden zu haben. Am besten, alles
bliebe immer so, wie es ist
- sowohl äußerlich als auch innerlich.
Verwandlung
Die Wechseljahre konfrontieren die Frauen in einer deutlicheren Weise
mit dem Alter, als dies bei
Männern der Fall ist. In unserer Gesellschaft erfordert es viel Mut
sich des Älterwerdens zu stellen.
Mahnt es uns doch immer auch an Krankheit, Verfall, Pflege-bedürftigkeit
und Tod - keine beliebten
Themen, obwohl oder gerade weil der Anteil älterer Menschen in unserer
Gesellschaft ständig ansteigt.
Erst ganz allmählich tauch die älter werdende Frau in der Werbung,
im Fernsehen, in der Modeszene
bildlich auf. Aber wir sind von einer Kultur des Älterwerdens oder
einer Ästhetik des alternden Körpers
noch immer weit entfernt. Schließlich ist auch das heutige Therapieangebot
an Frauen mit einer jahrelangen Hormonsubstitution Beschwerden und Wirkungen
der Wechseljahre zu mildern oder aufzuheben, nichts
anderes als der Versuch, biologische Veränderungen künstlich
zu verlangsamen bzw. zu verhindern.
Warum ist das Thema Hormontherapie so wichtig und warum wird
es zugleich so kontrovers betrachtet?
„Wenn ich doch mit Hormonen besser aussehe und mich besser fühle
und obendrein noch Alterskrankheiten vorbeuge, warum soll ich sie dann
nicht nehmen?“
Eine berechtigte Frage, die zugleich aber nur die eine Seite des Älterwerdens
anspricht.
Wir leben in einer Zeit, in der in menschliche und auch in andere Lebensvorgänge
massiv eingegriffen
wird. Gentechnologie und Fruchtbarkeitstechnologien sind nur ein Beispiel
unter vielen. Die sogenannte Medikalisierung von ganzen Lebensabschnitten
spielt dabei ebenfalls eine bedeutende Rolle und
betrifft in erster Linie die Frauen.
Gegenwärtig werden für die Zeit von der Pubertät bis zur
Bahre Hormone empfohlen: angefangen mit
der Pille als Empfängsnisschutz, aber auch als Schutz vor später
auftretenden Krebskrankheiten, als Aknetherapie, als Schmerztherapie bei
schmerzhafter Periodenblutung bis hin zu den fast schon selbstverständlichen
Präparaten für die Zeit der Prä- und Postmenopause. Damit
lassen Frauen über
Jahre und Jahrzehnte hinweg ihren Organismus manipulieren und durch künstliche
Hormonzufuhr
regulieren. Dabei sind sie immer sowohl vom Medikament als auch von ihrer
Ärztin oder ihrem Arzt
abhängig. Schon heute stellt die Hormonforschung und -produktion
einen enormen wirtschaftlichen
Faktor dar.
Neuland
Frauen müssen sich dieser Entwicklung, diesem Trend viel bewußter
stellen. Sie müssen in der Lage sein,
viel stärker mitzuentscheiden, was für sie das Richtige ist.
Es geht nicht darum, Hormonsubstitution abzulehnen, sondern individuelle
Entscheidungskriterien zu entwickeln und sich über äußere
Zwänge hinwegzusetzen.
Ein Medikament kann verordnet werden, eine Entscheidung nicht.
Die Kontroverse um das Für und Wider von Hormonsubstitutionen ergibt
sich aus einem weiteren, grundsätzlichen und schon angesprochenen
Aspekt. Sollen biologisch-körperliche Veränderungen und Beschwerden
grundsätzlich als Störungen aufgefaßt und beseitigt werden
oder können sie auch als
notwendige Wahrnehmung, als Hilfe zur Veränderung gesehen werden?
Können körperliche Veränderungen notwendige Voraussetzungen
für die seelische und geistige Entwicklung sein?
Wann sind sie behandlungsbedürftig und wann ist es nötig, sie
zu akzeptieren? Diese grundsätzlichen Fragen beschäftigen die
Medizin von altersher und stellen das Konfliktpotential der verschiedenen
Richtungen und Denkansätze dar. Ich möchte jede Frau darin unterstützen,
diese Fragen zu bewegen und zu individuellen Entscheidungen zu kommen.
Dann können Wechseljahre ein Aufbruch sein.
Oh, wer nur ernst und fest die Stunde greift,
den Kranz ihr auch von den bleichen Locken streift,
Dem spendet willig sie die reichste Beute;
Doch wir, wir Toren, drängen sie zurück,
Vor uns die Hoffnung, hinter uns das Glück,
Und unsre Morgen morden unsre Heute.
Annette von Droste-Hülshoff
Verfasserin: Angelika Gräfin Wolffskeel im Februar 2001
Buchliteratur: Dr. K. Kirchmann - Biochemie Lexikon
Friedrich Barthelmeyer - Dr. Schüßlers Biochemie
Thomas Feichtinger / Susana Niedan - Schüßler Salze für
Frauen
Natur & Heilen - 11/2000
Dr. med Eveline Daub-Amend - Wechseljahre
Dr. med. Irmhilt Rüdt von Collenberg - Natürlich durch die Wechseljahre
Büchertipp:
20
Jahre 40 bleiben
Büchertipp:
Heiße
Jahre
Weitere Themen:
Hormone
- Was verändert sich in den Wechseljahren?
Scheidentrockenheit
Hitzewallungen
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