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letzte Änderung:
14.01.2017

Trauerbegleitung
Trauerbegleitung

 

Trauerbegleitung - Es ist nicht mehr wie vorher – aber es darf wieder gut werden!

Abschiede und Verluste durchziehen in ihrer Vielfalt unser ganzes Leben. Je nach Bedeutung können sie unser bisheriges Leben umbrechen. Sie rütteln an den Säulen unserer Identität und lösen Krisenphasen aus. Wenn wir uns emotional auf sie einlassen, werden aus ihnen Entwicklungsphasen und wir formieren uns neu.´Trauern ist eine Antwort auf Verluste. Trauer ist ein Grundgefühl in jedem Menschen, das Ausdruck sucht und Ausdruck braucht.

In der ersten Phase eines Trauerprozesses verleugnen und verdrängen wir das Geschehene – wir wollen das Unfassbare nicht wahrhaben. Danach brechen die Gefühle auf und suchen Ausdruck: wir sind traurig, aggressiv, haben Angst, fühlen uns ohnmächtig, haben Wut und Groll auf Gott und die Welt, empfinden Schuld, haben aber auch Liebe und Dank in unserem Innern. All das braucht adäquaten Ausdruck, braucht klare ordnende Strukturen, braucht transformierende Rituale, braucht einfühlsame und verlässliche Begleitung.

Büchertipp: Ohne Dich

Mein Angebot der Trauerbegleitung ist konzipiert für Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren und richtet sich an Menschen in den vielfältigen Verlustsituationen des Lebens:

- dem Tod eines nahestehenden Menschen
- der Fehlgeburt
- dem Schwangerschaftsabbruch
- der Trennung vom Beziehungspartner
- dem Verlust der Familie bei Trennung der Eltern
- dem Auseinanderbrechen von Freundschaften
- dem Verlust des Arbeitsplatzes
- dem Verlust von Gesundheit,
- dem Verlust von Heimat
- dem Tod des geliebten Haustieres
- dem Nichterreichen von Lebenszielen
- dem Ende von Lebensphasen oder Lebenskonstellationen
- dem Verlust von Werten
- dem Verlust von materieller Sicherheit
- sowie anderen ganz persönlichen Verlusten, die die Identität tangieren.


Ich arbeite mit:

* den Methoden der Humanistischen Psychologie, die geprägt sind von meiner langjährigen Erfahrung als Gestalttherapeutin in der Begleitung von Menschen in Abschieds- und Trauerprozessen

* mit den Erfahrungen aus der Weiterbildung bei Frau Dr. Elisabeth Kübler-Ross

* und mit den Methoden der Trauerbegleitung und Ritualarbeit aus der Ausbildung bei Herrn Dr. Jorgos Canacakis am Europäischen Institut für angewandte Humanforschung EIFAH.

Die Anzahl der wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Sitzungen von jeweils 45 Minuten orientiert sich an Ihrem persönlichen Trauerprozess.

Einfühlsam und resonanzfähig begleite ich Sie auf Ihrem Weg durch die Trauer – wie eine Bergführerin, der die Landschaft, durch die wir gemeinsam gehen werden, in vielerlei Hinsicht vertraut ist. Wir werden die Bedeutung des Verlustes für Ihr Leben erfassen und das innere Trauerchaos ordnen. Sie werden Ihren vielfältigen Gefühlen kreativen Ausdruck geben.

Sie werden Ungeklärtes aus der Beziehung zum Verstorbenen klären und „offene Gestalten“ schliessen. Sie werden dabei Ihre inneren Kraftquellen wiederent-decken und Ihr Selbst verlebendigen. Dann stehen Sie emotional wieder auf eigenen Füssen und werden bereit sein, aus dem Herzen heraus Abschied zu nehmen und den notwendigen Neuanfang in Ihrem Leben machen.

Büchertipp: Mit der Trauer leben

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
(modifizierte Form des Gedichts von Hermann Hesse)

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Altern weicht, blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und kann nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zu Abschied sein und Neubeginne,
um sich mit Einfühlung und Trauern
in andre, neue Kontakte zu begeben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf`um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise,
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...

Wohl an denn, Herz,
nimm Abschied und gesunde!

Liebe Interessentinnen und Interessenten,

Sie fühlen sich angesprochen von einem Thema, das die meisten Menschen weit von sich weg schieben - das Abschiednehmen und Trauern. Möglicherweise erleben Sie selbst zur Zeit einen bedeutenden Verlust oder sind von der Trauer eines nahestehenden Menschen sehr berührt; möglicherweise wird Ihnen bewußt, wie viele Abschiede und Trauersituationen Sie in Ihrem eigenen Leben bereits durchlaufen haben und reflektieren Ihren bisherigen Umgang damit.

Unser Leben enthält vielerlei Abschieds- und Trauer-situationen, meist aber nehmen wir sie gar nicht als solche wahr. Unser Alltag mit seinen Anforderungen und Verpflichtungen fordert und besetzt unsere Aufmerksamkeit, so dass wir die inneren Prozesse kaum mehr bewusst wahrnehmen. Damit sind wir der Möglichkeit beraubt, mit diesen kleinen Abschieden des Lebens angemessen umzugehen und es fehlen uns Erfahrungsmodelle für die größeren, die schwer-wiegenderen und bedeutsameren Abschiede unseres
Lebens.

Durch unser Menschsein sind wir zwar ausgestattet mit der Möglichkeit zu Trauern, die Fähigkeit zum Abschiednehmen und Trauern muss durch Vorbilderleben, geeignete Modelle und Rituale sowie die Begleitung und das Verbundensein mit Andern erworben werden.

Bedauerlicherweise leben wir in einer trauerarmen Gesellschaft, die diese Themen weitgehend vermeidet und sogar völlig ausblendet, in der es keinen Wert darstellt "trauern zu können". Zudem sind die Modelle und Rituale unserer religiösen oder kulturellen Tradition vielen Menschen nicht mehr vertraut und stehen ihnen nicht als psychologische Ausstattung zur Verfügung. Das Abschiednehmen bleibt infolgedessen ungelebt, die Trauerenergie bleibt ungeäussert und die Lebensenergie wird blockiert. Neue Schritte können nicht gegangen und neue Sinnhaftigkeit kann nicht entwickelt werden. Der notwendige Neuanfang muss ausbleiben.

Dies führt häufig zu körperlicher und psychischer Erkrankung sowie zum Versiegen der Lebensfreude und des Lebenswillens.

Wenn wir uns in andern Kulturen umsehen, können wir dort einen gesünderen Umgang mit Abschied und Trauer kennenlernen. Es handelt sich dabei um Völker, die noch stärker mit der Natur und ihren Prozessen verbunden sind, die das Werden und Vergehen noch bewusster und hautnaher erleben. Sie erfahren noch leibhaftig und intensiv, dass nach der Erntezeit in der Natur ein Rückgang der Kräfte stattfindet, dem eine Ruhephase folgt, bevor im Frühjahr neue Kräfte die kleinen Pflanzentriebe aus dem Boden spriessen lassen und neues Wachstum entsteht.

Büchertipp: Damit aus meiner Trauer Liebe wird

Die griechischen Klagefrauen - zum Beispiel - haben klar strukturierte Rituale, innerhalb derer sie sich ihren Gefühlen zuwenden können. Sie geben der Traurigkeit, der Liebe, der Sehnsucht, dem Ärger und Zorn leibhaftigen und stimmlichen Ausdruck. All das, was auf ihrer Seele lastet, kann Ausdruck finden, all das, was nicht mehr gesagt werden konnte, kann gesagt werden, all das, was nicht mehr sein wird, kann beklagt werden. In diesem kreativen Tun wird die Trauerenergie umgewandelt in Lebensenergie und die Bereitschaft zum Abschiednehmen wächst im Herzen: loszulassen, was nicht mehr ist und was auch nie wieder sein wird, und bewusst mitzunehmen, was z.B. im Zusammensein mit dieser Person an Ausstattung, an Erfahrung, an eigener Entwicklung erworben wurde - und was Stabilität geben wird in der Phase des Neuanfangs.

Wissenschaftliche Forschungen zeigen, daß diese Art von Umgang mit Abschied und Trauer im wahrsten Sinn des Wortes "gesund" ist, d.h. daß Menschen, die aktiv trauern und Abschiednehmen nicht mit körperlichen und psychischen Störungen reagieren müssen, sondern vielmehr Kraft für den nötigen Neuanfang haben.

Es macht keinen Sinn, Rituale aus einer andern Kultur in unseren Kulturkreis zu übertragen. Es wäre eine Imitation, die wenig Wirkung auf unsere Seele hätte, da der Boden für sie in unserer Seele nicht bereitet ist. Es braucht also Rituale und symbolische Handlungen für das Trauern und Abschiednehmen, die in unserer Seele auf fruchtbaren Boden fallen.

Dieser fruchtbare Boden in jeder Menschenseele ist die Beziehung zur Natur. In Verbindung mit dem Wissen um psychologische Methoden sind heilsame Rituale entstanden.

Büchertipp: Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende


Diese
- fördern das Einlassen auf sich selbst
- ordnen das Gefühlschaos,
- fördern den kreativen Ausdruck,
- verlebendigen den Organismus,
- machen die eigene Ausstattung und Lebendigkeit erlebbar,
- und ermöglichen das Erleben von Verbundenheit mit Anderen.

Damit wird es möglich, aus dem Herzen heraus Abschied zu nehmen – und wirklich neu anzufangen!

„Gereinigt von Trauer kannst du den Lebensquell wieder spüren!“
Jorgos Canacakis



Bücherliste zum Thema "Trauern":

-
Meine Trauer wird Dich finden
- Trauer hat heilende Kraft
- Ohne Dich!
- In meinem Herzen die Trauer
- Mit der Trauer leben
- Damit aus meiner Trauer Liebe wird
- Einen geliebten Menschen verlieren
- Spirituelle Sterbebegleitung


© Frau Marietta Schäfer, Heilpraktikerin, Frankfurter Strasse 13,61476 Kronberg
Tel.06173-809798, www.mariettaschaefer.de, praxis@mariettaschaefer.de

 

 
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