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letzte Änderung:
14.01.2017

Traditionelle Chinesische Medizin
Traditionelle Chinesische Medizin

 

Was ist TCM?

Überblick über Geschichte und Entstehung

  • hat ihre Ursprünge ca. schon weit vor unserer Zeitrechnung, wurde aber im
       wesentlichen vom Konfuzianismus und Daoismus (ca. 500 v. Chr.) geprägt

  • entwickelte sich dann als Erfahrungsmedizin immer weiter

  • wesentliche Werke:

  • Huang Di Nei Jing - Innerer Klassiker des Gelben Kaisers

  • Su Wen - einfache Fragen - Qi Fluß, Produktion, Verteilung

  • Ling Shu - geisthafte Problemstellung - Fragen u. Probleme der Ther.

  • Shan Han Lun - Abhandlung über schädigende Kälte und andere Krankheiten
       (Zhang Zhong Jing 150-219), 6-Schichten-Modell

  • Qian Jin Yao Fang - Rezepte, die 1000 Goldstücke wert sind (Sun Si Miao 581-682)

  • Ben Cao Gang Mu - med. Enzyklopädie (1892 Arzneimittel, 10000 Rezepte)
       (Li Zhi Shen 1518-1593), systematisierte auch die Pulsdiagnose mit 28 P.

  • Wen Re Lun - 4 Schichten Modell 1300-1900, versch. Ärzte - Schule der warmen
       Krankheiten (Infektions~)


  • Büchertipp: Die Heilung der Mitte


    Verständnis des Lebens aus TCM Sicht
    Tao
  • stellt das ursprüngliche, göttliche Potential dar, eine Offenheit, Leere aus
       der alles entstehen kann


  • Yin und Yang
  • sind die beiden polaren Kräfte, die sich spontan aus dieser Offenheit des Tao
       manifestieren: Yang steht dabei stets für den geistigeren, energetischeren Aspekt; Yin
       dagegen stellt mehr die Manifestation, den Ausdruck dar.

    Fünf Wandlungsphasen

  • innerhalb des Prinzips von Yin und Yang können wir sehen, wie sich die Dinge
       in verschiedenen Zyklen entwickeln - vgl. das Jahr: beginnt mit dem Frühling, der
       Wandlungsphase Holz, die Energien steigen, Wärme und Helligkeit nimmt zu - kleines Yang.
       Dann kommt der Sommer, Wandlungsphase Feuer, maximale Entfaltung der Energie, größte
       Helligkeit und Wärme - großes Yang. Im Herbst, Wandlungsphase Metall, sinkt die Energie
       (Blätter fallen), Helligkeit und Wärme nehmen ab - kleines Yin. Und im Winter,
       Wandlungsphase Wasser, die Zeit der Zurückziehung, haben Dunkelheit und Kälte ihren
       Höhepunkt erreicht - großes Yin. Zwischen den einzelnen Wandlungen liegen kurze Phasen
       des Ausgleichs und Wandels - der Wandlungsphase Erde. Ähnliche Entsprechungen beobachteten
       die alten Chinesen in allem Leben und benutzen daher die Fünf Wandlungsphasen als ein Mittel,
       um sowohl Krankheit zu diagnostizieren, als auch die Gesundheit wieder herbeizuführen.

  • Büchertipp: TCM für jeden Tag

    Qi, Yang, Xue, Jin Ye, Jing, Yin

  • alles chinesische Termine, die keine wirkliche Entsprechung in anderen Sprachen
       haben und daher eigentlich nicht übersetzt werden können, es gilt vielmehr ihren Sinn zu
       kiverstehen.


  • Qi - ist Energie, die sich sowohl auf der körperlichen, als auch auf der geistigen
       Ebene manifestiert, Qi ist in ständigem Fluß, daher auch gut zu beeinflussen. Alle weiteren
       Substanzen sind mehr oder minder dichte Manifestationen von Qi, vom gänzlich Materiellen bis
       hin zum Geist (shen).


  • Vereinfacht dargestellt:


  • Yang: der Wärmeaspekt, hebende sich ausdehnende Energien

  • Xue: verwandt mit unserem Blut, beinhaltet sehr stark einen qualitativen Aspekt

  • Jin Ye: die Körpersäfte: von Tränenflüssigkeit bis zur Gelenkflüssigkeit

  • Jing: die Essenz unserer Energie, wenn man so will fast unsere Grundkonstitution

  • Yin: der substantielle Aspekt, kühlende, verdichtende Energien
        Lebensverlängerung

  • Die Verlängerung des Lebens und die Erhöhung der Lebensqualität, stand im
        Vordergrund bei der Entwicklung der chinesischen Medizin. Die Chinesen beobachteten,
        daß ein Maximum an Gesundheit und Lebenslänge nur in Harmonie mit dem Kosmos zu erreichen
        ist. Vielmehr sogar durch Harmonie im Mikrokosmos Mensch, als auch Harmonie von dem
        Menschen im Makrokosmos.


  • Es galt also die oben erwähnten Energien auszugleichen und sich den äußeren Bedingungen immer wieder neu anzupassen. Dazu entwickelten die Chinesen ein vom Prinzip her sehr einfaches und logisches Konzept, welches aber zur Umsetzung einer sehr differenzierten Diagnostik und Behandlung bedurfte: reduziert auf ein Beispiel:

    Wo zu viel Hitze (Yang - evtl. eine Entzündung) war, mußte gekühlt werden (Yin - evtl. mit antibakteriellen oder antibiotisch wirkenden Kräutern), gleichzeitig durfte aber kein neues Ungleichgewicht geschaffen werden (unerwünschte Nebenwirkungen). Dies bedeutete, daß ein jeder eine ganz individuelle Behandlung genoß, auch wenn die Symptome bei mehreren Patienten nach ein und demselben Krankheitsbild aussahen.

    Büchertipp: Das fünf Elemente Kochbuch


    Techniken

    Techniken entwickelten sich über Jahrhunderte. Beobachtung brachten die Zusammenhänge immer deutlicher hervor, sodaß sie uns heute in Form der Akupunkturlehre, der chin. Arzneimitteltherapie und der Diätetik in sehr präziser Art vorliegen.

    Akupunktur, der energetische Status wird durch Einstechen von dünnen, sterilen Nadeln harmonisiert bzw. manipuliert, sodaß eine Autoregulation stattfindet. Arzneimitteltherapie, ähnlich der Akupunktur wird auch hier eine Harmonisierung der Energien angestrebt, dazu werden entsprechend der Diagnose verschiedene Arzneimittel zu einer Rezeptur zusammengestellt.

    Auch in der Diätik bleibt das Prinzip der Harmonisierung auf der Grundlage einer individuellen Diagnose erhalten: Bsp.: ein Mensch mit deutlichen Hitze Zeichen wird empfohlen eher kühlende Speisen zu sich zu nehmen. Für einen anderen "Typ" wäre so eine Empfehlung durchaus falsch. Ist die Energie ersteinmal ausgeglichen, wandelt sich auch die Diätempfehlung! Es gibt also keine Diät, die dauerhaft sinnvoll bleibt.


    Die Techniken im Überblick:

  • Akupuntkur
  • Arzneimitteltherapie
  • Diätik
  • spezielle Massage- und Drucktechniken manipulieren den energetischen Haushalt gezielt

  • Qigong

  • spezielle Atem- und Bewegungsübungen beeinflussen den Fluß der Energie und ihren qualitativen Zustand

  • Taijiquan

  • ähnlich Qigong

  • Moxibustion

  • eine Wärmeanwendung, bei der speziell der Yangaspekt gezielt in den Organismus eingebracht werden kann, aber auch Stagnationen aufgelöst werden

  • Schröpfen

  • eine Behandlung bei der durch Ansaugen der Haut mittels kleiner Gefäße, in denen ein Vakuum erzeugt wurde, der Organismus angeregt wird die Energien wieder frei fließen zu lassen.
  • Büchertipp: Die Organuhr


    Qualität des Therapeuten


    Heute wird vieles als chinesische Medizin verkauft. Man darf sich aber nicht täuschen lassen, häufig wird Akupunktur nur in kurzen Ausbildungszyklen erlernt und verkommt dabei fast zur reinen Nadelstecherei. Ohne ausreichende Diagnostik und ohne methodisches Anwenden der Akupunktur, kann so leicht ein Ungleichgewicht im Energiesystem hergestellt werden. Ein guter Therapeut sollte die wesentlichen diagnostischen Methoden beherrschen:

  • Anamnese auf Grundlage der chinesischen Medizin

  • Puls- und Zungendiagnose

    Ohne eine derartige Untersuchung kann unmöglich ein energetisches Bild des Patienten gefertigt werden, und somit auch nur rein symptomatisch gestochen werden - Glück und Placebo verhelfen dann dem Therapeuten zum Erfolg! Das kann unmöglich Sinn und Zweck der Sache sein.
  • Außerdem sollte ein Therapeut, der vorgibt chinesische Medizin zu praktizieren, zumindest auch die chin. Pharmakologie beherrschen.


    Büchertipp: Die chinesische Hausapotheke


    © Herr Bodo Schmidt-Ulmer, Heilpraktiker, Bismarckstr. 76, 72764 Reutlingen,
    Telefon: 07121/434040, http://www.schmidt-ulmer.de, email: BoSchmidt-Ulmer@t-online.de

     
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