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letzte Änderung:
02.01.2012

Sexualprobleme in der Partnerschaft
Sexualprobleme in der Partnerschaft

 

Wenn die Sexualität in der Partnerschaft kein Thema mehr ist oder die Lust auf den Partner im Alltag verlorengegangen ist, wissen viele Paare nicht mehr weiter. In einigen Fällen sucht sich der Ehemann eine Geliebte oder es passiert ein Seitensprung. Die Liebe ist vielleicht nach Jahren brüchig geworden, das Kribbeln im Bauch ist weg, der Alltagsstress überschattet das Liebesleben massiv. Jeder sollte sich in dieser Situation fragen, wie konnte es so weit kommen, gab es Auslöser, können Ursachen gefunden werden. Natürlich kann das Lustempfinden auch schwinden, wenn Krankheiten vorliegen oder nach einer Geburt, dies hat dann andere Ursachen. Wichtig ist auf jeden Fall das Gespräch mit dem Partner zu suchen. Hier sollte sich das Paar fragen, gibt es Beziehungsprobleme, auch unterschwelliger Natur. Nicht alle Beziehungsprobleme sind sichtbar, wenn ein Partner seine sexuellen Wünsche immer unterdrückt, aus Angst vor Ablehnung, kann dies zu einer massiven Störung des Sexuallebens in der Partnerschaft führen.



Was führt zu sexueller Unlust?


- Medikamenteneinnahme
- Krankheiten bzw. körperliche Beschwerden
- Stress und Hektik
- berufliche Probleme
- hormonelles Ungleichgewicht
- Schwangerschaft und Geburt
- Ängste und Panikattacken
- das Begehren ist erloschen
- es gibt einen neuen Partner
- Versagensängste
- Schuldzuweisungen
- Erziehung
- ungenügende Stimualtion
- Traumata bzw. sexuelle Gewalterfahrungen

Sexuelle Wünsche sollten offen angesprochen werden, niemals sollte ein Partner das Gefühl haben, deshalb ausgelacht oder schief angesehen zu werden. Manche Wünsche sind vielleicht nicht umsetzbar, aber durch das Gespräch kann eine gemeinsame Basis geschaffen werden. Wer stark in seinem Berufsleben eingespannt ist, fühlt sich gestresst und müde, wenn nicht genügend Zeit zur Erholung gegeben ist. Das dann keiner mehr Lust auf Sex hat, ist kein Wunder. In diesem Fall ist es wichtig für Ausgleich zu sorgen, zum Beispiel durch Entspannungsverfahren wie z.B. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Yoga und Meditation, Qi Gong, Tai Chi u.ä. Wichtig ist die Regelmäßigkeit mit der die Entspannungsverfahren angewendet werden!

Zu aller erst ist es wichtig, den eigenen Körper zu spüren, ihn zu lieben und anzunehmen, dass ist die Basis einer erfüllten Sexualität. In einigen Partnerschaften fühlt sich der Mann oder die Frau unter Druck gesetzt, sei es bewusst, indem immer wieder der Satz fällt, „Wann können wir miteinander schlafen“ oder unbewusst, durch das Verhalten des Partners. Unter Druck kann keine lustverfüllte Sexualität entstehen, Druck versetzt in Angst und Schrecken. Ständiges Quengeln und Nachfragen, schreckt ab und nervt mit der Zeit. Besser ist es in dieser belastenden Situation, dass gemeinsame Gespräch zu suchen! Dieses Gespräch sollte fair und offen geführt werden, jeder spricht 10 Minuten, ohne vom anderen unterbrochen zu werden, dann spricht der andere 10 Minuten und soweiter, bis jeder Partner alles gesagt hat, was ihm wichtig ist. Erst danach sollten beide Partner beginnen, nach Lösungswegen zu schauen. Die Basis eines fruchtbaren Gesprächs ist Fairness!

Das Aufeinanderzugehen kann für die Partnerschaft ein neuer Anfang sein. Um Sexualität zu wecken ist es wichtig eine gute Partnerschaftlichkeit zu leben, sich dem anderen zu öffnen, um gemeinsam zu klären, wo es Probleme gibt. Manche Frauen haben während des Geschlechtverkehrs Schmerzen, hier sollte unbedingt ein Frauenarzt aufgesucht werden, um abzuklären, ob medizinische Ursachen das Problem sind oder seelische. Hormonschwankungen können auch zu Unlust führen, ebenso Scheidenkrämpfe, Pilzerkrankungen und noch einige weitere Erkrankungen. Bitte sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Partner, wenn Sie Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs haben, ihr Partner kann dies nicht spüren oder erfühlen, er benötigt Ihre Offenheit. Mancher Frau ist dieses Thema peinlich, aber das muss es nicht sein, denn wenn Sie Ihren Partner lieben und er Sie auch, dann kann dieses Problem sensibel angesprochen werden und nach Lösungen gesucht werden. Die gibt es, aber natürlich dauert es seine Zeit, bis Sie wirken. Hilfreich können Osteopathie, EFT, EMDR, Schüßler-Salze, Homöopathie usw. sein.

Bei Gebärmuttersenkungen kann Beckenbodentraining das sexuelle Empfinden sehr gut stärken. Beckenbodentraining kann im Selbststudium erlernt werden oder auch in Kursen an der VHS oder in Physiotherapeutischen Praxen. Ebenso können Vaginalkonen das Lustempfinden wieder stärken, wenn Probleme mit dem Beckenboden der Grund für die sexuelle Unlust sind. Ein schönes Buch zum Thema, dass wir gerne empfehlen ist:
Mein Beckenbodenbuch

Sexualität ist die tiefe Sehnsucht den Körper des anderen zu spüren, sich letztendlich zu vereinigen. Sexualität kann befruchtend auf die Partnerschaft wirken, ebenso ausgleichend und stärkend. In vielen Zeitschriften kann man lesen, dass jedes Paar mehr als 3 mal wöchentlich Sex miteinander hat. Dies ist nicht unbedingt so, jedes Paar hat ein anderes Sexleben, es gibt keine festgesetzten Werte, wie oft man Sex haben sollte. Jede Beziehung hat Ihre eigenen Regeln, niemand schreibt Ihnen vor, wie oft Sie Sex haben sollen, wie eine harmonische Partnerschaft aussieht usw. Dies haben Sie ganz alleine in der Hand, treffen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner Entscheidungen. Entscheiden Sie sich nur, wenn Sie auch wirklich überzeugt sind, lassen Sie sich niemals von anderen überreden. Verraten Sie Ihre Seele nie!

Lassen Sie sich von Ihren Empfindungen leiten, leben Sie Ihr eigenes Sexleben aus, manchen hilft Kamasutra oder auch Tantra. Die fernöstlichen Lehren sehen Sexualität anderes als die westlichen. In den fernöstlichen Lehren sind Körper und Geist eine Einheit, auch in Fragen der Sexualität. Fragen Sie sich auch, was Sie von einer Beziehung erwarten, welche Wünsche Sie haben. Seien Sie ehrlich zu sich selbst, haben Sie ungelebte Sehnsüchte, Träume und Vorstellungen? Wenn ja, dann sprechen Sie darüber mit Ihrem Partner, denn je mehr Sie Ihren Partner integrieren und in Ihre Träume und Sehnsüchte mit einbeziehen, desto eher kann eine gemeinschaftliche Basis entstehen. Dauerhaftes Glück in einer Parnterschaft ist der Wunschtraum vieler Menschen. Treue, Ehrlichkeit, Schutz, eine sichere Heimat, all dies verbinden viele mit einer intakten Partnerschaft. Schenken Sie Ihrem Partner all das, was Sie sich selbst wünschen. Schenken Sie aus vollem Herzen. Nur wenn Sie selbst das geben, was Sie auch erhalten möchten, kann Ihr Partner Ihre Sehnsüchte spüren. Jede Beziehung hat natürlich einen tieferen Sinn, auch wenn es vielleicht Streit gibt, solange eine Partnerschaft nicht beendet wurde, ist es wichtig, sich einzugestehen, dass man sich diesen Partner ausgewählt hat und auch gemeinsam nach Lösungswegen suchen muss. Ansonsten bleibt nur die konsequente Trennung übrig. Jeder Mensch ist einzigartig - daher müssen wir auch die Einzigartigkeit unseres Partners wahrnehmen! Nur dann kann die Beziehung gelingen.

Büchertipp: Achtsamkeit in der Partnerschaft


Die Liebe ist wie eine Pflanze, sie muss gehegt und gepflegt werden. Wer z.B. immer in der Vergangenheit lebt (z.B. den jetztigen Partner mit einem früheren Partner vergleicht), gibt dem jetztigen Partner nicht die Chance, eine wahre Bindung aufzubauen. Darum ist es sehr wichtig, nicht an der Vergangenheit festzuhalten, sondern Vergangenes abzuschließen, damit Neues entstehen kann. Nur dann hat die jetztige Partnerschaft eine Chance!

Was ist für eine intakte Partnerschaft wichtig?


- jeder Partner muss seine innere Mitte finden
- es muss eine gemeinsame Basis geben
- eine offene Gesprächsbereitschaft
- gemeinsame Ziele sollten auch vrewirklicht werden
- Freizeit sollte gemeinsam gestaltet werden
- jeder Partner braucht auch Freiräume
- das Liebesleben sollte ausgewogen sein
- Liebe und eine offene Haltung dem Partner gegenüber
- Streitigkeiten sollten fair ausgetragen werden
- Offenheit und Ehrlichkeit sind sehr wichtig in der Partnerschaft

Büchertipp: Beziehungsprobleme verstehen - Partnerschaft lernen





Versuchen Sie wiederkehrende Streitthemen mit der gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg in den Griff zu bekommen.
Diese Methode ist tatsächlich sehr hilfreich, auch in Partnerschaften, es gibt viele Seminare zum Thema auch speziell für Paare, eine Investition die sich lohnt. Um Langeweile und Frust vorzubeugen, versuchen Sie gemeinsame Hobbies zu finden, die gibt es, manchmal muss man etwas Geduld haben.
Erfüllender Sex bedeutet auch, sich für den anderen zu interessieren, indem das Thema Sex auch offen angesprochen werden kann, nur dann entsteht echte Intimität. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt, seien Sie nicht zu selbstkritisch, wenn es beim ersten Mal nicht alles klappt.


Sexualität ist ein Ausdruck der Sehnsucht nach dem Partner!



Sicher finden auch Sie einen Weg Ihr Sexualleben wieder zu beleben!




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