| Wenn die Sexualität in der Partnerschaft kein Thema mehr ist
oder die Lust auf den Partner im Alltag verlorengegangen ist, wissen viele
Paare nicht mehr weiter. In einigen Fällen sucht sich der Ehemann
eine Geliebte oder es passiert ein Seitensprung. Die Liebe ist vielleicht
nach Jahren brüchig geworden, das Kribbeln im Bauch ist weg, der
Alltagsstress überschattet das Liebesleben massiv. Jeder sollte sich
in dieser Situation fragen, wie konnte es so weit kommen, gab es Auslöser,
können Ursachen gefunden werden. Natürlich kann das Lustempfinden
auch schwinden, wenn Krankheiten vorliegen oder nach einer Geburt, dies
hat dann andere Ursachen. Wichtig ist auf jeden Fall das Gespräch
mit dem Partner zu suchen. Hier sollte sich das Paar fragen, gibt es Beziehungsprobleme,
auch unterschwelliger Natur. Nicht alle Beziehungsprobleme sind sichtbar,
wenn ein Partner seine sexuellen Wünsche immer unterdrückt,
aus Angst vor Ablehnung, kann dies zu einer massiven Störung des
Sexuallebens in der Partnerschaft führen.
Was führt zu sexueller Unlust?
- Medikamenteneinnahme
- Krankheiten bzw. körperliche Beschwerden
- Stress und Hektik
- berufliche Probleme
- hormonelles Ungleichgewicht
- Schwangerschaft und Geburt
- Ängste und Panikattacken
- das Begehren ist erloschen
- es gibt einen neuen Partner
- Versagensängste
- Schuldzuweisungen
- Erziehung
- ungenügende Stimualtion
- Trauma bzw. sexuelle Gewalterfahrungen
Büchertipp: Sex
for Two
Sexuelle Wünsche sollten offen angesprochen werden, niemals sollte
ein Partner das Gefühl haben, deshalb ausgelacht oder schief angesehen
zu werden. Manche Wünsche sind vielleicht nicht umsetzbar, aber durch
das Gespräch kann eine gemeinsame Basis geschaffen werden. Wer stark
in seinem Berufsleben eingespannt ist, fühlt sich gestresst und müde,
wenn nicht genügend Zeit zur Erholung gegeben ist. Das dann keiner
mehr Lust auf Sex hat, ist kein Wunder. In diesem Fall ist es wichtig
für Ausgleich zu sorgen, zum Beispiel durch Entspannungsverfahren
wie z.B. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Yoga und Meditation,
Qi Gong, Tai Chi u.ä. Wichtig ist die Regelmäßigkeit mit
der die Entspannungsverfahren angewendet werden!

Zu aller erst ist es wichtig, den eigenen Körper zu spüren,
ihn zu lieben und anzunehmen, dass ist die Basis einer erfüllten
Sexualität. In einigen Partnerschaften fühlt sich der Mann oder
die Frau unter Druck gesetzt, sei es bewusst, indem immer wieder der Satz
fällt, „Wann können wir miteinander schlafen“ oder
unbewusst, durch das Verhalten des Partners. Unter Druck kann keine lustverfüllte
Sexualität entstehen, Druck versetzt in Angst und Schrecken. Ständiges
Quengeln und Nachfragen, schreckt ab und nervt mit der Zeit. Besser ist
es in dieser belastenden Situation, dass gemeinsame Gespräch zu suchen!
Dieses Gespräch sollte fair und offen geführt werden, jeder
spricht 10 Minuten, ohne vom anderen unterbrochen zu werden, dann spricht
der andere 10 Minuten und soweiter, bis jeder Partner alles gesagt hat,
was ihm wichtig ist. Erst danach sollten beide Partner beginnen, nach
Lösungswegen zu schauen. Die Basis eines fruchtbaren Gesprächs
ist Fairness!
Büchertipp: Jeden
Tag mehr Liebe
Das Aufeinanderzugehen kann für die Partnerschaft ein neuer Anfang
sein. Um Sexualität zu wecken ist es wichtig eine gute Partnerschaftlichkeit
zu leben, sich dem anderen zu öffnen, um gemeinsam zu klären,
wo es Probleme gibt. Manche Frauen haben während des Geschlechtverkehrs
Schmerzen, hier sollte unbedingt ein Frauenarzt aufgesucht werden, um
abzuklären, ob medizinische Ursachen das Problem sind oder seelische.
Hormonschwankungen können auch zu Unlust führen, ebenso Scheidenkrämpfe,
Pilzerkrankungen und noch einige weitere Erkrankungen. Bitte sprechen
Sie auf jeden Fall mit Ihrem Partner, wenn Sie Schmerzen während
des Geschlechtsverkehrs haben, ihr Partner kann dies nicht spüren
oder erfühlen, er benötigt Ihre Offenheit. Mancher Frau ist
dieses Thema peinlich, aber das muss es nicht sein, denn wenn Sie Ihren
Partner lieben und er Sie auch, dann kann dieses Problem sensibel angesprochen
werden und nach Lösungen gesucht werden. Die gibt es, aber natürlich
dauert es seine Zeit, bis Sie wirken. Hilfreich können Osteopathie,
EFT, EMDR, Schüßler-Salze, Homöopathie usw. sein.
Bei Gebärmuttersenkungen kann Beckenbodentraining das sexuelle Empfinden
sehr gut stärken. Beckenbodentraining kann im Selbststudium erlernt
werden oder auch in Kursen an der VHS oder in Physiotherapeutischen Praxen.
Ebenso können Vaginalkonen
das Lustempfinden wieder stärken, wenn Probleme mit
dem Beckenboden der Grund für die sexuelle Unlust sind.
Ein schönes Buch zum Thema, dass wir gerne empfehlen ist:
Mein
Beckenbodenbuch
Sexualität ist die tiefe Sehnsucht den Körper des anderen zu
spüren, sich letztendlich zu vereinigen. Sexualität kann befruchtend
auf die Partnerschaft wirken, ebenso ausgleichend und stärkend. In
vielen Zeitschriften kann man lesen, dass jedes Paar mehr als 3 mal wöchentlich
Sex miteinander hat. Dies ist nicht unbedingt so, jedes Paar hat ein anderes
Sexleben, es gibt keine festgesetzten Werte, wie oft man Sex haben sollte.
Jede Beziehung hat Ihre eigenen Regeln, niemand schreibt Ihnen vor, wie
oft Sie Sex haben sollen, wie eine harmonische Partnerschaft aussieht
usw. Dies haben Sie ganz alleine in der Hand, treffen Sie gemeinsam mit
Ihrem Partner Entscheidungen. Entscheiden Sie sich nur, wenn Sie auch
wirklich überzeugt sind, lassen Sie sich niemals von anderen überreden.
Verraten Sie Ihre Seele nie!
Lassen Sie sich von Ihren Empfindungen leiten, leben Sie Ihr eigenes
Sexleben aus, manchen hilft Kamasutra oder auch Tantra. Die fernöstlichen
Lehren sehen Sexualität anderes als die westlichen. In den fernöstlichen
Lehren sind Körper und Geist eine Einheit, auch in Fragen der Sexualität.
Fragen Sie sich auch, was Sie von einer Beziehung erwarten, welche Wünsche
Sie haben. Seien Sie ehrlich zu sich selbst, haben Sie ungelebte Sehnsüchte,
Träume und Vorstellungen? Wenn ja, dann sprechen Sie darüber
mit Ihrem Partner, denn je mehr Sie Ihren Partner integrieren und in Ihre
Träume und Sehnsüchte mit einbeziehen, desto eher kann eine
gemeinschaftliche Basis entstehen.
Büchertipp: Mars
und Venus - die Liebe siegt
Dauerhaftes Glück in einer Parnterschaft ist der Wunschtraum vieler
Menschen. Treue, Ehrlichkeit, Schutz, eine sichere Heimat, all dies verbinden
viele mit einer intakten Partnerschaft. Schenken Sie Ihrem Partner all
das, was Sie sich selbst wünschen. Schenken Sie aus vollem Herzen.
Nur wenn Sie selbst das geben, was Sie auch erhalten möchten, kann
Ihr Partner Ihre Sehnsüchte spüren. Jede Beziehung hat natürlich
einen tieferen Sinn, auch wenn es vielleicht Streit gibt, solange eine
Partnerschaft nicht beendet wurde, ist es wichtig, sich einzugestehen,
dass man sich diesen Partner ausgewählt hat und auch gemeinsam nach
Lösungswegen suchen muss. Ansonsten bleibt nur die konsequente Trennung
übrig. Jeder Mensch ist einzigartig - daher müssen wir auch
die Einzigartigkeit unseres Partners wahrnehmen! Nur dann kann die Beziehung
gelingen.
Die Liebe ist wie eine Pflanze, sie muss gehegt und gepflegt werden.
Wer z.B. immer in der Vergangenheit lebt (z.B. den jetztigen Partner mit
einem früheren Partner vergleicht), gibt dem jetztigen Partner nicht
die Chance, eine wahre Bindung aufzubauen. Darum ist es sehr wichtig,
nicht an der Vergangenheit festzuhalten, Vergangenes abzuschließen,
damit Neues entstehen kann. Nur dann hat die jetztige Partnerschaft eine
Chance!
Sexualität ist ein
Ausdruck der Sehnsucht nach dem Partner!
Sicher finden auch Sie einen Weg Ihr Sexualleben wieder zu beleben!
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