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zuletzt Aktualisiert:
07.05.2008 10:00
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Das NCP-Ernährungsprogramm
Das NCP-Ernährungsprogramm

 

NCP setzt die vielfältigen neuen Erkenntnisse über die Zusammenhänge von Ernährung und Gesundheit um in ein Programm, mit dem Sie Unpersönliches Brustkrebsrisiko gezielt senken können. Gleichzeitig werden Sie von den vielen weiteren gesundheitsfördernden Begleiteffekten dieses Programms profitieren.
Selbstverständlich eignet sich das NCP-Ernährungsprogramm auch für Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind. Es ersetzt dabei keine notwendige Chemo- oder Strahlentherapie, ergänzt aber eine Nachbehandlung in sinnvoller Weise und beugt gleichzeitig möglichen Rezidiven, d. h. Rückfällen vor.

Büchertipp: Deine Nahrung sei Dein Heilmittel

»Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel sein«, hat bereits Hippokrates, der Urvater aller Ärzte gefordert. In der östlichen, vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin ist das Wissen um die Heilkraft der Nahrung nie verloren gegangen. In der westlichen Medizin dagegen wurde die »Kräutermedizin« lange belächelt.
Das ändert sich jetzt. Wissenschaftliche Arbeiten über »sekundäre Pflanzenstoffe« und Krebs vorbeugende Substanzen in Nahrungsmitteln erscheinen nicht länger in alternativ angehauchten Blättchen zweifelhafter Reputation, sondern in den angesehensten Wissenschaftsmagazinen der Welt. Auf internationalen Kongressen diskutieren Spitzenforscher über Soja, Brokkoli Fischöle zur Krebsprävention. Das National Cancer Institute der USA, eines der renommiertesten Krebsforschungsinstitute, sieht das Thema Krebsprävention durch gezielte Ernährung inzwischen als eines seiner wesentlichen Aufgabenfelder. »Foods are drugs without the sideeffects« - Nahrungsmittel sind Medikamente ohne Nebenwirkungen, lautet die neue Erkenntnis amerikanischer Ernährungswissenschaftler. Diese Erkenntnis lässt sich bereits heute umsetzen in ein konkretes Programm zur Brustkrebsprävention, das NCP-Ernährungsprogramm. Das vorliegende Buch macht Sie mit diesem Programm vertraut.

Olivenöl kann schützen

Falls Sie jedoch auf Fleisch, Fisch und Fett nicht völlig verzichten möchten, bieten sich dennoch Möglichkeiten, wie Sie Ihr Brustkrebsrisiko vermindern können. Denn nicht alle Fette stellen für die Brust das gleiche Risiko dar. Im Gegenteil: Manche scheinen sogar vor Krebs zu schützen.


Zu diesen schützenden Fetten zählt vor allem das Olivenöl mit seinem hohen Gehalt an Omega-9-Fettsäuren. Seit langem schon war es Epidemiologen aufgefallen, dass es auch innerhalb Europas deutliche Unterschiede in der Brustkrebshäufigkeit gab. So ist z.B. in den Mittelmeerländern die Rate deutlich geringer. Ernährungsmediziner vermuteten als Grund hierfür den hohen Verbrauch an Olivenöl, der in allen diesen Ländern typisch ist. 2 Studien, in Griechenland und in Spanien, gingen daraufhin der Frage nach, inwieweit ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Olivenöl und der Brustkrebshäufigkeit besteht. Beide Untersuchungen kamen unabhängig voneinander zu den gleichen Ergebnissen: Frauen, die 2-mal täglich oder öfter Olivenöl zu sich nahmen, erkrankten eindeutig seltener an Brustkrebs als andere.

Büchertipp: Gesund und schön durch Olivenöl

Der Faktor Bewegung – Sport und Brustkrebsprophylaxe


Die Botschaft ist nicht neu: Würden wir uns mehr bewegen, könnten wir eine Vielzahl von Krankheiten vermeiden. Sport reduziert überflüssige Pfunde, hält Herz und Kreislauf fit und stärkt das Knochensystem. Neu ist allerdings die Erkenntnis, dass Sport offensichtlich noch vor einer weiteren Erkrankung schützen kann: vor Brustkrebs.

Die größte Studie zum Thema Sport und Brustkrebsprophylaxe stammt aus Finnland und untersuchte mehr als 25000 Frauen über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Es zeigte sich, dass Frauen, die regelmäßig vier Stunden Sport wöchentlich trieben, war das Brustkrebsrisiko um 37 Prozent geringer. Eine ähnliche Untersuchung der Universität von Südkalifornien an 1000 Frauen zeigte sogar eine Abnahme der Brustkrebshäufigkeit um mehr als 50 Prozent. Hätte ein neues Medikament in einer Untersuchung ähnliche Ergebnisse erzielt, es wäre als „Wundermittel gegen Brustkrebs“ bereits in allen Schlagzeilen.

Wie lässt sich die brustkrebsprophylaktische Wirkung von Sport erklären? Auch hier spielt offensichtlich die Absenkung der biologisch aktiven Östrogenspiegel die entscheidende Rolle. Zum einen wirkt regelmäßige sportliche Betätigung gegen Übergewicht. Wie wir bereits gesehen haben, er folgt im Fettgewebe die Umwandlung von Hormonvorstufen in Östrogene. Weniger Fettgewebe bedeutet daher niedrigere Östrogenspiegel. Zum anderen wirkt Sport aber auch auf eine bisher noch nicht genau geklärte Weise direkt auf die Östrogenproduktion der Eierstöcke. Anhand von Blutuntersuchungen lässt sich eindeutig nachweisen, dass sportlich aktive Frauen auch deutlich niedrigere Östrogenspiegel haben.


Bei Leistungssportlerinnen ist dieser Effekt gelegentlich so ausgeprägt, dass die Periodenblutungen sogar völlig ausbleiben. Dies ist natürlich nicht anzustreben, denn die Östrogene an sich sind ja sehr wichtige Hormone für eine Vielzahl von Organen und Funktionen des weiblichen Körpers. Leistungssport ist im Übrigen auch deshalb nicht gesund, weil dabei große Mengen an freien Radikalen freigesetzt werden. Über die schädigende und auch Krebs auslösende Wirkung dieser aggressiven Moleküle haben wir bereits ausführlich berichtet.

Leistungssport ist aber auch nicht das, was gefordert wird. Lediglich ein deutliches mehr an körperlicher Betätigung. Bereits mit vier Stunden Sport wöchentlich erreichen Sie optimale Ergebnisse. Aber auch mit zwei Stunden lässt sich noch eine statistisch nachweisbare Senkung des Brustkrebsrisikos erzielen.

Welche Sportart Sie dabei betreiben ist offensichtlich zweitrangig. Entscheidend ist, dass Ihnen die gewählte körperliche Betätigung Spaß macht, denn nur dann werden Sie sie auch regelmäßig fortsetzen. Für viele sportlich Ungeübte bedeutet es anfangs eine gewisse Überwindung, wieder körperlich aktiv zu werden. Wichtig ist, dass sie langsam angefangen, sich zu belasten, und dann nach und nach die Dauer und Intensität Ihrer sportlichen Aktivitäten steigern. Anfangen allerdings sollten Sie – Ihrer Gesundheit und Ihren Brüsten zuliebe.

Auszüge aus dem Buch:

Brustkrebs vorbeugen: So vermindern Sie Ihr Risiko

Dr. Bernd Kleine-Gunk

ISBN: 3-89373-523-2

Erschienen 1999

Trias Verlag

www.thieme.de

 

 
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