Viele Frauen haben Angst, dass die Milchbildung nicht genug angeregt
ist, die Muttermilch vielleicht nicht zur Ernährung des Babys ausreicht,
das Baby hungern muss und sich unwohl fühlt. Wann sollte die Milchbildung
angeregt werden? Die Milchbildung wird anregt, wenn die Milchbildung verzögert
ist, bei einer erschwerten Freisetzung der Milch oder bei der mangelnden
Aufrechterhaltung der Milchbildung.
Ganz wichtig ist es, das Kind bald möglichst nach der Geburt anzulegen.
Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme, die geeigneten Stillpositionen zeigen.
Wenn es beim ersten Mal nicht gleich gelingt, bitte nicht aufgeben. Ihre
Hebamme wird Ihnen gerne weiterhelfen, um Ihr Kind stillen zu können.
Desto öfters Sie das Kind anlegen, desto besser. Das Angebot regelt
auch hier, wie überall die Nachfrage. Denn häufiges Anlegen
fördert die Milchproduktion. Viele Hebammen schlagen den Wöchnerinnen
vor, mindestens alle zwei Stunden zu stillen, immer eine andere Brust
anbieten. Dies nennt man auch Wechselstillen.
Lassen Sie sich Zeit zum Stillen. In einer hektischen Umgebung, bei Stress
und Nervosität kann keine Milch fließen. Dafür brauchen
Sie Ruhe und Entspannung. Lassen Sie die Stillzeiten für sich und
Ihr Baby zu einer innigen Zusammenkunft werden, bei der Sie nicht durch
äußere Einflüsse wie Telefon, Türklingel oder Fernsehen
gestört werden. Am Anfang ist es auch wichtig, dass Geschwisterkinder
von Oma oder Opa betreut werden, damit Sie wirklich ausreichend Zeit mit
Ihrem Baby verbringen können, diese wichtige erste Zeit nennt man
auch "Babykokon".
Büchertipp:
Geburt und Stillen
Achten Sie unbedingt, dass Sie genügend Flüssigkeit
zu sich nehmen!
Trinken Sie zum Beispiel Milchbildungstee aus Kräutern wie:
- Kümmel
- Anis
- Zitronenverbene
- Brennessel
- Bockshornklee
Lassen Sie sich eine Mischung in der Apotheke zusammenstellen.
Es gibt auch den fertigen Stilltee aus kontrolliert-biologischem Anbau.
Viele stillende Mütter machen mit dem Milchbildungstee sehr positiv
Erfahrungen.
Zur sanften Pflege der Brust empfiehlt sich das Stillöl
. Stillöl pflegt und entspannt die Brust. Stillöl
auf der Basis von Mandelöl und
enthält die ätherischen Öle aus Fenchel, Kümmel und
Majoran - diese ätherischen Öle werden speziell zur Anregung
der Milchbildung
verwendet. Führen Sie täglich eine zarte Massage der Brust durch.
Das Stillöl kann schon ab der 38. Schwangerschaftswoche mehrmals
täglich angewendet werden.
Auch die einmalige Gabe Phytolacca C30 kann den Milchfluss anregen. Bitte
hier mit der homöopathisch arbeitenden Hebamme
in Verbindung setzen! Es gibt viele Hebammen die auf den sogenannten Milchstrich
schwören, es ist eine spezielle Massage am
Rücken, die die Milchbildung wirksam unterstützt. Fragen Sie
Ihre Hebamme danach.
Büchertipp:
Das
Stillbuch
Zur Stärkung empfehlen wir Ihnen die Milchkugeln nach Ingeborg Stadelmann.
Die erfahrene Hebamme Ingeborg Stadelmann hat sehr
gute Erfahrungen mit den Milchkugeln gemacht. Das Rezept finden Sie in
ihrem Buch "Die Hebammensprechstunde".
Sie empfiehlt stillenden Müttern auch, auf den so oft empfohlenen
Still-BH zu verzichten. Wer mag, kann die Milchbildung auch mit Malzbier
oder Caro-Kaffee anregen. Hier entscheiden sich natürliche alle Frauen
etwas anders, da es auch eine Frage des Geschmacks ist. Zur Stärkung
kann auch Mandelmus im Müsli, auf Brot oder auch pur gegessen werden.
Mandelmus schmeckt sehr gut und ist reich an B-Vitaminen.
Wenn Sie Probleme mit der Milchbildung haben, dann gönnen Sie sich
auf jeden Fall viel Ruhe! Stress und Nervosität sind kontraproduktiv.
Wenn Sie schon Kinder haben, dann sollten Sie schauen, dass Sie einen
Babysitter, gerne auch Opa oder Opa finden, der sich um die Kinder
kümmert. Gerade in der ersten Zeit ist es wichtig, dass Sie sich
vollständig entspannen und auf die neue Situation einstellen können.
Bitte machen Sie sich keine Schuldgefühle, Sie geben Ihr Bestes,
bleiben Sie positiv und zuversichtlich, wann immer Sie Fragen haben oder
Unklarheiten entstehen suchen Sie sich bitte Rat bei Ihrer Hebamme bzw.
Ihrer Stillberaterin.
Büchertipp:
Stillen
Weitere Themen:
Wunde
Brustwarzen
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Schüssler
Salze in der Schwangerschaft
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