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letzte Änderung:
14.01.2017

Naturheilkunde bei Menstruationsbeschwerden
Naturheilkunde bei Menstruationsbeschwerden


Jede dritte Frau in Deutschland leitet unter Krämpfen, Rückenschmerzen oder Unwohlsein während der Menstruation. Diese Schmerzen sind meistens ganz natürlich, eine Ausnahme ist die Endometeriose. Durch das Zusammenziehen der Gebärmutter, um die Schleimhaut abzustoßen, entstehen die Schmerzen, da diese Muskeln nur einmal im Monat aktiv sind. Die Schmerzen werden von Frau zu Frau unterschiedlich empfunden. Manchmal ändert sich das Schmerzempfinden auch im Laufe eines Lebens.

Hinweis: Eine gynäkologische Untersuchung ist immer notwendig, um abzuklären, ob organische Veränderungen die Ursache der Beschwerden sind. Hier kommen z.B. Gebärmutterentzündung, Myome, Endometriose usw. in Frage. Erst danach können Sie naturheilkundliche Möglichkeiten in Betracht ziehen. Naturheilkundlich orientierte Gynäkologen finden Sie unter: www.natum.de

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Welche alternativen Heilmethoden gibt es bei Menstruationsbeschwerden?

Es gibt verschiedene naturheilkundliche Möglichkeiten Menstruationsbeschwerden zu lindern bzw. zum Verschwinden zu bringen. Da jede Frau individuell verschieden ist, spricht jede Frau auf andere Maßnahmen an. Daher möchten wir Ihnen einen bunten Strauß von naturheilkundlichen Möglichkeiten vorstellen, aus dem sich jede Frau das passende auswählen kann. Menstruationskrämpfe können oftmals durch einen Magnesiummangel ausgelöst werden, dies kann der Gynäkologe bzw. Hausarzt im Blut feststellen. Wenn ein Magnesiummangel vorliegt kann eine Kur über 3 Monate mit Magnesium Verla versucht werden. Auch B-Vitamine können einen Einfluss auf die Menstruation haben. Wenn Ihre Menstruation sehr stark ist, denken Sie immer auch an "Eisenmangel", wenn Sie einen nachgewiesenen Eisenmangel haben, dann kuren Sie mit Floradix Kräuterblut und denken Sie auch an die Schüßler-Salz Nr. 3 Ferrum Phosphoricum D12 und Schüßler-Salz Nr. 2 Calcium Phosphoricum D6!

Büchertipp: Frauenheilkunde natürlich


Vielleicht möchten Sie gerne etwas auf Ihrem Bauch einreiben, sich einhüllen und wärmen. In diesem Fall empfiehlt es sich die Kupfersalbe rot (Fa. Wala) auf den Unterbauch einzureiben. Kupfersalbe rot regt sanft die Durchblutung an, wirkt leicht wärmend und entkrampfend. Wer lieber ein Öl ausprobieren möchte, liegt mit Johanniskrautöl auf der richtigen Seite. Mehrmals täglich auf den Unterbauch einreiben und ein Tüchlein darüberlegen. Eine Massage mit ätherischem Basilikumöl (Mandelöl mit einigen Tropfen Basilikumöl vermischen) wirkt entkrampfend und lösend. Bei allen Anwendungen empfiehlt es sich, etwas nachzuruhen und sich zu entspannen. Wenn Sie gerne baden, dann sind Bäder mit dem Zusatz von Schafgarbenkraut, Frauenmantel und Melisse sehr schön.

Aus dem Bereich der anthroposophischen Medizin kommt Menodoron von Weleda bei starken Schmerzzuständen in Frage. Anwendung nach Beipackzettelangaben. Die Tropfen Menodoron sind seit langem bewährt und haben schon vielen Frauen helfen können. Senfmehlwickel verschaffen auch Linderungen. Wie Senfmehlwickel angewendet werden und ob diese für Sie in Frage kommen, erfahren Sie hier. Wenn zu den starken Schmerzen noch Kreislaufprobleme hinzukommen, dann helfen Ihnen Skorodit Globuli (Fa. Wala).

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Lexikon der Frauenkräuter

Homöopathie kann Schmerzen "wegzaubern", wie uns eine Leserin geschrieben hat. Es gibt viele homöopathische Einzelmittel, die in Frage kommen können wie z.B. Chamomilla, Cimicifuga, Ignatia, Magnesium phosphoricum, Sepia, Lachesis und viele weitere. Daher empfehlen wir Ihnen eine einfühlsame und kompetente Homöopathin zu suchen, die mit klassischer Homöopathie arbeitet und das passende Einzelmittel für Sie findet. Ein wunderbarer Ratgeber für zu Hause ist: Homöopathie ganz weiblich von Frau Dr. med. Anja-Maria Engelsing, einer Frauenärztin und klassischen Homöopathin. Bei starken Schmerzen, besonders bei krampfartigen Bauchschmerzen während der Menstruation, kann Ignatia C30 1 Gabe sehr gut helfen, am besten 2 Tage vor der Menstruation nehmen. Sepia C 30 käme bei Östrogenüberschuss in Frage, wenn es dadurch zu Menstruationsbeschwerden kommt.

Es gibt auch homöopathische Komplexmittel wie z.B. Dysmenorrhoe-Gastreu® S R75, diese Tropfen kommen bei starken Unterleibskrämpfen und Gebärmutterkrämpfen zum Einsatz oder das bekannte homöopathische Schmerzmittel Spascupreel von der Fa. Heel. Wenn Sie schlecht einschlafen können und die Gedanken unentwegt um das selbe Thema kreisen, dann hilft Ihnen die Bachblüte "White Chestnut" sehr gut.

Bereiten Sie sich schon einige Tage vor Beginn der Periode einen Tee aus Frauenmantel, Gänsefingerkraut, Himbeerblättern und Melisse zu. Am besten Sie lassen sich in einem Kräuterhaus oder in einer naturheilkundlich-orientierten Apotheke beraten, ob in Ihrem Fall eher eine Teemischung oder ein einzelnes Teekraut angesagt ist. Aus dem Bereich der ayurvedischen Heilkunde kommt der Tipp schon einige Tage vor Beginn der Periode Ingwertee bzw. Ingwerwasser zu trinken. Vermeiden Sie auf jeden Fall Alkohol und Softgetränke.

Büchertipp: Frauenheilpflanzen

Nicht zu vergessen sind die Erfolge, die mit Akupunktur erzielt werden! Manche TCM-Therapeutinnen zeigen Ihren Patientinnen auch noch Akupressurgriffe, die diese dann zu Hause anwenden können. Die Schüßler-Salze haben noch Ihren "Schmerzkiller" Magnesium Phosphoricum D6 parat, diese werden als "Heiße 7" mehrmals täglich getrunken. Die "Heiße7" wirkt schnell und sicher und ist frei von Nebenwirkungen und hat längst Einzug in viele Hausarztpraxen gehalten. Auch Magnesium Tabletten (Magnesium Verla) kann helfen, hier ist es allerdings sinnvoll einen Bluttest zu machen, um zu sehen, ob ein Magnesiummangel vorliegt.

Was gibt es sonst noch, werden sich jetzt einige Leserinnen fragen? Es gibt noch so viele verschiedene Möglichkeiten, seien es Therapien, Heilmittel oder Anwendungen, die wir gar nicht alle aufzählen können. Wenn Ihnen bisher noch nichts Erleichterung verschafft hat, dann denken Sie auch an die Fußreflexzonenmassage, in England wird diese sehr oft auch in Krankenhäusern angewendet und erfreut sich auch in weiten Teilen der englischen Bevölkerung großer Beliebtheit zur "Selbstanwendung zu Hause". Um den Zyklus im allgemeinen zu stärken und auszubalancieren, ist Luna-Yoga eine tolle Möglichkeit. Es gibt fast in jeder größeren Stadt Luna-Yoga Lehrerinnen, die auch Kurse abhalten. Das macht auch dann Sinn, wenn Sie unter Zyklusunregelmäßigkeiten leiden oder eine schwache Blutung haben. Wenn Sie das Gefühl haben Ihre Menstruationsschmerzen sind Stress bedingt oder seelischer Natur, dann können Sie mit EFT (Klopfakupressur) eine Menge erreichen.

Viele dieser Naturheilmittel sind hilfreich gegen Menstruationsschmerzen. Die Wirkung tritt meistens erst nach Einnahme von 1-2 Monaten auf, da natürliche Mittel langsamer wirken als chemische Mittel. Die erste Menstruationsblutung eines Mädchens wurde in alten Kulturen häufig gefeiert und gehörte zum Frausein dazu. Heute in unserer hektischen Zeit wird die Menstruation oft als störend und unpassend angesehen. Gönnen auch Sie sich Ruhe, nehmen Sie sich Zeit für sich selbst. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Büchertipp: Natürliche Hormontherapie


Nehmen Sie sich Zeit, Konflikte in Ruhe und ohne Druck zu lösen, auch wenn es länger dauert, als sich auf "faule Kompromisse" zu einigen. Führen Sie eine Beziehung auf Augenhöhe, beide Partner sind gleichwertig und haben das gleiche Recht Probleme und Konflikte anzusprechen. Ein liebevoller Umgang miteinander sollte in jeder Partnerschaft vorherrschen, wenn kein liebevoller und achtsamer Umgang miteinander herrscht, stimmt etwas in der Partnerschaft nicht. Verzichten Sie in Ihrer Partnerschaft auf sogenannten Pflichtsex, das intime Beisammensein sollte Spaß machen und von Leidenschaft beider Partner bestimmt sein und nicht zu einer Pflicht verkommen, Sex hält gesund und stärkt auch das Miteinander, wenn er von beiden Partner gewünscht wird. Ganz wichtig in einer Partnerschaft sind Wohlwollen und Geduld.

Auch die Psyche hat einen Einfluss auf die Menstruationsschmerzen, besonders wenn Sie Probleme in der Partnerschaft haben. Menstruationsschmerzen können auftreten, wenn der Partner fremdgeht, partnerschaftliche Konflikte nicht gelöst werden können, eigene Grenzen nicht beachtet oder wahrgenommen werden und bei starken Verlustängsten. Der Körper zeigt mit den Schmerzen an, dass etwas nicht stimmt, etwas ist in "Unordnung" geraten und muss wieder "gerichtet" werden. Nehmen Sie Ihre eigenen Grenzen wahr und ernst und legen Sie Wert darauf, dass Ihre Grenzen auch von Ihrem Partner geachtet und respektiert werden.Vielleicht trauen Sie sich auch nicht, etwas Neues zu wagen. Spüren Sie in sich hinein, ob etwas auf Ihre Situation zutrifft.

Je tiefer du schaust,
desto mehr wirst du entdecken
denn in dir befindet sich die Quelle der Weisheit,
des Verstehens und des Erwachsens -
du brauchst sie nur zu berühren!
(Thich Nath Hahn)

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