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letzte Änderung:
14.01.2017

MANUELLE LYMPHDRAINAGE
MANUELLE LYMPHDRAINAGE

 
 
SYSTEM          METHODE          THERAPIE
 
Ob schon früher beschrieben oder auch nicht, die Aufzeichnungen von Aristoteles sind die ersten Beschreibungen des Lymphsystems, die uns überliefert sind. Die Lymphflüssigkeit wird als klare, farblose Flüssigkeit beschrieben. In der alexandrischen Schule schrieb man damals vom Ductus lactei (Milchbrustgang).

Seit der Wiederentdeckung des Lymphgefäßsystems durch Gaspare Aselli im Jahre 1622, gab und gibt es eine ständige Weiterentwicklung des Wissens um und über das Lymphsystem. Beachten Sie bitte den Zeitsprung von fast 2000 Jahren! (Wir können nicht immer davon ausgehen, dass die fortdauernde Menschheitsgeschichte automatisch eine Vergrößerung des Wissens nach sich zieht.)

Einen Riesensprung im Wissen über das Lymphsystem und dessen Beeinflussung ist Herrn Dr.Vodder in den 30ger Jahren zuzuschreiben. Nach der erstmaligen Vorstellung in Paris kamen nach und nach die wissenschaftlichen Beweise für die Existenz dieses Systems und der Möglichkeit einer Therapie.
Er beschrieb das Lymphsystem anschaulich und detailliert. Außerdem weckte er den Wunsch in den damaligen Therapeuten nach der besseren Behandelbarkeit bzw. Beeinflussung des Lymphsystems.

Heute wissen wir sehr viel exakter, aus was sich die Lymphflüssigkeit zusammensetzt. Das sie klar bis hellgelb erscheint, ist auf Fettsäuren zurückzuführen. Diese werden im Zuge der Verdauung über das Lymphsystem im ganzen Körper verteilt (bzw. anderen Systemen zum Weitertransport zur Verfügung gestellt). Wenn man Lymphflüssigkeit zwischen den Fingern reibt, bemerkt man, dass sie klebrig ist. Lymphflüssigkeit, die man auch Lymphe nennt, ist auch fast ausschließlich der Inhalt von „Blasen“, die sich bilden, wenn zu starke Reibung auf der Haut den Körper zu Gegenmaßnahmen zwingt.

Die Lymphe wird im sogenannten „Lymphatischen System“ transportiert. Dieses ist ein ganz besonderes Gefäßsystem, das neben dem arteriellen und venösen besteht. Dieses Gefäßsystem durchzieht den ganzen Körper und liegt, wenn es beginnt, dicht unter der Haut. Dort nimmt es viele Stoffwechselendprodukte auf und transportiert diese (unter anderem auch Viren und Bakterien) zu den nächsten Lymphknoten.
Der Transport geschieht wellenförmig und zart. In den Lymphknoten, die ebenfalls zum Lymphabflusssystem gehören, wird die Lymphe „gewaschen“.

Viren, Bakterien, Staubpartikel u.s.w. werden von vielen eingewanderten Freßzellen (Immunsystem) erkannt und vertilgt. Sodann wird die Lymphe weiter transportiert, um zum Schluß im Venenwinkel (am Hals) in das venöse Gefäßsystem ausgeschüttet zu werden.


Im Halsbereich bestehen besonders viele Lymphknoten. Der Grund hierfür ist, dass dort besonders viele Fremdstoffe über die Atmung und Nahrung zugeführt werden. Die meisten Lymphknoten befinden sich aber im Darmtrakt. Dort haben die Lymphknoten noch ganz andere Aufgaben. Sie „trainieren“ unser Imunsystem, welches sehr viele Aufgaben in unserem Körper hat. Wie Sie sich, verehrter Leser, also vorstellen können ist es besonders wichtig, dieses System zu unterstützen und zu fördern. Wenn das Lymphsystem also teilweise oder ganz ausfällt, hat das sehr unterschiedliche Auswirkungen.

Ich beschreibe Ihnen einmal drei Beispiele:
(Beispiele haben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit)

  Brustkrebs mit der Folge einer Operation
  Ein relativ einfacher operativer Eingriff am Knie : hier eine Meniskusoperation
  Keine Operation oder Unfall, und auch sonst keine Störung sichtbar aber in der Familie gehäuft vorkommend.


Die Patientin bemerkt in Beispiel eins ein deutliches Anschwellen des betroffenen Armes, weil in der Achselbeuge dieses Arms Lymphknoten entnommen werden mussten.

Der Patient in Beispiel zwei bemerkt kein Abschwellen seines Knies nach der Operation, weil im Zuge der Operation auch lymphatische Abflußgefäße durchtrennt wurden.

Die Tochter einer lymphatisch generell (den ganzen Körper betreffend) betroffenen Mutter, bemerkt, dass auch sie ihrer Mutter in diesem Punkt folgt. Ihre Beine, Bauch, Arme, ja sogar ihr Gesicht schwellen langsam immer mehr an.

Nun, ich kann Ihnen, auf dieser Internetseite keine direkten Lösungs- oder Therapievorschäge geben, aber Hilfsbeispiele. Also, jeder der drei Patienten sollte einen Therapeuten aufsuchen, ihm die Situation erklären und von ihm eine Lösungsmöglichkeit fordern. Ob dies ein Arzt, Heilpraktiker oder Physiotherapeut ist, ist primär egal. In der Regel kann dieser Therapeut den Patienten an einen Fachmann weiterleiten, der die Sachlage klärt und die entsprechenden Maßnahmen koordiniert. Fachleute sind mit einer (oder mehreren) Zusatzausbildungen versehen.

Ein paar Hilfen zum zurechtfinden gebe ich Ihnen aber gerne:

  MANUELLE LYMPHDRAINAGE
   
  Ist eine sanfte Massageform, die in der Regel der Dreh- und Angelpunkt bei der Behandlung von Lymphproblemen darstellt.
   
 
  KOMPRESSIONSBANDAGIERUNG
   
  Wird im Zusammenhang mit der Manuellen Lymphdrainage durchgeführt.
   
 
  MEDIKAMENTE
   
  Lymphatisch wirksame Medizin gibt es wenige auf dem „Markt“. Lymphdiaral- Salbe, oder Tropfen (Basistropfen) von der Firma Pascoe sind aber gut und bewährt. Alles über Apotheke.
   
 
  ÄRZTE / HEILPRAKTIKER
   
  Verodner der Manuellen Lymphdrainage, oder/ und der Kompressionstherapie. Diese Berufe wissen vor Ort auch geeignete Praxen zur Durchführung der Therapieformen. Wenn es keine oder zu einseitige Informationen gibt: Mund zu Mundpropaganda hilft!
   
 
  VERORDNUNGEN
   
  Sollten ausreichend ausgestellt sein! Zehn Anwendungen sind meist nur das Minimum, das ausreicht um ein Lymphabflussproblem zu lösen. Medizin, wie Lymphdiaral- Salbe und Basistropfen brauchen keine Verordnung
   
 
  ZUSATZTHERAPIEN
   
  Manuelle Kopfdrainage oder Manuelle Therapie in Kombination mit Manueller Lymphdrainage sind therapeutische Zusatzbehandlungen, die einen Fachmann zu einem Experten machen.
Andere Therapieformen wie Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik, Fitness, Sport, Ernährung und vieles mehr beantwortet Ihnen(hoffentlich) gerne Ihr Therapeut.
   
 

© PASCOE GmbH, Schiffenberger Weg 55, D-35394 Gießen,
Tel. +49 641/ 7960-0, www.pascoe.de, email: info@pascoe.de

 
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