Gesundheitsportal
letzte Änderung:
28.03.2014

Libidoverlust bei Frauen
Libidoverlust bei Frauen

 


Viele Frauen kennen das Problem, von heute auf morgen ist alles anders. Die Lust auf Sex verschwindet manchmal ohne Vorankündigung, einfach so, als wäre sie nie da gewesen. „Sex ist die schönste Nebensache der Welt!“, Sex darf nicht überbewertet werden und sollte in einer Beziehung auch nicht an erster Stelle stehen. Trotzdem gehört zu einer Partnerschaft ein erfülltes Sexualleben, erfüllend für beide Partner, dazu. Wenn dieses Sexualleben aber nicht mehr stattfindet, sondern durch irgendwelche Gründe unmöglich geworden ist, ist es wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen. Viele Frauen schämen sich und trauen sich kaum mit Ihrem Partner darüber zu sprechen. Sie schieben Kopfschmerzen oder andere Beschwerden vor, um nicht mit ihrem Partner intim sein zu müssen. Dies ist natürlich keine Lösung. Wir möchten Ihnen helfen, mögliche Ursachen zu finden, die einen Grund für den plötzlichen Libidoverlust sein könnten. Denn ein erfüllendes Sexualleben steigert Ihre Gesundheit und Ihr seelisches Wohlbefinden.

1. Libidoverlust bei Frauen - Die Einnahme der Anti-Baby-Pille

Viele Frauen haben durch die Anti-Baby-Pille die Lust am Sex verloren. Dies kann durch Unverträglichkeit passieren oder durch die Zusammensetzung des Präparats. Kontaktieren Sie Ihren Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin und sprechen Sie mit ihm darüber. Möglicherweise ist eine andere Pille oder eine andere Verhütungsmethode besser für Sie geeignet.

2. Libidoverlust bei Frauen - Klimakterium – Wechseljahre

Während der Wechseljahre kann es zu Scheidentrockenheit kommen, diese resultiert aus dem gesunkenen Östrogenspiegel. Die Scheidenschleimhaut wird deutlich trockener, dünner und manchmal ist sie auch weniger elastisch. Hier helfen besonders Gleitmittel
z.B. Bioglide, Sylk oder die Vaginalcreme Hyalofemme. Ein Versuch sind auch die Femina Vaginalzäpfchen mit dem Wirkstoff Granatapfel wert, die sehr gut bei Scheidentrockenheit wirken.

In den Wechseljahren verändert sich auch der Körper der Frau, dass kann viele Frauen zu Anfang verunsichern. So wie Sie sind, sind Sie vollkommen in Ordnung. Spüren Sie Ihre eigene Weiblichkeit, leben Sie diese auch aus, nur so können Sie Ihren Körper neu wahrnehmen. Ihr Körper kann sich durch die Wechseljahre verändern, die Haut wird generell trockener und muss regelmäßig gecremt werden, die Scheidenschleimhäute sind ebenfalls trockener, Stimulation an den Brüsten kann als schmerzhaft empfunden werden, auch ihr Gewicht kann sich verändern. Um einen neuen Zugang zu Ihrem Körper zu entwickeln machen Sie Hormon-Yoga oder Luna Yoga.

Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Gefühle und Ihre Ängste, schauen Sie gemeinsam, wie Sie die Lust wieder entfachen können. Manchmal verändern sich die sexuellen Wünsche bei Frauen in den Wechseljahren, einige Sexstellungen werden nicht mehr als erfüllend erlebt, die Orgasmusfähigkeit verändert sich, das Vorspiel muss angepasst werden. All diese Dinge können einen Einfluss haben, müssen es aber nicht. Hier hilft wirklich nur das einfühlsame Gespräch mit dem Partner über die Veränderungen, die Sie an sich bemerken.

Büchertipps: Gespräche der Liebe für Paare

3. Libidoverlust bei Frauen - Nach der Geburt

Viele Frauen verlieren nach der Geburt die Lust am Sex. Die Zeit der Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett sind für viele Frauen belastender als allgemein angenommen. Oftmals kommt es auch hier zu Scheidentrockenheit, Wundheit der Scheide usw. Hier helfen ebenfalls Gleitmittel wie oben beschrieben. Rückbildungsgymnastik nach Benita Cantieni hilft Ihnen, die weiblichen Organe wieder zu stärken, die eigene Lust zu stimulieren und Inkontinenz vorzubeugen. Die Zeit nach der Schwangerschaft ist für eine Frau nicht einfach, der Körper hat sich verändert, in der ersten Zeit lastet die Verantwortung für den neuen Erdenbürger schwer auf der Frau.
Nach der Geburt ist die Partnerin generell empfindlicher und benötigt mehr Einfühlungsvermögen, gerade auch dann, wenn Sie vor der Schwangerschaft eher heißen und impulsiven Sex hatten.

Im Wochenbett sollten Sie auf jeden Fall auf Geschlechtsverkehr verzichten, dass raten auch Gynäkologen und Hebammen. Danach können Sie wieder langsam beginnen. Das Vorspiel sollte ausgedehnt werden, denn es regt Ihre Partnerin an und schafft dadurch Erregung. Auch im Alltag gehören Zärtlichkeiten dazu, diese sollten zur normalen Miteinander im Tagesablauf gehören, sie fördern das Miteinander. Lassen Sie Ihrem Liebesspiel Zeit, setzen Sie sich nicht beide unter Druck, es muss klappen, egal wie. Diese Einstellung ist eine Einbahnstraße. Seien Sie spontan, stellen Sie Qualität vor Quantität und stellen Sie den Genuss über irgendwelche Sexpraktiken, die angeblich wichtig oder trendy sind. Fühlen Sie sich niemals schuldig, wenn nicht alles so klappt, wie Sie es sich wünschen. Gehen Sie das erste Mal nach der Geburt spielerisch an, mit viel Humor und Gelassenheit und dem Wissen, dass Sinnlichkeit und Verwöhnen auf jeden Fall dazu gehören. Seien Sie achtsam im Umgang miteinander und seien Sie füreinander da.

4. Libidoverlust bei Frauen - gynäkologische Erkrankungen

Einige gynäkologische Erkrankungen können zu Libidoverlust führen. Besonders Schmerzen im Unterbauch können zu diesen Problemen führen. Aber ebenso Endometriose, Myome, Krebserkrankungen oder Scheidenpilze. Natürlich können auch Operationen ein Grund sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, dass Sie Probleme bzw. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben, es gibt gute Übungen wie z.B. Beckenbodentraining oder Wild und Weiblich Training. Gerade bei Gebärmutterentfernungen fühlen sich viele Frauen nicht mehr weiblich und leiden sehr unter der Entfernung. In diesem Fall sollten Sie mit einer einfühlsamen Psychologin sprechen. Gerade nach einer Operation im Unterleib ist es wichtig, sich wieder langsam an Sex heranzutasten. Beginnen Sie mit absichtslosen Berührungen und Zärtlichkeiten, seien Sie vorsichtig im Umgang mit der Partnerin, festes Zupacken oder spezielle Sexpraktiken sollten Sie im Moment aussetzen, auch wenn es Ihnen beiden sonst Spaß macht. Denken Sie immer daran, dass Lieben eine Kunst ist, daher heißt es auch Liebeskunst.

Büchertipp: Das wünsch ich mir von Dir - entspannt Sex genießen

5. Libidoverlust bei Frauen - Stress und Partnerschaftsprobleme

Plötzlicher Libidoverlust ohne erkennbare Anzeichen, kann durch Stress verursacht werden. Stress kann durch verschiedene Faktoren entstehend, z.B. durch den Arbeitsplatz, die Kinderbetreuung, den Haushalt, die Familie, ein plötzlicher Todes- oder Krankheitsfall. Wichtig ist, gönnen Sie sich Zeit für sich selbst. Lernen Sie zu entspannen z.B. durch Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation. Ein Wellnesstag nur für Sie alleine kann vielleicht schon ein Wunder bewirken.

Nicht zu vergessen sind Partnerschaftsprobleme. Wenn Sie Streit mit Ihrem Partner haben, häufige Meinungsverschiedenheiten oder tieferliegende Probleme wirken sich diese auch auf Ihre Libido aus. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Probleme in der Partnerschaft, bringen Sie auch tieferliegende Unstimmigkeiten ans Licht. Finden Sie Kompromisse, wo es möglich ist, achten Sie die Meinung Ihres Partners, auch dann wenn Sie anderer Meinung sind. Sprechen Sie offen über Sexualität, Erotik und Sinnlichkeit. Erzählen Sie sich gegenseitig Ihre Wünsche und Träume, diese sollte in einer achtsamen Atmosphäre geschehen, in der sich beide Partner achten und respektieren.

Seien Sie offen für Sex, für Erotik und Zärtlichkeiten. Bedenken Sie auch, dass in einer langjährigen Beziehung oftmals die Erotik zu kurz kommt, bzw. sich eine Routine einstellt. Der Sex wird langweilig, alles ist immer gleich, es prickelt nicht mehr zwischen den Partnern. Probieren Sie etwas Neues aus, seien Sie spontan und spielerisch, planen Sie nicht alles durch, Sie müssen auch keine neuen Sexstellungen ausprobieren, wenn Sie keine Lust dazu haben. Aber Sie sollten spielerisch im Bett sein, sich und den anderen entdecken wollen. Eine Partnerschaft sollte ein gutes Fundament haben aus Respekt, Verständnis, Zuverlässigkeit, Achtung und Anstand. Dazu gehört auch, dass man Streitigkeiten nicht schreiend austrägt, dass man sich an gewisse Regeln im Streit hält und den Partner nicht beleidigt oder auf persönlicher Ebene kritisiert. Dieses Fundament ist auch in Krisenzeiten tragfähig.

Wenn Sie wissen, welche Ursache bei Ihnen dazu geführt hat, dann sprechen Sie mit Ihrem Partner. Wenn Sie möchten, ziehen Sie Ihren behandelnden Frauenarzt/ärztin ins Vertrauen. Gönnen Sie sich Zeit für sich selbst und für Ihre Partnerschaft. Manchmal hilft eine Partnerschaftsberatung oder eine Sexualtherapie.

Büchertipp: Weibliche Lust ohne Tabus


6. Libidoverlust bei Frauen - Selbstliebe und Selbstakzeptanz sind sehr wichtig

Sehr wichtig ist auch die Selbstliebe, nur wenn Sie sich selbst lieben, kann Ihr Partner Sie lieben. Sich selbst zu lieben bedeutet auch, dem eigenen Herzen zu folgen und seine eigenen Wünsche und Träume zu kennen. Selbstliebe fördert zudem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Wenn Sie sich gut fühlen, in Ihrer Mitte ruhen und innere Zufriedenheit ausstrahlen, können Sie alte Verhaltensmuster auflösen und neue, positive Verhaltensmuster in Ihr Leben integrieren.

Die eigenen Potenziale voll entfalten zu können und die eigenen Schwächen anzuerkennen, gehört untrennbar zusammen. Wer in sich selbst ruht, wer mit seinem Leben zufrieden ist und sich wohlfühlt, der strahlt das auch aus. Wenn Sie die eigene innere Mitte gefunden haben, dann spüren Sie in sich Zufriedenheit und Zuversicht. Vieles klärt sich auf, auch die Lust kann wieder entfachen. Manches wandelt und verändert sich, aber tief in jedem Menschen gibt es auch Lust und Leidenschaft. Diese müssen Sie wecken und Sie müssen sich zugestehen, Lust auch leben zu dürfen. Auch wenn Sie glauben, nie mehr Lust und Leidenschaft empfinden zu können, sollten Sie immer daran denken, dass Sie am Tiefpunkt wieder mit dem Aufstieg beginnen können.

Libidoverlust kann viele Ursachen haben, wie Sie aus den obigen Stichpunkten ersehen können. Wichtig ist, dass Sie nicht resigniert den Kopf in den Sand stecken. Versuchen Sie erst für sich alleine herauszufinden, aus welchem Grund Sie keine Lust auf Sex haben und sprechen Sie dann mit Ihrem Partner.

Büchertipp: Die fünf Sprachen der Liebe

Zitat:


Die Vernunft ist des Herzens größte Feindin...
Casanova


Unser Tipp eine Partnermassage mit Liebesöl:

50 ml Jojobaöl
4 Tropfen ätherisches Muskatellersalbeiöl
3 Tropfen ätherisches Rosenöl
3 Tropfen ätherisches Geraniumöl

Alles miteinander verrühren. Zimmerwarm werden lassen! Achten Sie auf mögliche Allergien und Unverträglichkeiten.

Alle Öle sollten aus kontrolliert-biologischem Anbau stammen!
Bitte darauf achten!
Ätherische Öle in Bioqualität erhalten Sie z.B. von den Firmen:
Farfalla, Primavera, Neumond, Feeling, Taoasis


Copyright: Das Gesundheitsportal

 

 
Büchershop
News
Partner sein - Eltern sein
Wenn das ersehnte Wunschkind die Familie vergrößert, ändert sich auch in der Partnerschaft etwas. Denn aus der Frau/Geliebten wirdweiter...
 
Neu auf dem Portal
Hitzewallung ...mehr

Endometriose ...mehr

Unfurchtbarkeit ...mehr

PSRT® ...mehr

Experten
     
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------  
Impressum       Datenschutz         Diese Seite weiterempfehlen                    Sprung nach oben  
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------