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letzte Änderung:
01.03.2015

Libidoverlust bei Frauen
Libidoverlust bei Frauen

 


Viele Frauen kennen das Problem, von heute auf morgen ist alles anders. Die Lust auf Sex verschwindet manchmal ohne Vorankündigung, einfach so, als wäre sie nie da gewesen. „Sex ist die schönste Nebensache der Welt!“, Sex darf nicht überbewertet werden und sollte in einer Beziehung auch nicht an erster Stelle stehen. Trotzdem gehört zu einer Partnerschaft ein erfülltes Sexualleben, erfüllend für beide Partner, dazu. Wenn dieses Sexualleben aber nicht mehr stattfindet, sondern durch irgendwelche Gründe unmöglich geworden ist, ist es wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen. Viele Frauen schämen sich und trauen sich kaum mit Ihrem Partner darüber zu sprechen. Sie schieben Kopfschmerzen oder andere Beschwerden vor, um nicht mit ihrem Partner intim sein zu müssen. Dies ist natürlich keine Lösung. Wir möchten Ihnen helfen, mögliche Ursachen zu finden, die einen Grund für den plötzlichen Libidoverlust sein könnten. Denn ein erfüllendes Sexualleben steigert Ihre Gesundheit und Ihr seelisches Wohlbefinden.

1. Libidoverlust bei Frauen - Die Einnahme der Anti-Baby-Pille

Viele Frauen haben durch die Anti-Baby-Pille die Lust am Sex verloren. Dies kann durch Unverträglichkeit passieren oder durch die Zusammensetzung des Präparats. Manche Frauen verspüren zudem noch ein Übelkeitsgefühl oder leiden unter Migräne. Aber auch Wassereinlagerungen, Pilzinfektionen der Scheide und Depressionen können Nebenwirkungen der Pille sein, die ebenfalls zur Sexmüdigkeit beitragen können. Kontaktieren Sie Ihren Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin und sprechen Sie mit ihm darüber. Möglicherweise ist eine andere Pille oder eine andere Verhütungsmethode besser für Sie geeignet. Es lohnt sich auch einen Blick auf die natürlichen Verhütungsmethoden zu werfen wie die symptothermale Methode nach Prof. Dr. Rötzer, NFP, Sensiplan u.ä. Bei genauer Anwendung und Kenntnis ist die Sicherheit hoch, es gibt heute schon viele Studien zum Thema "natürliche Familienplanung" und es gibt auch viele NFP-Beraterinnen, die Ihnen helfen können herauszufinden, ob solch eine Methode auch für Sie geeignet ist. Es gibt zum Thema zwei gute Bücher:

1. Natürliche Empfängnisregelung: Die symptothermale Methode - Der partnerschaftliche Weg
2. Natürlich und sicher: Natürliche Familienplanung - NFP

2. Libidoverlust bei Frauen - Klimakterium – Wechseljahre

Während der Wechseljahre kann es zu Scheidentrockenheit kommen, diese resultiert aus dem gesunkenen Östrogenspiegel. Die Scheidenschleimhaut wird deutlich trockener, dünner und manchmal ist sie auch weniger elastisch. Hier helfen besonders Gleitmittel
z.B. Bioglide, Sylk oder die Vaginalcreme Hyalofemme. Ein Versuch sind auch die Femina Vaginalzäpfchen mit dem Wirkstoff Granatapfel wert, die sehr gut bei Scheidentrockenheit wirken.

In den Wechseljahren verändert sich auch der Körper der Frau, dass kann viele Frauen zu Anfang verunsichern. So wie Sie sind, sind Sie vollkommen in Ordnung. Spüren Sie Ihre eigene Weiblichkeit, leben Sie diese auch aus, nur so können Sie Ihren Körper neu wahrnehmen. Ihr Körper kann sich durch die Wechseljahre verändern, die Haut wird generell trockener und muss regelmäßig gecremt werden, die Scheidenschleimhäute sind ebenfalls trockener, Stimulation an den Brüsten kann als schmerzhaft empfunden werden, auch ihr Gewicht kann sich verändern. Um einen neuen Zugang zu Ihrem Körper zu entwickeln machen Sie Hormon-Yoga oder Luna Yoga.

Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Gefühle und Ihre Ängste, schauen Sie gemeinsam, wie Sie die Lust wieder entfachen können. Manchmal verändern sich die sexuellen Wünsche bei Frauen in den Wechseljahren, einige Sexstellungen werden nicht mehr als erfüllend erlebt, die Orgasmusfähigkeit verändert sich, das Vorspiel muss angepasst werden. All diese Dinge können einen Einfluss haben, müssen es aber nicht. Manche Frauen haben das Gefühl einer Perspektivlosigkeit, bleiben Sie flexibel, entfachen Sie immer wieder die Leidenschaft und das Begehren und erweitern Sie einfach Ihren Erfahrungshorizont, oftmals freut sich der Partner, wenn das Sexleben etwas anders wird. Das wertschätzende Miteinander hilft Ihnen dabei eingeschliffene Verhaltensweisen in Ihrem Sexualleben aufzulösen und durch neue Erfahrungshorizonte zu ersetzen.

In der Routine des Alltags, gerade auch in langjährigen Beziehungen, kann es passieren, dass der Sex immer gleich ist, ohne Abwechselung, also sozusagen zur Routine geworden ist. Gerade dann tut es auch dem Paarsein gut, neue Wege zu beschreiten und sich neu kennenzulernen, damit kehrt auch wieder Spannung und der Reiz des Neuen in die Partnerschaft zurück. Das einfühlsame Gespräch mit dem Partner und Offenheit gepaart mit Vertrauen, geben Ihnen die Sicherheit, die Sie brauchen, um über solch intime Dinge mit Ihrem Partner zu sprechen.

Büchertipps: Gespräche der Liebe für Paare

3. Libidoverlust bei Frauen - Nach der Geburt

Nach der Geburt kann die Lust auf Sex deutlich nachlassen. Die Zeit der Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett sind für viele Frauen belastender als allgemein angenommen. Oftmals kommt es auch hier zu Scheidentrockenheit, Wundheit der Scheide usw. Hier helfen ebenfalls Gleitmittel wie oben beschrieben. Rückbildungsgymnastik nach Benita Cantieni hilft, die weiblichen Organe wieder zu stärken, die eigene Lust zu stimulieren und Inkontinenz vorzubeugen. Die Zeit nach der Schwangerschaft ist für eine Frau nicht einfach, der Körper hat sich verändert, in der ersten Zeit lastet die Verantwortung für den neuen Erdenbürger schwer auf den Schultern. Nach der Geburt ist die Frau generell empfindlicher und benötigt mehr Einfühlungsvermögen, gerade auch dann, wenn das Paar vor der Schwangerschaft eher heißen und impulsiven Sex hatte.

Im Wochenbett sollten auf jeden Fall auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden, dass raten auch Gynäkologen und Hebammen. Danach können Sie wieder langsam beginnen. Das Vorspiel sollte ausgedehnt werden, denn es regt die Frau an und schafft dadurch Erregung. Auch im Alltag gehören Zärtlichkeiten dazu, diese sollten zum normalen Miteinander im Tagesablauf gehören, sie fördern das Wir-Gefühl. Lassen Sie Ihrem Liebesspiel Zeit, setzen Sie sich nicht unter Druck, nach dem Motto es muss klappen, egal wie. Diese Einstellung ist eine Einbahnstraße. Seien Sie spontan, stellen Sie Qualität vor Quantität und stellen Sie den Genuss über irgendwelche Sexpraktiken, die angeblich wichtig oder trendy sind. Fühlen Sie sich niemals schuldig, wenn nicht alles so klappt, wie Sie es sich wünschen. Gehen Sie das erste Mal nach der Geburt spielerisch an, mit viel Humor, Gelassenheit und dem Wissen, dass Sinnlichkeit und Verwöhnen auf jeden Fall dazu gehören. Seien Sie achtsam im Umgang miteinander, seien Sie füreinander da und offen für eine neue gelebte Sexualität.

4. Libidoverlust bei Frauen - gynäkologische Erkrankungen

Einige gynäkologische Erkrankungen können zu Libidoverlust führen. In diesem Fall sollten Sie an Unterbauchschmerzen, Endometriose, Blasenentzündungen, Myome, Zysten, PCO, Krebs, Scheidenentzündungen, Scheidenpilze u.ä. Erkrankungen denken. Natürlich können auch Operationen ein Grund sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, dass Sie Probleme bzw. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben, es gibt gute Übungen wie z.B. Beckenbodentraining oder Wild und Weiblich Training. Gerade bei Gebärmutterentfernungen fühlen sich viele Frauen nicht mehr weiblich und leiden sehr unter der Entfernung. In diesem Fall sollten Sie mit einer einfühlsamen Psychologin sprechen. Gerade nach einer Operation im Unterleib ist es wichtig, sich wieder langsam an Sex heranzutasten. Beginnen Sie mit absichtslosen Berührungen und Zärtlichkeiten, seien Sie vorsichtig im Umgang mit der Partnerin, festes Zupacken oder spezielle Sexpraktiken sollten Sie im Moment aussetzen, auch wenn es Ihnen beiden sonst Spaß macht. Denken Sie immer daran, dass Lieben eine Kunst ist, daher heißt es auch Liebeskunst.

Büchertipp: Das wünsch ich mir von Dir - entspannt Sex genießen

5. Libidoverlust bei Frauen - Stress und Partnerschaftsprobleme

Plötzlicher Libidoverlust ohne erkennbare Anzeichen, kann durch Stress verursacht werden. Stress kann durch verschiedene Faktoren entstehend, z.B. durch den Arbeitsplatz, die Kinderbetreuung, den Haushalt, die Familie, ein plötzlicher Todes- oder Krankheitsfall. Wichtig ist, gönnen Sie sich Zeit für sich selbst. Lernen Sie zu entspannen z.B. durch Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation. Ein Wellnesstag nur für Sie alleine kann vielleicht schon ein Wunder bewirken.

Nicht zu vergessen sind Partnerschaftsprobleme. Wenn Sie Streit mit Ihrem Partner haben, häufige Meinungsverschiedenheiten oder tieferliegende Probleme wirken sich diese auch auf Ihre Libido aus. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Probleme in der Partnerschaft, bringen Sie auch tieferliegende Unstimmigkeiten ans Licht. Finden Sie Kompromisse, wo es möglich ist, achten Sie die Meinung Ihres Partners, auch dann wenn Sie anderer Meinung sind. Sprechen Sie offen über Sexualität, Erotik und Sinnlichkeit. Erzählen Sie sich gegenseitig Ihre Wünsche und Träume, dies sollte in einer achtsamen Atmosphäre geschehen, in der sich beide Partner achten und respektieren.

Seien Sie offen für Sex, für Erotik und Zärtlichkeiten. Bedenken Sie auch, dass in einer langjährigen Beziehung oftmals die Erotik zu kurz kommt, bzw. sich eine Routine einstellt. Der Sex wird langweilig, alles ist immer gleich, es prickelt nicht mehr zwischen den Partnern. Probieren Sie etwas Neues aus, seien Sie spontan und spielerisch, planen Sie nicht alles durch, Sie müssen auch keine neuen Sexstellungen ausprobieren, wenn Sie keine Lust dazu haben. Aber Sie sollten spielerisch im Bett sein, sich und den anderen entdecken wollen. Eine Partnerschaft sollte ein gutes Fundament haben aus Respekt, Verständnis, Zuverlässigkeit, Achtung und Anstand. Dazu gehört auch, dass man Streitigkeiten nicht schreiend austrägt, dass man sich an gewisse Regeln im Streit hält und den Partner nicht beleidigt oder auf persönlicher Ebene kritisiert oder niedermacht. Dieses Fundament ist auch in Krisenzeiten tragfähig und ein gutes und respektvolles Miteinander ist auch dann eine große Hilfe, wenn die Libido nicht mehr so stark ist.


Büchertipp: Wer liegt da noch in meinem Bett?


6. Libidoverlust bei Frauen - Selbstliebe und Selbstakzeptanz sind sehr wichtig

Sehr wichtig ist auch die Selbstliebe, nur wenn Sie sich selbst lieben, kann Ihr Partner Sie lieben. Sich selbst zu lieben bedeutet auch, dem eigenen Herzen zu folgen und seine eigenen Wünsche und Träume zu kennen. Selbstliebe fördert zudem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Wenn Sie sich gut fühlen, in Ihrer Mitte ruhen und innere Zufriedenheit ausstrahlen, können Sie alte Verhaltensmuster auflösen und neue, positive Verhaltensmuster in Ihr Leben integrieren. Wenn Sie Ihren Körper ablehnen, sich vielleicht sogar vor Sex irgendwie ekeln oder Sie Sex als "schmutzig" ansehen, dann kann Ihnen die Bachblüte Crab Apple sehr gut unterstützend helfen.

Die eigenen Potenziale voll entfalten zu können und die eigenen Schwächen anzuerkennen, gehört untrennbar zusammen. Wer in sich selbst ruht, wer mit seinem Leben zufrieden ist und sich wohlfühlt, der strahlt das auch aus. Wenn Sie die eigene innere Mitte gefunden haben, dann spüren Sie in sich Zufriedenheit und Zuversicht. Vieles klärt sich auf, auch die Lust kann wieder entfachen. Manches wandelt und verändert sich, aber tief in jedem Menschen gibt es auch Lust und Leidenschaft. Diese müssen Sie wecken und Sie müssen sich zugestehen, Lust auch leben zu dürfen. Auch wenn Sie glauben, nie mehr Lust und Leidenschaft empfinden zu können, sollten Sie immer daran denken, dass Sie am Tiefpunkt wieder mit dem Aufstieg beginnen können.

Libidoverlust kann viele Ursachen haben, wie Sie aus den obigen Stichpunkten ersehen können. Wichtig ist, dass Sie nicht resigniert den Kopf in den Sand stecken. Versuchen Sie erst für sich alleine herauszufinden, aus welchem Grund Sie keine Lust auf Sex haben oder wenn Sie wissen, welche Ursache bei Ihnen dazu geführt hat, dann sprechen Sie mit Ihrem Partner. Wenn Sie möchten, ziehen Sie Ihren behandelnden Frauenarzt/ärztin ins Vertrauen. Gönnen Sie sich Zeit für sich selbst und für Ihre Partnerschaft. Manchmal hilft eine Partnerschaftsberatung oder eine Sexualtherapie. Geben Sie der Liebe und der Sexualität wieder Raum in Ihrem Leben. Haben Sie Vertrauen in sich selbst und in Ihren Partner, dass Sie diese Zeit gut überstehen werden und aus Libidoverlust wieder Liebeslust wird.

Büchertipp: Die fünf Sprachen der Liebe

Zitat:


Die Vernunft ist des Herzens größte Feindin...
Casanova


Unser Tipp eine Partnermassage mit Liebesöl:

50 ml Jojobaöl
4 Tropfen ätherisches Muskatellersalbeiöl
3 Tropfen ätherisches Rosenöl
3 Tropfen ätherisches Geraniumöl

Alles miteinander verrühren. Zimmerwarm werden lassen! Achten Sie auf mögliche Allergien und Unverträglichkeiten.

Alle Öle sollten aus kontrolliert-biologischem Anbau stammen!
Bitte darauf achten!
Ätherische Öle in Bioqualität erhalten Sie z.B. von den Firmen:
Farfalla, Primavera, Neumond, Feeling, Taoasis


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