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letzte Änderung:
02.01.2012

Kaiserschnitt - Alles Wissenswerte in Kurzform
Kaiserschnitt - Alles Wissenswerte in Kurzform

 


Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen zum Thema "Kaiserschnitt" zusammengestellt. Bitte informieren Sie sich ausführlich und vor allem rechtzeitig und scheuen Sie sich nicht, mehere Gynäkologen aufzusuchen, wenn Sie weitere Meinungen benötigen. Entscheiden Sie nach Ihrem Bauchgefühl, welche Klinik und welcher Arzt für Sie das passende ist.

Wann wird ein Kaiserschnitt durchgeführt:

- Schräg- und Querlage des Kindes
- Beckenendlage
- Aids oder andere Infektionskrankheiten der Mutter
- Drohende Frühgeburt
- Lebensgefahr der Mutter
- Nabelschnurvorfall
- Uterusruptur
- Lebensgefahr des Kindes
- schwache Herztöne des Kindes
- Mehrlingsgeburt

Selbstverständlich gibt es noch andere Faktoren, die einen Kaiserschnitt notwendig machen. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt, wenn Sie weitere Fragen zu den Indikationen haben, die zu einem Kaiserschnitt führen können.

Wie können Sie sich optimal auf den Kaiserschnitt einstellen?

Der Kaiserschnitt ist eine Operation, diese wird entweder unter Vollnarkose durchgeführt oder unter einer Periduralanästhesie.Bei der PDA (Peridualanästhesie) ist die Patientin bei Bewusstsein, fühlt aber keine Schmerzen. So ist es der Mutter sogar möglich, das Kind zu stillen, zu streicheln und ihm nahe zu sein. Ebenfalls kann häufig der Vater im OP dabei sein. Sprechen Sie aber im Einzelfall vorher mit dem behandelnden Arzt, ob es auch wirklich möglich ist, da es von Klinik zu Klinik verschieden sein kann!

Was bedeutet "Notkaiserschnitt"?

Die Vollnarkose wird vom Arzt vorgeschlagen, wenn es schnell gehen soll, da sonst das Leben des Ungeborenen in Gefahr wäre. Bei Vollnarkose bzw. Notkaiserschnitt kann der werdende Vater leider nicht mit in den Operationssaal. Dies wäre auch eine zu starke seelische Belastung. Nach der Vollnarkose ist ein Stillen häufig nicht möglich, da Sie als Patientin nach der Vollnarkose noch etwas benommen sind, ist es sehr gut, wenn Ihr Partner sich statt Ihrer um den kleinen Erdenbürger kümmert. Wichtig ist der direkte Hautkontakt des Säuglings mit seinem Vater! Hier kann die Hebamme sicherlich Hilfestellung leisten und dem Vater zur Seite stehen.

Der „sanfte“ Kaiserschnitt – die Misgav-Ladach-Methode, was ist das?

Der sogenannte „sanfte“ Kaiserschnitt, die Misgav-Ladach-Methode wurde bekannt, da wenig geschnitten wird, dafür mehr gerissen! Daher heilen die Wunden besser, die Narbenschmerzen sind geringer und die Patientin ist schneller wieder fit. Wenn Sie sich für die Misgav-Ladach-Methode entscheiden, erkundigen Sie sich am besten vorher, welche Ärzte diese Methode anwenden.

Ich fühle mich schuldig, wenn ich keine "normale Geburt" habe! Was soll ich tun?


Wichtig ist, dass Sie einem medizinisch notwendigen Kaiserschnitt positiv entgegen sehen. Manche Frauen fühlen Sie minderwertig oder um das Geburtserlebnis betrogen. Niemand muss sich minderwertig fühlen, weil er einen Kaiserschitt hatte, um das Leben des ungeborenen Kindes nicht zu gefährden. Für einen guten Start ins Leben, ist ein Kaiserschnitt manchmal unumgänglich. Sicherlich fehlt die vollständige Geburtsphase, die letzten Minuten, bis der neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickt, die in gewisser Weise prägend sind für das Mutter-Kind-Verhältnis. Man weiß aber auch, dass Väter sich ebenso intensiv um das Neugeborene kümmern können, den wichtigen Hautkontakt mit dem Neugeborenen haben und es liebevoll in dieser Welt willkommen heißen.

Was kann ich tun, damit sich ein inniges Mutter-Kind-Verhältnis einstellt?

Sobald es Ihnen wieder gut geht, können Sie sofort Ihr Baby in Liebe empfangen, den neuen Erdenbürgen willkommen heißen, ihm Zärtlichkeit und Geborgenheit vermitteln. Die Beziehung des Neugeborenen zu Ihnen als Mutter wird langsam wachsen und Sie werden schnell eine Einheit bilden.

Seit dem Kaiserschnitt habe ich Probleme, ich fühle mich um das Geburtserlebnis betrogen, was nun?


Sollte Ihnen der Kaiserschnitt längere Zeit Sorgen und Probleme machen, sollten Sie versuchen, mit einem einfühlsamen Psychologen zu sprechen. Oftmals hilft auch das Gespräch mit anderen Kaiserschnitt-Müttern, mit denen Sie offen über eine Nöte und Sorgen sprechen können. Sie können
Ihre Weiblichkeit stärken, seelische Blockaden mit BSFF oder EFT lösen, Achtsamkeitsübungen machen, um wieder mehr mit sich selbst ins Reine zu kommen. Stellen Sie sich selbst in den Mittelpunkt und fragen Sie sich, was Ihnen gut tut, was Ihnen fehlt und was sich für Sie verändert hat? Gönnen Sie sich viel Ruhe, seien Sie aber auch für sich selbst da, z.B. machen Sie Rückbildungsgymnastik, verwöhnen Sie sich mit Entspannungsbädern und wenn Sie möchten, dann sprechen Sie auch nochmals mit dem Arzt, der den Kaiserschnitt durchgeführt hat. Dies tut vielen Müttern sehr gut, ein kompetenter und einfühlsamer Arzt nimmt sich Zeit für Ihre Fragen, manchmal hilft schon dieses eine Gespräch, um etwaige Probleme zu beseitigen.

 

 

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