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| - portofrei - |
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zuletzt
Aktualisiert:
01.09 .2008 10:00 |
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Interview zum Thema "Aussöhnung mit den Inneren Eltern"
Interview zum Thema "Aussöhnung mit den Inneren Eltern"
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„Aus
der Vergangenheit in die Gegenwart kommen"
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Die Journalistin Cornelia Nack im Gespräch mit dem
Paar- und Familientherapeuten Peter Bartning, Lübeck.
Ein Kapitel aus dem Buch
„Zwischen Liebe und Pflichtgefühl" - Frieden schließen
mit den älter werdenden Eltern. Kösel- Verlag 2004. |
| Cornelia Nack: |
Ist ein belastetes Verhältnis zu den Eltern eine Problematik, die
sich bei Ihren Klienten häufig stellt? |
| Peter Bartning: |
Wenn jemand nachhaltig Probleme hat, sei es als Einzelperson oder in seiner
Paarbeziehung, hat dies fast immer mit dem Elternhaus zu tun. Das Thema
"Aussöhnung mit den Eltern" oder "Aussöhnung mit
der eigenen Vergangenheit" stellt sich deshalb praktisch immer. |
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| Cornelia Nack: |
Wie bearbeiten Sie dieses Thema mit Ihren Klienten? |
| Peter Bartning: |
Bei dem Thema „Versöhnung mit den Eltern“ handelt es
sich um zwei verschiedene Prozesse, die deutlich unterschieden werden müssen.
Einmal geht es um die Eltern, die jetzt existieren, die oft schon alt geworden
sind. Hier kann sich für einen Klienten manchmal die Frage stellen,
ob eine Versöhnung mit diesen realen Personen stattfinden soll oder
nicht.
Zum anderen geht es um das Bild meiner Eltern aus Kindertagen, das ich noch
immer in mir trage. Diese beiden Ebenen müssen deutlich voneinander
unterschieden werden: meine realen Eltern heute und meine „inneren
Eltern“, so wie ich sie damals als Kind erlebt habe. Um es mit einem
Begriff aus der Transaktionsanalyse zu sagen: Wie wir unsere Eltern erlebt
haben, ist in unserem „Eltern-Ich“ gespeichert. Dadurch ist
es möglich, dass ich als Erwachsener in einer Problematik fest stecke,
die auf meinen Kindheitserfahrungen mit den Eltern beruht. In dieser Problematik
bin ich sozusagen ein Kind geblieben – ein unreifes Kind, vielleicht
ein rebellisches Kind oder ein resigniertes Kind. Es kann sein, dass ich
mit den heutigen Eltern ein gutes Verhältnis habe, aber in mir noch
immer der alte Kampf oder Frustration oder Resignation lebendig ist. |
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| Cornelia Nack: |
Können Sie für diese Situation ein Beispiel nennen? |
| Peter Bartning: |
Wenn sich zum Beispiel die Eltern getrennt haben, kann jemand daraus „gelernt“
haben, dass man sich nicht auf Beziehungen verlassen kann. Die Folge können
Partnerschaftsprobleme sein.
Ich versuche, bei meinen Klienten eine Sensibilität dafür zu erzeugen,
dass das heutige Verhalten und Erleben nicht ein Zufall ist, sondern aufbaut
auf dem, was wir früher erfahren haben. Denn: Wenn ein Kind in diese
Welt hineingeboren wird, ist es hilf- und orientierungslos. Die Eltern sind
dann für mich das, was jemand mal die „ersten Götter“
genannt hat. Ohne sie würde ich sterben. Und sie vermitteln mir grundlegende
Eindrücke von dem, was Leben bedeutet: „Leben ist angenehm, wunderbar!
Immer wenn es unangenehm wird, bekomme ich wieder etwas zu trinken, und
alles fühlt sich wieder wunderbar an!“ – oder eben nicht,
je nachdem. Die wenigsten Menschen können sich vorstellen wie fundamental
diese Erfahrungen sind. Darauf bauen unser Gefühlsleben, unser Verhalten
und unsere Denkweisen auf. Schichten unserer Psyche sind immer noch Kind,
und die alten Szenen arbeiten im Hintergrund. Wenn da etwas schräg
liegt, dann liegt mein Leben später auf diesen Gebieten auch zunächst
einmal schräg. |
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| Cornelia Nack: |
Wie lässt sich die verlorene Balance wiederfinden? |
| Peter Bartning: |
Entscheidend ist die Aussöhnung dieses „inneren Kindes“
mit den „inneren Eltern“. Denn wenn ich zum Beispiel vor meinen
„inneren Eltern“ Hemmungen habe, Klartext zu reden, werde ich
das auch nicht vor den realen Eltern oder vor Vorgesetzten oder dem Partner
wagen, weil ich mich immer noch in der alten kindlichen Rolle fühle.
Wenn diese Aussöhnung mit den „inneren Eltern“ geschehen
ist, braucht die äußere Aussöhnung mit den realen Eltern
für mich unter Umständen gar nicht mehr statt zu finden. Das ist
noch ein weiterer Punkt, ein zusätzlicher vielleicht, der aber womöglich
nicht zu realisieren ist, denn die Eltern müssen ja auch bereit sein,
dabei mitzumachen. |
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| Cornelia Nack: |
Also nicht den großen Sack aufmachen und den realen Eltern alles
vor die Füße schütten, was sie einem angetan haben? |
| Peter Bartning: |
Klienten fürchten manchmal, sie müssten jetzt so etwas tun.
Damit begeben sie sich aber in die Gefahr, die Aufgabe der Versöhnung
an die heutigen Eltern zu delegieren. Man erwartet, dass sie die eigene
innere Arbeit leisten. Aber es geht ja gar nicht um die heutigen Eltern.
Das Wichtigste, die Versöhnung mit den „inneren Eltern“,
ist eine Arbeit, die ich nur alleine machen kann. Wut und Ärger über
die Eltern zu spüren, kann ein wichtiges Durchgangsstadium sein, denn
diese Gefühle liefern Energie und mobilisieren mein inneres System.
Aber andere Schritte müssen folgen. Wut allein zeigt keine Lösungen
auf: Was habe ich gewonnen, wenn ich den Eltern sage, ihr seid schuld? Damit
bin ich selber noch nicht frei geworden. |
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| Cornelia Nack: |
Können Sie einmal schildern, wie diese innere Aussöhnung in
der Praxis aussieht? |
| Peter Bartning: |
Es kommt darauf an, dass ich in Dialog komme mit meinem Elternbild, und
dafür bietet sich das Rollenspiel an, wie es die Gestalttherapie oder
die Transaktionsanalyse anwenden.
Die Transaktionsanalyse basiert auf der Beobachtung, dass wir als erwachsene
Menschen in einer Situation empfinden können wie damals, als wir ein
kleines Kind waren, wir werden zum Beispiel ganz mutlos und verlieren alle
Hoffnung. In einer anderen Situation verhalten wir uns genau so, wie unser
Vater es immer gemacht hat: „So, basta, keine Widerrede!“ Hier
werden Erfahrungen wirksam, die wir früher gemacht haben, die in unserem
Gehirn gespeichert sind und auf die wir, oft ohne es zu wissen, zurückgreifen.
In der Transaktionsanalyse werden drei Bereiche der Psyche unterschieden:
das Eltern-Ich enthält das Denken, Fühlen und Verhalten, wie wir
es von Autoritätspersonen erlebt haben. Das Kind-Ich enthält Denken,
Fühlen und Verhalten von uns selbst als wir Kind waren. Dazwischen
ist das Erwachsenen-Ich der Gegenwart, das Situations-angemessen fühlt
und handelt, ohne Rückgriff auf eine gespeicherte Erinnerung. |
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| Cornelia Nack: |
Und diese drei Bereiche treten nun in einem Rollenspiel in Aktion? |
| Peter Bartning: |
Das Rollenspiels hilft mir, Denken, Fühlen und Verhalten dieser drei
Teile wahrzunehmen und mich mit ihnen auseinander zu setzen. Ich nehme einfach
drei Stühle, die diese drei Teile meiner Psyche darstellen. Ich setze
mich zum Beispiel auf den Kind-Ich-Stuhl und erzähle meinem Eltern-Ich
: Was ihr damals mit mir gemacht habt, war so furchtbar für mich, und
ich habe gar nicht gewagt, etwas zu sagen und so weiter. Das Interessante
ist, wenn ich mich da hinein vertiefe, komme ich wieder in diese Gefühle
hinein, bin fast in dieser Situation wieder drin. |
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| Cornelia Nack: |
So lebendig wird das dann? |
| Peter Bartning: |
Mit therapeutischer Anleitung und einiger Übung kann das so lebendig
werden, denn mein Kind-Ich enthält die Erinnerungen meiner Kindheit,
und dieser Teil reagiert genau so, wie ein lebendiges Kind reagieren würde.
Aus der Position des Erwachsenen-Ich kann ich dem Kind jetzt laut warme,
liebe Worte sagen. Und der kindliche Teil meiner Psyche wird darauf positiv
reagieren. Ich kann ihm auf diese Weise helfen, sich sicher und geborgen
zu fühlen, sich gegen das Eltern-Ich abzugrenzen, sich von ihm loszulösen
und vieles andere mehr. |
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| Cornelia Nack: |
Kommt es einem nicht komisch oder sogar albern vor, sich selbst laut Trost
zuzusprechen? |
| Peter Bartning: |
Es wird den meisten am Anfang albern vorkommen, aber wenn man es genau
nimmt, geschieht im Reden mit sich selbst etwas ganz Alltägliches,
denn jeder kennt diese inneren Dialoge: „Also, eigentlich würde
ich dieses und jenes gerne tun, aber andererseits geht es doch nicht ...“
Man muss dieses Rollenspiel praktizieren, um zu erfahren, dass es wirkt.
Wenn man sich etwa vorstellt, sich selbst als Säugling im Arm zu haben,
kann man beide Rollen spüren: was man als liebevolle Mutter einem Kind
geben kann und wie man als Säugling gehalten wird. Da passiert wirklich
etwas. |
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| Cornelia Nack: |
Und auf diese Weise kommt es zur inneren Aussöhnung? |
| Peter Bartning: |
Aussöhnung bedeutet, dass diese drei Teile in einen immer hilfreicheren
Dialog kommen. Eine hilfreiche Veränderung wäre zum Beispiel,
dass das Eltern-Ich mir nicht mehr einflüstert: „Das kannst
du ja doch nicht“ oder „Du bist nichts wert“, sondern
sich an die sich selbst gesagten Sätze erinnert, etwa „Du bist
wertvoll!“.
Zwar können wir unsere Erinnerungen nicht ausschalten, sie sind unauslöschlich
in unserem Gehirn gespeichert. Aber ich habe die Chance, eine positive
Stimme dagegen zu setzen, wenn ich im Rollenspiel das „nährende
Eltern-Ich“, wie die Transaktions-Analytiker es nennen, liebevoll
zum inneren Kind sprechen lasse. Denn auch dies ist ja eine Erfahrung,
die dann in unserem Gehirn abgespeichert wird. Im Laufe der Zeit lernt
meine Psyche dann, auf diese positiven Eindrücke, die ich mir selbst
gegeben habe, umzuschalten.
Ich kultiviere also auf diese Weise ein unterstützendes „Erwachsenen-Ich“,
das mir in Momenten der Mutlosigkeit Stärke geben kann?
Genau. Der erste Schritt besteht darin, die Gefühle von damals wieder
zu erleben, sie ernst zu nehmen und zu würdigen, indem ich meinem
„inneren Kind“ sage: Was du da erlebt hast, ist wirklich schlimm
für dich gewesen.
Der zweite Schritt besteht darin, ihm deutlich zu machen: Das alles ist
Vergangenheit. Heute sind wir erwachsen, sind unabhängig, es gibt
Menschen, die mich lieben, und wir können auf unsere eigenen Stärken
bauen.
Ich kann meinem „inneren Kind“ die Anerkennung geben, die
es sich damals so sehr von den Eltern gewünscht hat und dafür
sorgen, dass das „innere Kind“ sich von dieser Fixierung auf
die Eltern löst. Diesen Prozess kann ich im Rollenspiel abschließen,
indem ich vielleicht den Eltern einen rituellen Satz sage wie: „Ihr
habt das und das gemacht, ich habe das und das daraus gelernt, jetzt gehe
ich meinen Weg und lasse euch euren Weg gehen“.
Der letzte Schritt ist, dass ich den Eltern vergebe und sie damit wirklich
gehen lasse. Denn alles, was ich nachtrage, halte ich noch fest, behalte
es als eine Art Schuldschein. Vergeben heißt, ich zerreiße
den Schuldschein. Die Eltern waren so, ich kann es erklären oder
nicht, ich lehne das ab oder auch nicht, und ich lasse sie los.
Eine konkrete, wortwörtliche Aussöhnung mit den realen Eltern
muss also gar nicht sein, um mein Verhältnis zu ihnen zu verbessern?
Wenn die Aussöhnung mit den „inneren Eltern“ erfolgt
ist, kann ich auch den realen Eltern anders begegnen, weil ich nicht mehr
sagen muss: „Jetzt habt mich doch lieb!“ Solange ich noch
will, dass die Eltern etwas für mich tun, will ich sie ja noch verändern
und halte an ihnen fest. Die Eltern so zu lassen, wie sie sind, ist auch
ein Respektsbeweis. Und durch meine inneren Veränderungen wird auch
die reale Beziehung zu ihnen oft wie von selbst besser. |
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| Cornelia Nack: |
Kann ich die innere Aussöhnung auch alleine erreichen oder brauche
ich immer therapeutische Unterstützung? |
| Peter Bartning: |
Es ist durchaus möglich, mit dem „inneren Kind“ alleine
zu arbeiten, etwa indem ich als Erwachsener dem „inneren Kind“
einen Brief schreibe oder mein „inneres Kind“ sich in dieser
schriftlichen Form an die „inneren Eltern“ richtet. Weil aber
bei dieser Aussöhnungs-Arbeit viele starke Gefühle im Spiel sein
können, ist es oft hilfreich, diesen Weg mit einem Therapeuten zusammen
zu gehen.
Eine innere Aussöhnung kann auch dadurch geschehen, dass die realen
Eltern offen sind für ein Gespräch. Ich mache dann eine positive
Erfahrung mit den realen Eltern, sie können sehen, welche Not ich hatte,
und ich erlebe eine Versöhnung in der heutigen Zeit. Diese positive
Erfahrung kann auch dazu führen, dass ich mich mit den „inneren
Eltern“ versöhne, ganz ohne Therapie. |
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| Cornelia Nack: |
Wie soll ich mich den realen Eltern gegenüber verhalten, wenn sie
bei ihrem alten Verhalten bleiben, zum Beispiel ihre unrealistischen Erwartungen
und Ansprüche aufrecht erhalten oder mir weiter ständig Vorwürfe
machen? |
| Peter Bartning: |
Niemand sollte sich mit den „inneren Eltern“ versöhnen
wollen, damit die realen Eltern endlich lieb und nett werden. Das wäre
genauso ein Kontrollieren und Manipulieren und Unfreiheit. Ein Klient geht
erst mal seinen Weg für sich selbst allein. Das wird bei anderen vielleicht
gar nichts bewirken. Versöhnung muss nicht immer heißen: Friede,
Freude, Eierkuchen. Versöhnung bedeutet, dass ich eine erwachsene Stellung
gegenüber meinen Erfahrungen beziehen kann und keine reaktive wie ein
Kind.
Die Eltern haben ein Recht darauf, so zu leben und zu sein, wie sie immer
waren. Das ist ihr gutes Recht. |
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| Cornelia Nack: |
Ich sollte also überhaupt nicht erwarten, dass sie sich ändern? |
| Peter Bartning: |
Wenn sie sich ändern, ist das ein Geschenk, eine Gnade, genauso wie
jede gute Beziehung ein Geschenk ist. Aber das kann ich nicht erzwingen,
sonst bin ich sofort wieder in der Position des Kontrollierenden. Es sollte
immer darum gehen, dass ich eine andere Haltung einnehme, dass ich erwachsen
werde, auch den Eltern gegenüber. Dass ich sie loslassen und sie ihren
Weg gehen lassen kann. |
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| Cornelia Nack: |
Es gibt auch den Fall, dass ein erster Schritt zur Aussöhnung von
den realen Eltern unternommen wird, aber das erwachsene Kind dieses Angebot
nicht annehmen kann, weil unbearbeitete Ereignisse aus der Vergangenheit
einer neuen Nähe im Wege stehen. |
| Peter Bartning: |
In so einem Fall waren die Beteiligten oft über Jahrzehnte gewohnt,
einen bestimmten Grad der Nähe oder des Abstandes zu haben. Wird dieses
Gleichgewicht verändert, kann sich der andere bedrängt fühlen.
Wenn das erwachsene Kind Angst hat vor größerer Nähe, bedeutet
es meist, dass es innerlich nicht in der Gegenwart ist. In der Gegenwart
will der reale Vater oder die reale Mutter mehr Nähe, warum sollte
ich als Kind das nicht auch haben wollen? Weil mein Gefühl nicht in
Kontakt ist mit meiner heutigen realen Mutter, sondern mit meinen früheren
Erfahrungen und meiner „inneren Mutter“ – und schon bin
ich aus der Gegenwart verschwunden und lebe in meinem Vergangenheitsfilm.
In der Transaktionsanalyse würde es heißen: Ich bin im Kind-Ich
und nicht im Erwachsenen-Ich.
Damit ich meine Eltern so sehen kann, wie sie in der Gegenwart sind, muss
ich aus meiner Vergangenheit herausgekommen sein. In der Gegenwart leben
mit Offenheit und Achtsamkeit, sodass ich wirklich die angebotene Nähe
prüfen kann - das geht nur aus einer inneren Stärke heraus. Es
wäre schön, wenn wir uns so offen begegnen könnten –
frei von ‚flashbacks’ in die eigene Vergangenheit. Denn wirklich
glücklich sein kann man nur in der Gegenwart. |
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©
Herr Peter Bartning, Heilpraktiker (für Psychotherapie), Steinrader
Hauptstr. 23, 23556 Lübeck,
Telefon 0451 - 399 33 55, www.beziehungsheilung.de, email@beziehungsheilung.de
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