Sie ist viel mehr ein hochsensibles Sinnesorgan, das mit allen Regulationskreisen
des Körpers verbunden ist und somit ebenso wichtige Regulation- und
Kompensationsaufgaben zusammen mit dem Körper übernehmen muss.
Vor allen Dingen ist sie die Schaltstelle zwischen einem individuellen
Organismus und der Umwelt.
Hier laufen die ersten Informationen des Körpers von außen
ein, werden auf die Nervenendzellen umgeschaltet und dem Gehirn gemeldet
und von dort den jeweiligen Organen, den Zellen usw.
Die Haut meldet in uns unvorstellbarer Geschwindigkeit jeden Berührungsreiz
dem Gehirn und von dort wieder dem Organismus, der darauf unterschiedliche
Antworten bereit hält.
Wechselnde Temperaturen in der Umgebungsluft, veranlasst sie einerseits
dass die Verbrennungsöfen der Zellen angeheizt werden, dass durch
die Schweißdrüsen Kühlung auf der Haut erfolgt oder die
Abstrahlung der Körperwärme nach außen gedrosselt wird.
Wie die Haut mit den Lichtwellen umgeht, wissen wir nur aus dem Sonnenbereich,
und da auch nur soweit, wie es die Wissenschaft bis jetzt entdecken konnte.
Die Haut, die Kontaktschrank unseres Wesens, trifft als erste selbständig
die Entscheidung und Auswahl für den Körper, den sie schützend
umgibt, was in seinem Inneren ankommt, oder was blockiert wird, Feinstoffliches
sowie Teilchen.
Die Haut ist ein äußerst wichtiges Entgiftungsorgan, ein wesentlicher
Bestandteil des gesamten Entgiftungs- und Ausleitungssystems des Körpers.
Die Toxine oder die Schlackstoffe unseres Stoffwechsels im Darm sowie
bei jeglicher Verbrennung entstandene Abfallprodukte müssen zum großen
Teil über sie nach außen befördert werden.
Sehr viele vermeintliche Hauterkrankungen haben hier ihren Ursprung und
werden oft nicht als solche erkannt. Sie sind nicht die Erkrankung der
Haut selbst, sondern pathologisch gewordene Ausleitungsprozesse.
Sie ist ein selbständiger Organismus an dem äußersten
Ende unseres Wesens der uns die Mühe der Anpassung an die ständig
wechselnde Umgebungszustände erleichtert.
Diese enorme Arbeitsleistung wird meistens kaum beachtet. Die Haut als
Absatzmarkt für mehr oder weniger gute Pflegepräparate kann
äußerst empfindlich durch eben dieselben gestört werden.
Da die Haut mit allen Reaktions- und Regulationsorganen des Körpers
in enger Wechselwirkung steht, sollte ihre Pflege einen ganz besonderen
Stellenwert einnehmen. Man richtet sich dabei nach ihrer physiologischen
Beschaffenheit und eigenen Bedürfnissen.
Jeder Mensch hat, unverwechselbar wie seine Fingerbeeren einen individuellen
Stoffwechsel. Sie entscheidet, was wir von außen für unsere
Gesundheit brauchen, was in den Körper eindringen soll und was nicht.
Eine falsche Hautpflege, das heißt eine „Pflege, die ihr nachweislich
schadet und ihren Stoffwechsel blockiert, wie Mineralöle, kann nicht
nur die Haut selbst negativ beeinflussen, sondern darüber hinaus
auch die Funktion innerer Organe beträchtlich irritieren.
Die Haut ist die Summe aller Teile des Körpers. Sie ist die Visitenkarte
für unsere feinstoffliche Beschaffenheit ebenso wie die unserer Organe
und Gewebe. Es ist differential-diagnostisch bekannt, dass kranke Organe
ihre Zeichen an der Haut setzen können, wie z. B. bei der Erkrankung
der Leber, des Darmes, mit für diese Organ spezifischen Effloreszenzen,
sprich „Hautblüten“.
Man muss also, was immer man auf die Haut auftragen möchte zu aller
erst an ihren Synergismus, an ihr Zusammenspiel mit allen Teilen jenes
Körper denken, den sie vermeintlich nur als Hülle umschließt.
Ihr Dualismus aus Hülle und Einheit mit dem gesamten Mikrokosmos
eines individuellen Körpers und seiner ihm innewohnenden einmaligen
Regulationssystemen macht die Haut so großartig. Der Körper
reagiert immer als ein Ganzes, also auch die Haut.
Was eine schlechte Hautpflege für die Organe selbst bzw. für
den ganzen Organismus bedeutet, diese Frage muss man sich nach diesem
Wissen unbedingt stellen.
Die Haut ist durchlässiger als wir bis jetzt dachten. Von Hormonen
wissen wir, dass sie sehr leicht durch die Haut gehen können, bestimmte
Minerale und leider auch Gase.
Es werden immer mehr Medikamente in Salbengrundlagen eingemischt und auf
die Haut aufgetragen, um ihre Zielorgane im Körper auf diese Weise
zu erreichen und damit die Magen-Darm-Passage zu vermeiden.
Wir benutzen laut Reklamen stimulierende Pflegesubstanzen, Falten glättende
Pflegesubstanzen, nachtaktive Pflegesubstanzen, zellaktivierende, feuchtigkeitsspendende
usw. Ihnen werden noch sog, Carrier-Substanzen beigegeben, also Trägerstoffe,
die ein schnelles und tiefes Eindringen ermöglichen.
Wie tief diese Inhaltsstoffe eindringen oder Wirkstoffe, was sie ja letztlich
sein sollen, wie weit sie auch auf die inneren Organe störend einwirken
können, wurde bis jetzt noch kaum untersucht. Von den vielgelobten
Liposomen weiß man inzwischen , dass sie die Hautschranke völlig
passieren können und in der Blutlaufbahn des Körpers zirkulieren.
Es ist also sehr leichtsinnig, die Haut lediglich als ein eigenständiges,
dekoratives, ästhetisches Organ anzusehen, dass man beliebig zu Markte
tragen kann.
So muss eine optimale Hautpflege einerseits dem Schutz der Haut selbst,
ihrer sensiblen Hautstruktur dienen, sie gegen Austrocknung schützen
und zusätzlich bei ihren Ingredienzien auf die Auswirkung auf den
gesamten Körper Rücksicht nehmen.
Geht man so vor, so erhält man auch immer als „Dank“
der Haut ein ästhetisch, schönes Äußeres.
Es ist also mehr denn je notwendig, die Pflegemittel, für dieses
hochsensible Organ genauer unter die Lupe zu nehmen als bisher. Wir können
mit den falschen Pflegesubstanzen nicht nur ihre eigene Arbeit behindern,
sondern darüber hinaus zusätzlich Umwelttoxine in das Innere
einschleusen.
So kann man nicht beliebige Wirksubstanzen in eine Salbengrundlage einmischen
und man sollte v. a. nicht Mineralöle benutzen.
Als Salbengrundlagen wird in den meisten Pflegemitteln ein Paraffin oder
ein Paraffinderivat verwendet. Paraffine haben eine ganze Reihe von Vorteilen,
wohl gemerkt nur für das Produktmanagement.
Sie fallen bei der Erdölverarbeitung in großen Mengen als Nebenprodukt
an, so dass sie äußert billig sind. Da Erdöl ein Naturprodukt
ist, können Paraffine und Paraffinderivate als natürlich deklariert
werden. Einen günstigeren und natürlicheren Zusatzstoff gibt
es nicht.
Die gesättigten Kohlenwasserstoffe gehen aber keinerlei Reaktionen
mit anderen Substanzen ein. Da sie demnach auch nicht mit der Umwelt reagieren,
werden sie auch nicht ranzig und verfallen auch nicht. Es sind keine bzw.
wenig Konservierungsstoffe notwendig.
Durch die Möglichkeit Paraffin und Paraffinderivate gründlich
zu reinigen, enthalten sie kaum fremde Stoffe und wirken somit hypoallergisierend.
So sehr das alles für ein Produkt äußerst positiv erscheinen
mag, so entstehen doch sehr große Nachteile und Auswirkungen mit
ihnen auf unserem Körper.
Diese gesättigten Fettsäuren bilden auf der Haut eine geschlossene
Fettschicht. Sie ersticken quasi alle Prozesse, die auf einer gesunden
Haut ablaufen. Sie können sogar Ausscheidungen in den Körper
zurückdrängen. Man spricht von einem Plastiktüteneffekt.
Die überdeckenden Fette führen zu einer mangelhaften Fettregulation
der körpereigenen Hauttalgdrüsen. Es entsteht ein Suchteffekt
der allerdings erst offensichtlich wird, wenn Paraffin oder deren Derivate
weggelassen werden.
Ein für die Haut passendes Pflegepräparat muss durch die Haut
eigenen Enzyme schnell in einzelne Bruchstücke zerfallen, sodass
der Hautfilter diese in für ihn geeignete Substanzen umbauen, neutralisieren
oder aufbauen kann.
Mit einer unbedenklichen Behandlungen der Haut, wie sie heut immer mehr
zunimmt und die meisten Pflegepräparate unter diese Kategorie fallen,
nehmen wir ihr und darüber hinaus unserem gesamten Organismus die
hochsensible Fähigkeit uns an unsere Umwelt anzupassen. So wage ich
zu behaupten:
Falsche Hautpflege macht uns auf Dauer krank!
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