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Fernbeziehungen gibt es heute viel mehr als früher, bedingt durch
die Arbeitsmarktsituation und die Mobilität des modernen Menschen.
Fernbeziehungen bürgen Chancen, aber es gibt auch viele Probleme,
die es in der normalen Beziehungen so nicht unbedingt gibt. Die Erwartungshaltung
ist sehr groß, wenn die Zeit, die zwei Liebende miteinander verbringen
sehr begrenzt ist. Jeder möchte die Zeit intensiv und sinnvoll nutzen,
Sexualität begrenzt sich auf nur 1 bis 2 Tage in der Woche oder vielleicht
sogar im Monat.
Alltagssorgen oder berufliche Probleme möchten besprochen werden,
aber wann ist der richtige Moment dafür? Eines ist ganz wichtig,
vor allem in der Fernbeziehung, lassen Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin
an Ihrem Alltagsleben teilhaben. Dazu gehören auch Sorgen oder Traurigkeit,
genauso wie Glück und Freude. Wenn Sie sich treffen, nehmen Sie sich
einfach eine Stunde Zeit, in der über alle wichtigen Angelegenheiten
und Dinge gesprochen werden kann. Der intensive Austausch tut gut und
auftauchende Fragen können gleich beantwortet werden, ebenfalls ist
es so möglich, das Verhalten des Partners/der Partnerin besser zu
verstehen.
Büchertipp:
Körpersprache der Liebe
Genießen Sie die Zeit mit Ihrem Partner, aber kapseln Sie sich
nicht ab, von Ihrem Freundeskreis. Selbstverständlich möchten
Sie am liebsten die gesamte Zeit mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin allein
verbringen, aber denken Sie daran, wie wichtig Ihr Freundeskreis bzw.
ein intaktes soziales Umfeld ist. Also wenn mal wieder Ihre Freundin/Ihr
Freund gerade dann Geburtstag feiert, wenn Ihr Partner/Ihre Partnerin
da ist, dann einfach trotzdem hingehen. Sie sind doch auch froh, wenn
Ihre Freundin für Sie Zeit hat, wenn Ihr Partner/Ihre Partnerin wieder
nach Hause gefahren ist. Eifersucht ist in einer Fernbeziehung häufig
ein großes Problem. Es gibt ein Sprichwort: „Eifersucht ist:
Wer mit Eifer sucht – was Leiden schafft.“
Büchertipp:
Wecke die Diva in dir!
Suchen Sie nicht immer wieder nach Anzeichen, ob Ihr Partner/Ihre Partnerin
fremdgeht oder mit anderen Frauen oder Männern flirtet. Klären
Sie lieber gleich zu Beginn Ihrer Partnerschaft, wo Ihre Grenzen sind,
in wie weit Sie tolerant sind. Es ist wirklich besser, von Anfang an klare
Aussagen zu treffen. Wenn es Ihnen weh tut, wenn Ihr Partner sich mit
anderen Frauen trifft, dann sagen Sie ihm dies gleich, denn sonst kann
es sehr schnell in Ihrer Beziehung zu einem Vertrauensverlust kommen.
Ein Partner ist niemals das Eigentum des anderen. Toleranz und Akzeptanz
sind sehr wichtig. Sprechen Sie immer über Ihre Gefühle, nur
so kann eine Basis entstehen, auf der aufgebaut werden kann.
Büchertipp:
Mich übersieht keiner mehr
Sexualität in einer Fernbeziehungen ist manchmal auch nicht einfach.
Da die Möglichkeit für Zärtlichkeiten und Sex sehr begrenzt
ist. Setzen Sie sich bitte nicht unter Druck. Natürlich ist die Zeit
sehr begrenzt und Sie möchten diese gerne intensiv nutzen. Doch haben
Sie auf jeden Fall Verständnis, wenn Ihr Partner einmal keine Lust
auf Sex hat. Dies hat nichts mit Ihnen als Person zu tun, denn es kann
viele Gründe haben, wie z.B. Schmerzen durch die Periode, Krankheit,
Müdigkeit usw. Beziehen Sie also die Unlust Ihres Partners/Ihrer
Partnerin nicht auf sich selbst.
Büchertipp:
Entdecken, was wirklich zählt
Wenn die Erwartungshaltung zu groß ist, kann es häufig dazukommen,
dass ein Partner sich unter Druck gesetzt fühlt. Sprechen Sie auch
offen über Ihre sexuellen Vorstellungen und Wünsche. Zärtlichkeiten,
Partnermassagen oder Petting können Ihnen helfen, sich näher
zu kommen, ohne gleich Sex haben zu müssen. Sexualität darf
niemals zu einem Zwang werden, denn Leidenschaft entfaltet sich nur, wenn
Sie vollständig offen sind und sich nicht gezwungen fühlen.
Die wenigen Tage, die sie für sich haben, müssen nicht in Stress
ausachten. Achten Sie auf den Ausgleich. Schöne Stunden nur zu Zweit,
Treffen mit Freunden usw. Eine Fernbeziehung, die eine gesunde Basis hat,
kann für beide Partner sehr fruchtbar und erfüllend sein.
Wort des Monats: Wer einmal sich selbst gefunden hat, kann auf dieser
Welt nichts mehr verlieren. - Stefan Zweig -
Gedicht von Ruth Rau:
Wenn du beginnst zu lieben,
sagst du schon ja
zu den Tränen des Abschieds,
sagst du ja zu Enttäuschungen,
die nicht ausbleiben,
zu Hoffnungen,
die sich nicht erfüllen,
zu Anfängen,
die unvollendet bleiben.
Weitere Themen:
Sinnlichkeit
und Erotik
Sexualprobleme
Unlust
- Wenn Sex keinen Spaß mehr macht
Aphrodisiaka
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