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letzte Änderung:
14.01.2017

Was hilft bei Endometriose
Was hilft bei Endometriose

 

Endometriose ist ein noch weitgehend unerforschtes Krankheitsbild, dass nicht zuletzt viele Rätsel aufgibt. Trotz der nur geringen Kenntnisse über dieses Krankheitsbild weis man heute, dass sehr viele Frauen davon betroffen sind. Die Endometriose kann die Frau derart stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtigen, dass es unbedingt notwendig ist, mehr über Ursachen, Symptome, Krankheitsbilder und vor allem auch Therapiemöglichkeiten zu erfahren. Die Endometriose tritt bei Frauen jeden Alters, selbst schon bei jungen Mädchen auf und wird meistens nicht als solche erkannt.

1. Definition
1.1 Beschwerdebild
1.2 Die Endometriose
1.3 Formen der Endometriose
1.4 Alternative Methoden


1. Definition von Endometriose


Endometriose leitet sich aus dem lateinischen „Endometrium“ = Gebärmutterschleimhaut ab.
Allgemein gesprochen bezeichnet man verändertes Gebärmutterschleimhautgewebe, das sich außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedelt, als Endometriose.


1.1 Welche Symptome bzw. Beschwerden können auf eine Endometriose hinweisen?

Stichpunktartig sind dies:

- Kopfschmerzen
- Schwindelanfälle
- Rückenschmerzen
- Ischiasprobleme
- Darmbeschwerden
- Müdigkeit
- Antriebsschwäche
- Übelkeit

Treten diese Beschwerden verstärkt während der Periode auf, wird Sie in den meisten Fällen nicht erkannt, da die gleichen Beschwerden auch auftreten können, ohne an der Endometriose zu leiden. Die Endometriose führt zwar nicht zum Tod, kann aber eine derart große Beeinträchtigung der Frau verursachen, dass diese in ihrer gesamten Lebensqualität beeinträchtigt und behindert wird. Die Beschwerden äußern sich immer in Form von Schmerzen, die so stark sein können, dass es zu massiven Arbeitsausfällen, Einschränkung bei Freizeitaktivitäten und nicht zuletzt der Sexualität führen kann.

Büchertipp: Das Frauen-Gesundheitsbuch


1.2 Was ist die Endometriose nun genau ?

Verändertes Gebärmutterschleimhautgewebe siedelt sich außerhalb der Gebärmutterhöhle an. Dies ist kein natürlicher Vorgang, sondern führt letztlich durch weitere folgende Prozesse im Körper zu den eigentlichen Beschwerden. Bei Untersuchungen hat man die Endometriosezellen schon auf der Gebärmutterwand, dem Bauchfell, den Eierstöcken, auf der Blase, sowie dem Darm gefunden. Kaum vorstellbar, aber sogar in der Lunge wurden sie schon gefunden. Seiner ursprünglichen Funktion entsprechend und von den Hormonen gesteuert, wächst das Gewebe in der ersten Zyklushälfte und blutet am Ende des Zyklus. Es ist nicht schwer verständlich, dass hier die befallenen Organe stark beeinträchtigt werden und es zu unerträglichen Schmerzen kommen kann. Wodurch die Endometriose entsteht ist noch mehr oder weniger unbekannt. Zunächst geht man von zwei verschiedenen Theorien aus.

Zum einen vermutet man, dass die Frau während der Regelblutung nach innen blutet. Die dabei in den Körper gelangenden Zellen werden normaler weise vom Immunsystem erkannt und aufgelöst, was aber scheinbar bei der Endometriose nicht mehr möglich ist. Zum anderen geht man davon aus, dass sie angeboren ist und sich aus dem embryonalen Gewebe des Müller-Gangs entwickelt. Kleinste Gewebeteile finden aber nicht den Weg in das Innere der Gebärmutter und bleiben daher im Bauchraum. Auch eine Einwirkung von Wachstumshormonen und verschiedene Umweltbelastungen scheinen dabei eine Rolle zu spielen. Die Ursachen für eine Endometriose sind aber nicht rein physischer Natur, es gibt auch noch eine psychische Komponente. Das soll auf keinen Fall heißen, dass man sich die Schmerzen einbildet, sondern dass vom Gehirn aus gesteuert, physische Prozesse eingeleitet werden.



1.3 Formen der Endometriose

Man unterscheidet heute drei Formen der Endometriose:


- Oberflächliche Endometriose. Dabei siedelt sich Endometriosegewebe an den verschiedenen Organen an.
- Ovariale Endometriose. Es entstehen Endometrioseherde an Eileitern und Eierstöcken. Es kann zu Verwachsungen an den Eileitern kommen.
- Tiefe Endometriose lässt sehr oft Verwachsungen und ausgedehntes Narbengewebe entstehen.

Wenn entzündetes Endometriosegewebe heilt und dabei mit anderem Gewebe in Kontakt gerät und zusammenwächst, bilden sich nämlich Narben und Verwachsungen.


1.4 Alternative Methoden


Um die Endometriose mit Hilfe von alternativen Heilmethoden zu behandeln, muss man Zeit und Geduld mitbringen. In der Naturheilkunde wird der Körper als Ganzes angesehen, jede Begebenheit ist wichtig und wird genauer hinterfragt. Da das Krankheitsbild der Endometriose so vielschichtig ist, sind auch die möglichen Therapien ganz unterschiedlich. Jede Patientin sollte mit Ihrem Arzt abklären, welche therapeutischen Möglichkeiten für Sie in Frage kommen.

Phytotherapie:

Leberanregende Mittel:

Löwenzahn, Tausendgüldenkraut und Schafgarbe

Nierenanregende Mittel:

Goldrute, Brennesel

Hormonausgleichend wirken:

Frauenmantel, Himbeerblätter, Mönchspfeffer, Yamswurzel (z.B. als Yamswurzelgel)

Gegen Schmerzen und Krämpfe:

Gänsefingerkraut, Melisse, Johanniskrautöl, Weidenrinde, Mädesüß

Schleimhautsanierend:

Ringelblume, Taubnessel



Homöopathie:

Die klassische Homöopathie nach Samuel Hahnemann kann in der Endometriose sehr gute Erfolge erzielen, vor allem bei der Behandlung von Schmerzen. Hierfür wendet man sich am besten an einen Gynäkologen, der klassisch homöopathisch arbeitet. In einer Anamnese wird ein individuelles Einzelmittel herausgearbeitet. Eine Selbstbehandlung ist in diesem Fall nicht ratsam.


Tees:

Frauenmantel – reguliert den Hormonhaushalt, lindert Schmerzen

Ingwer – regt Blutzirkulation an, entkrampfend

Himbeerblätter – Regulation des Hormonhaushalts, beruhigt die Gebärmutter, lindert Krämpfe

Herzgespann – wirkt positiv auf die Gebärmutter, hilft gegen Unruhe

Johanniskraut – beruhigt das vegetative Nervensystem

Büchertipp:Emotional Taping für Frauen


Eine beliebte Endometriose-Teemischung, die von vielen Heilpraktikern empfohlen wird:


Schafgarbe
Goldrute
Schachtelhalm
Frauenmantel
Melisse
Himbeerblätter
Gänsefingerkraut

Den Tee in der Apotheke zu gleichen Teilen mischen lassen! Täglich 2 Tassen davon trinken.
Diesen Tee kurmäßig trinken! Bei Fragen bitte an den Heilpraktiker wenden!

Alternative Schmerztherapien:

Um Schmerzen zu lindern empfehlen sich Rücken- und Bauchmassagen mit ätherischen Ölen, Schüssler Salze (z.B. die Heiße Sieben bei Krämpfen), Fußreflexzonenmassage, Einreibungen mit Johanniskrautöl, warme Wickel mit ätherischen Ölen, Frauentees und homöopathische Komplexmittel (z.B. Spascupreel). Ebenfalls bewährt haben sich Präparate mit Pestwurz (Petadolex) oder mit Weidenrindeextrakt. Gegen Schmerzen wird auch von einigen Gynäkologen und Heilpraktikern Akupunktur empfohlen, probieren Sie es einfach aus. Bei einigen Endometriosepatientinnen hat die Akupunktur die Schmerzen gelindert und das allgemeine Wohlbefinden verbessert. Bei starken Regelschmerzen kann eine kurmäßige Einnahme von Nachtkerzenölkapseln erwogen werden.




Traditionelle Chinesische Medizin:

Bei der Behandlung von Endometriose werden vorwiegend folgende Methoden angewendet:

- Akupunktur
- Moxibustion
- Chinesische Kräuterheilkunde
- Tuina
- Chinesische Ernährungslehre

Einen Gynäkologen der nach der Traditionellen Chinesischen Medizin arbeitet kann man unter: www.natum.de finden. Auch Heilpraktiker behandeln mit der Traditionellen Chinesischen Medizin.


Entspannungstherapien als Unterstützung:

Es eignen sich vielfältige Entspannungsverfahren, diese können nach den eigenen Wünschen oder Erfahrungen ausgewählt werden.

- Luna Yoga
- Bauchtanz
- Yoga
- Autogenes Training
- Qi Gong
- Feldenkrais
- Eutonie


Mistelkuren bei Endometriose


Anthroposophische Ärzte empfehlen Spritzkuren mit Mistelextrakt bei Endometriose. Bitte wenden Sie sich bei Interesse immer an einen erfahrenen Mediziner oder ein anthrophosphsiches Krankenhaus wie z.B. die Filderklinik bei Stuttgart! Dort können Ihnen anthroposophisch arbeitende Gynäkologen Auskunft geben und einen Behandlungsplan erstellen. Mistelpräparate gibt es von Weleda, Wala und Helixor.

Blutbildung - bei Eisenmangel helfen Blutquick und Schüßler-Salz Nr. 3


Bei starken Blutungen achten Sie bitte darauf, dass kein Eisenmangel entsteht. Die Blutbildung kann sehr gut Blutquick anregen, ein pflanzliches Tonikum aus dem Hause Herbaria/Salus. Ebenfalls wirksam ist Schüßler-Salz Nr. 3 Ferrum Phosphoricum D6 - als Dosierung empfiehlt sich 2x3 Lutschpastillen! Essen Sie reichlich eisenhaltiges Gemüse.

Von einigen Leserinnen haben wir Rückmeldung erhalten, dass auch Veilchensalbe nach der Heiligen Hildegard von Bingen unterstützend hilft Endometrioseherde "aufzulösen", bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Salbe um ein Naturmittel handelt, welches Zeit zur Wirkung benötigt.


Redaktionstipp:




Diagnostik und Therapie aus ganzheitsmedizinischer Sicht
Im Umgang mit der Komplexerkrankung Endometriose mit ihrem oft chronisch schmerzhaften Verlauf und den weitreichenden psychosozialen Folgen auf das Leben der betroffenen Frauen ist eine ganzheitliche Sicht notwendig, die die Lebensqualität und nicht nur das „Funktionieren“ berücksichtigt. Denn jede Endometriose ist anders! Durch Wissen und Eigenkompetenz können Frauen lernen, mit einer chronischen Endometriose gut zu leben und sich eine optimale Behandlung zu sichern.

Welche diagnostischen und therapeutischen Verfahren heute zur Verfügung stehen und wie alternative Heilmethoden der TCM, der Homöopathie und der endometriosespezifischen Rehabilitation bei der Schmerzbewältigung helfen können, wird in diesem Buch von Endometriose-Spezialistinnen und –Spezialisten patientinnenorientiert beschrieben. Ergänzend werden Fruchtbarkeitsstörungen und ihre Behandlung thematisiert und Aspekte der Selbsthilfe aufgezeigt.

Autorinnen und Autoren:

Dr. Anja Maria Engelsing

Homöopathische Therapie der Endometriose
Naturheilkundliche Begleitung vor und nach einer Operation

Prof. Dr. med. Jörg Keckstein
Die chirurgische Therapie der Endometriose

Prof. Dr. med. Gerhard Leyendecker
Die Bedeutung der Uterusmuskulatur

Dr. med. Christiane Niehues
Rehabilitation bei Endometriose

Dr. Ansgar Römer
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bei Endometriose

Prof. Dr. med. Karl-Werner Schweppe
Wesen und Entstehung der Endometriose
Die medikamentöse Therapie der Endoetriose

Prof. Dr. h.c. Hans-Rudolf Tinneberg
Sterilitätsbehandlung bei endometriosebedingter
Unfruchtbarkeit

Johanna Wolf
Diätetik in der TCM bei Endometriose

Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.
Erfahrungen aus der Selbsthilfearbeit


Zitat:

„Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.“

Mahatma Gandhi


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