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letzte Änderung:
14.01.2017

Babymassage
Babymassage

 
BABYMASSAGE – eine Wohltat für die Sinne

Bei der Babymassage handelt es sich nicht um eine Massage im herkömmlichen Sinn, es ist eine sanfte Berührung für die Sinne, ein Streicheln und Mitteilung der Liebe über die Hände. Die Babymassage ist eine sehr wirkungsvolle Methode, Kinder von Anfang zu fördern und in ihre persönliche Entwicklung zu unterstützen und sollte im besten Fall immer von den Eltern ausgeübt werden. Die liebevolle Berührung stärkt das Kind auf allen Ebenen. Und auch Eltern profitieren davon, von dem Gefühl etwas Gutes für das Kind zu tun und den weichen, duftenden Körper sanft zu berühren, ist auch eine Wohltat für die eigenen Sinne.

Babymassage: Berührung ist Nahrung

Aus grausamen Studien in Waisenhäusern zum Beginn des vorigen Jahrhunderts weiß man, dass die Sterblichkeitsrate von Säuglingen und Kleinkindern extrem hoch war, wenn sie keine körperliche Zuwendung und Berührung bekamen, sondern nur gefüttert wurden. Körperkontakt und Berührung ist für das Überleben genauso wichtig wie die Ernährung. Es gibt so genannte „sensorische Mangelerscheinungen“. Gehemmtes Knochenwachstum, mangelnde Gewichtszunahme, schlechte Muskelkoordination, Immunschwäche oder Teilnahmslosigkeit können die Auswirkungen sein. Ohne Berührung können wir uns nicht spüren, Berührung definiert die Grenzen. Ohne Berührung bleibt das Gefühl für meine Oberfläche sehr verschwommen – es gibt kein Selbstgefühl.

Babymassage: Die Haut als Sinnesorgan und Oberfläche des Gehirns

Die Haut ist das oberflächengrößte Organ des Körpers. Die gesamte Haut enthält etwas 640000 Sinnesrezeptoren, die über eine halbe Million Nervenfasern mit dem Rückenmark verbunden sind. Jede Information, die über die Haut aufgenommen wird, wird dadurch über das Rückenmark an das Gehirn weitergeleitet – so nehmen wir Hitze und Kälte wahr, Jucken und Kitzeln, Druck und Vibration und eine enorme Vielfalt von Schmerz- und Lustgefühlen.


Babymassage: Wohlbefinden für das Baby

Kinder, die massiert werden, fühlen sich wohl in ihrer Haut. Die körperliche und emotionale Kommunikation sowie der Aufbau des Urvertrauens werden gefördert. Mit der Massage wird das Urbedürfnis des Säuglings nach zärtlicher Berührung, Wärme und Geborgenheit gestillt. Täglich sollte man etwa 15 Minuten aufwenden, wenn es nach dem Sinn des Babys ist. Der beste Zeitpunkt für die Massage ist, wenn das Kind ausgeschlafen und aufnahmebereit ist sowie keinen Hunger hat. Wesentlicher Aspekt ist auch, die Babymassage in Form eines kleinen Rituals zu geben. Wiederholte Abläufe, bekannte Vorgänge geben dem Kind das Gefühl von Sicherheit und Halt.

Büchertipp: Schmetterling und Katzenpfoten

Die Wirkung der Babymassage

Die Babymassage bringt viele Vorteile:

· Anregung von Durchblutung und Stoffwechsel
· Förderung und Entwicklung des Nervensystems
· Verbesserung der Sinneswahrnehmung
· Intensivierung des Kontaktes sowie Beziehung zwischen Eltern und Kind
· Förderung des seelischen und körperlichen Wohlbefindens
· Verringerung von Koliken und Bauchschmerzen
· Stärkung des Immunsystems
· Förderung des entspannten Schlafrhythmus

Liebe und Zärtlichkeit, die über die Hände erfahren werden, stärken das Urvertrauen und schafft Selbstbewusstsein! Das Baby soll um Erlaubnis gefragt werden, es massieren zu dürfen. Achtung der Persönlichkeit und der Grenzen von Anfang an, schafft eine wichtige Basis für das Leben. Das Kind kann zwar die Worte nicht verstehen, aber es nimmt den Sinn wahr. Kinder dürfen niemals gegen den Willen massiert werden. Wenn man dem Kind Aufmerksamkeit schenkt, wird man die Botschaften erkennen.

Büchertipp: Sanfte Hände


So wie die Eltern so das Kind!

Um Entspannung und Wohlbefinden vermitteln zu können, müssen die Eltern erst selbst zur Ruhe finden. Jede Anspannung, körperliches Unwohlsein und Stress überträgt sich auf das Kind. Und das ist nicht nur bei der Babymassage so. Das gilt für das gesamte Zusammenleben ab der Zeugung. Babys sind bis etwa drittes Lebensjahrs vollständig mit der Mutter energetisch verbunden. In meiner Praxis beobachte ich immer wieder, dass unruhige Kinder von ihren Müttern und/oder Vätern „angesteckt“ werden. Hektische Eltern haben unruhige, schreiende Kinder.

Ich betreue viele Mütter in der Schwangerschaft mit Shiatsu und nehme wahr, dass diese Kinder nach der Geburt sehr ausgeglichen sind. Mütter, die auf sich selbst achten und ihre Bedürfnisse leben, bieten dem Kind Gelegenheit, dies zu erlernen. Daher gilt grundsätzlich – geht es der Mutter gut, dann geht es auch dem Baby gut. So wunderbar die Babymassage ist, keinem Kind nützt sie, wenn die Eltern angespannt und gestresst sind.

Büchertipp: Babymassage

Massieren Sie auch Ihr Baby

Freude am eigenen Körper, ist ein wunderbares Lebensgefühl und selten bei Menschen in unserem Kulturkreis vorhanden. Stress, Missachtung der körperlichen und seelischen Bedürfnisse sind leider an der Tagesordnung. Deshalb ist es so wichtig dem Kind von Anfang an, die Möglichkeit des Wohlbefindens im Körper zu vermitteln. Der Körper ist die Basis für Lebensfreude und Wohlbefinden, der oft nicht beachtet wird und dann zum Feind wird, wenn er nicht mehr funktioniert und gesund ist. Gesunde Ernährung, Achtung, Wahrnehmung und Erfüllung der persönlichen, seelischen Bedürfnisse sind grundlegend für die Gesundheit. Jede Form von Massage und Arbeit am Körper kann helfen, das Gefühl für die die eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu schaffen. Ihrem Baby können Sie von Anfang viel lernen und helfen, an Zugang zum Körper und Bedürfnisse zu finden. Die beste Basis für ein erfülltes und gesundes Leben.

Büchertipp: Babybrei - der sichere Einstieg in die Beikost


Babymassage wird leicht erlernt

Die Babymassage für das eigene Kind ist von jedem leicht erlernbar und benötigt keine Vorkenntnisse. In 3 Stundeneinheiten kann eine Ganzkörpermassage sowie eine spezielle Kolikmassage vermittelt werden. Besonders die Kolikmassage hat sich als sehr effektiv herausgestellt. Gerade die 3-Monats-Kolik ist ein Übel, dass viel Schreien und unruhigen Schlaf hervorruft. Diese Spezialmassage, die für 2 Wochen zweimal täglich durchgeführt werden muss, ist sehr hilfreich.

Aber im Grunde genommen erfordert es keine Technik. Die Absicht und liebevolle Berührung, ein Einsalben mit hochwertigem Öl (wie z. B. Mandelöl) erfüllt seinen Zweck. Jedoch mehr Wissen und Kenntnis von Griffen gibt einfach Sicherheit. Mit Einfühlungsvermögen und Aufmerksamkeit, lernt man Signale des Kindes erkennen, und merkt bald, was das Kind liebt oder nicht. Babys wissen und spüren noch, was sie wollen. Ich bin immer wieder von der natürlichen Intelligenz der kleinen Wesen begeistert.

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Zitat von Frederic Leboyer:

Babymassage - ein stiller Dialog der Liebe
zwischen einer Mutter und ihrem Baby.
Fast wie ein Ritual, ein Tanz -
die Ruhe der Bewegungen,
ihre kontrollierte Kraft:
Zärtlichkeit und Würde!


© Regine Heiligenbrunner, Dipl. Shiatsu-Praktikerin, Schopenhauerstr.29/18, A-1180 Wien
Tel: 01-9584236, http://www.shiatsu-info.at, regine@shiatsu-info.at

 


 
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