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letzte Änderung:
14.01.2017

Ayurveda - Mutter der Medizin
Ayurveda - Mutter der Medizin

 

Es gibt keine Lehre über gesunde Lebensweisen, die älter und fundamentaler ist als Ayurveda. 5000 Jahre alt sind Schriften, in den vedische Hochkulturen Altindiens ayurvedisches Wissen festgehalten hatten. Aber auch schon vorher wurde dieses Wissen mehrere Jahrtausende mündlich weitergegeben.



Ayurveda ist als Begriff nicht leicht zu deuten. Zusammengesetzt aus „Ayus“, dem Leben und „veda“ dem Wissen, ensteht der Sinn „Das Wissen/ Die Wissenschaft vom langen Leben“.
Diese Wissenschaft geht von einem ganzheitlichen Ansatz aus. Einklang von Körper, Geist und Seele, sowie die Einbeziehung aller Umweltfaktoren führen dazu, dass Ayurveda auch heute noch hoch geschätzt und anerkannt ist.

Ayurveda sucht die Ursachen im Ursprung. Alles setzt sich aus nur fünf Elementen zusammen, Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Sie alle beeinflussen den Körper. Diese den Körper beeinflussenden Faktoren nennt man Doshas oder auch Funktions- bzw. Energieprinzipien oder Lebensenergien.
Man unterscheidet:

Vata - das Bewegungsprinzip (leitet sich ab aus Äther und Luft)
Pitta - das Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip (leitet sich ab aus Feuer und Wasser)
Kapha - das Strukturprinzip (leitet sich ab aus Erde und Wasser)

Die drei Doshas sind in jedem Menschen unterschiedlich verteilt. Gerät die normale Verteilung aus dem Gleichgewicht, sind Beschwerden und Krankheiten die Folge.

Wer schon einmal mit Ayurveda in Berührung gekommen ist, dem Fallen zu diesem Begriff sofort, Ölmassage oder über die Stirn laufendes Öl, massierende Hände auf einem nackten Körper ein.
Tatsächlich wird unter Anwendung von Öl, Kräutern, speziellen Ausleitungsverfahren sowie verschiedene Entspannungsübungen, wie Yoga oder Meditation, versucht, das Gleichgewicht der Doshas wieder herzustellen.
Der Ayurveda-Arzt kann, vorwiegend mit Hilfe der Pulsdiagnose, den Zustand der Doshas ermitteln und daraus die entsprechende Therapie ableiten.

"Pulsdiagnose"
Ein wesentlicher Bestandteil der Therapie sind die verschiedenen Ölmassagen. Diese werden meistens von zwei Personen synchron am Körper durchgeführt. Die Haut ist das flächenmäßig größte Organ des Menschen und eignet sich durch ihre Eigenschaften und Funktionsaufgaben sehr gut, um den Körper anzusprechen.

Es werden verschiedene Öle verwendet. Je nach Konstitutionstyp (Vata, Pitta, Kapha) werden die Öle individuell ausgesucht. Die Öle dringen über die Haut tief in das Gewebe ein und können sehr schnell am ganzen Körper wirken.

Neben der Ölmassage durch zwei Therapeuten am gesamten Körper hat sich auch der Stirnguss bewährt. Er ist wegen seiner Wirkung sehr beliebt.
Warmes Öl fließt in einem feinen Strahl über die Stirn. Der Stirnguss fördert die Hirnfunktionen, Sinneswahrnehmung, Konzentrationsfähigkeit und den allgemeinen Energiefluss. Er führt zu tiefer körperlicher und geistiger Entspannung.
Der Stirnguss kann bei Kopfschmerzen, Augenleiden, stressbedingten Störungen und bei Schlaflosigkeit helfen.





"Stirnguss"
Welches Öl wird bei welchem Konstitutionstyp angewendet? Verschaffen Sie sich einen Überblick:

Die Massageöle bestehen aus einer Rezeptur von reinsten Ölen höchster Qualität. Es kann jedes ökologisch hergestellte, kaltgepresste Öl verwendet werden.

Sesamöl findet seine Anwendung vorwiegend beim Vata- und Kapha-Konstitutionstyp. Es wird oftmals auch als Ölgrundlage dazu verwendet, verschiedenste Kräutermischungen einzumischen, meist einzukochen.
Mandelöl ist das klassische Öl in der Kosmetik und wird zur Schönheitspflege eingesetzt. Es hat eine kräftigende Wirkung und nährt die Haut.
Olivenöl ist für alle Konstitutionstypen geeignet. Wird ebenfalls in der Schönheitspflege bzw. als Basisöl verwendet.
Rizinusöl wirkt auf erhöhtes Pitta.
Lindert Schuppenflechte oder Juckreiz bei äußerlicher Anwendung.
Neben Ölen sind auch Fette gut geeignet:


 
Kokosfett wirkt sehr kühlend und wird gerne am Kopf einmassiert. Damit können die Haarwurzeln gestärkt und das Haarwachstum gefördert werden.
Ghee oder Gheebutter ist ein spezielles Ayurvedaprodukt, welches Sie im Naturkostladen kaufen können. Gheebutter wird in der ayurvedischen Küche verwendet, kann aber auch auf den Körper massiert werden. Es hat wohltuende, kräftigende, reinigende und heilende Wirkungen.

Das Stichwort „Küche“ leitet zu einem weiteren großen Themenkreis von Ayurveda über, nämlich zur „ayurvedischen Küche“.

Die Ernährung spielt in unserem Leben auch im Hinblick auf unsere Gesundheit eine sehr zentrale Rolle. Wir können unsere Gesundheit mit richtiger Ernährung erhalten, sie hat so zu sagen vorbeugende Wirkung.
Durch die richtige Auswahl entsprechender Gemüse, Kräuter, Gewürze, Früchte oder allgemein Zutaten, können die drei Doshas in ein Gleichgewicht gebracht werden.

Wir stellen Ihnen die sechs Geschmacksrichtungen vor:

süß Getreide, Kartoffel, Reis, Milch, Butter, Sahne, Zucker, Öl
sauer Zitrusfrüchte, Käse, Joghurt, Essig, milchsauer Vergorenem
salzig Steinsalz
scharf Ingwer, Pfeffer, Kreuzkümmel, Rettich, Radieschen
bitter Spinat, Rosenkohl, bittere Gewürze und Kräuter
herb Mungdal, Bohnen, Blumenkohl, Kartoffel, Brokkoli, Äpfel, Birnen
Die Speisen sollen bekömmlich, warm, frisch gekocht, nährstoffreich und schmackhaft sein. Aus der unendlichen Anzahl von schmackhaften Rezepten stellen wir drei beispielhaft zum nachkochen vor:

Diese Rezepte veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung des AT-Verlages aus dem Buch:
„Das große Ayurveda Kochbuch“ von Nicky Sitaram Sabins. Dort finden Sie noch weitere 147 einfache, indisch inspirierte Rezepte.




          Dahi Wadu
 

Frittierte Linsenbällchen mit würziger Joghurtsauce

100g halbierte weiße Linsen
1 El gehackte Mandeln
500 g Magerjoghurt
je ¼ TL Kreuzkümmel, ganz, Senfkörner
Ajwain und Asafoetida
4-6 Curryblätter
Salz
Öl zum Frittieren
1 TL frischer Oregano oder Petersilie

Die Linsen waschen und über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen und die Linsen zu einer dicken Masse pürieren. ¼ TL Salz und die Mandeln darunter mischen.

Den Joghurt mit ½ TL Salz verrühren.

1 TL Öl erhitzen, Kreuzkümmel, Senfkörner, Ajwain, Asafoetida und die Curryblätter darin anrösten. Die Würzmischung unter den Joghurt rühren.

Öl zum Frittieren erhitzen. Vom Linsenpüree mit einem EL jeweils eine kleine Menge abstechen, vorsichtig in das heiße Öl gleiten lassen und goldbraun frittieren. Herausnehmen und sofort 10 Sekunden in kaltes Wasser tauchen. Dann das Wasser mit der Hand vorsichtig ausdrücken. Dadurch wird überschüssiges Fett entfernt und anschließend die Joghurtsauce besser aufgenommen. Die Joghurtsauce in eine Schüssel füllen und die Linsenbällchen hineingeben. 15 Minuten ziehen lassen. Mit Oregano oder Petersilie garniert kalt servieren.

Reduziert Kapha und Pitta, stärkt Vata!



               Bhakri
 

Ayurvedische Pizza

1 TL Ghee
500 ml Milch
250 g Polentagrieß
1 TL Herbes de Provence
¼ TL Kurkuma
½ TL Korma Masala
½ TL Amchur (Mangopulver)
1 TL Zucker
Salz

 











1 Zucchini, in dünne Scheiben geschnitten
3 Tomaten, in dünne Scheiben geschnitten
1 Chilischote, fein gehackt
3 EL Maiskörner
100g geräucherter Tofu, klein gehackt
50 g Rucola, gewaschen
1 Karotte, gerieben

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen!

Ein Backblech mit Ghee bestreiben. Die Milch aufkochen, Polentagrieß, Kräuter, Gewürze, Zucker und Salz unter ständigem Rühren dazugeben und weiterrühren, bis die Polenta fester wird. Abschmecken und sofort auf dem Backblech ausstreichen. 5 Minuten abkühlen lassen. Anschließend mit Zucchini, Tomaten, Chili, Mais und Tofu belegen und 15 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Mit Rucola und geriebener Karotte garniert servieren.

Geeignet für alle drei Doshas!



                    Badami Halwa
 

Mandelplättchen

100g Palmzucker, in kleine Stücke zerteilt
100 ml Wasser
1 Msp. Kardamom
1 Msp. Muskatnuss
2 EL Ghee
200 g gemahlene Mandeln
100 g gehackte Mandeln
2 EL Kichererbsenmehl

Den Palmzucker zusammen mit dem Wasser zu einem dicken Sirup kochen. Kardamom, Muskatnuss und 1 EL Ghee hinzufügen, beiseite stellen und warm halten. Nochmals 1 EL Ghee erhitzen, die gemahlenen und die gehackten Mandeln darin 10 Minuten bei ganz kleiner Hitze weiter rösten. Nun den Palmzuckersirup dazugießen und weitere 8 Minuten bei mittlerer Hitze kochen, bis eine dicke Masse entsteht. Die Masse auf einem Blech ausstreichen und mit einem Messer in Stücke teilen. Vor dem Servieren abkühlen und fest werden lassen.

Reduziert Vata und Pitta, stärkt Kapha.


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