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letzte Änderung:
14.01.2017

Alexandertechnik
Alexandertechnik

 
Die Redaktion GESUNDHEITSPORTAL sprach mit Adrienne Aretz, Alexander-Technik-Lehrerin in Bonn.

Das Gesundheitsportal: Frau Aretz, Sie unterrichten seit sechs Jahren Alexander-Technik. Warum wollen viele Menschen diese Methode erlernen und was haben Ihre Schüler für Erfahrungen gemacht?

Adrienne Aretz: Die meisten Leute kommen, weil sie Verspannungsschmerzen loswerden wollen, ihr Instrument besser spielen oder besser reiten möchten. Andere wollen Bandscheibenvorfällen vorbeugen, sich besser präsentieren oder einfach entspannen können. Fast alle Schüler haben schon bald eine Verbesserung erlebt, und wenn sie das Gelernte auch ab und zu im Alltag anwenden, hält diese Entwicklung weiter an, ohne spezielle Übungen zu machen oder weiteren Unterricht zu nehmen.

Das Gesundheitsportal: Was ist Alexander-Technik genau? Ist das eine Therapie?

Adrienne Aretz: Alexander-Technik ist eine Methode, mit der wir lernen können, uns wieder so gut koordiniert zu bewegen, wie wir es als Kinder getan haben. Mit der Zeit stellen sich dadurch immer mehr positive Entwicklungen ein: Verspannungen nehmen ab, Durchblutung und Abwehrkraft werden gesteigert, Bewegungen werden leichter und müheloser. Alexander-Technik wirkt vorbeugend und zum Teil heilend bei allen Problemen, bei denen Bewegung eine Rolle spielt. Die Technik ist aber keine Therapie.
Bei akuten Beschwerden sollte man sich erst einmal medizinisch beraten lassen.

Das Gesundheitsportal: Was passiert in einer Alexander-Technik-Stunde?

Adrienne Aretz: Bei ganz alltäglichen Bewegungsabläufen wie dem Hinsetzen und
Aufstehen von einem Stuhl werden Alexanders Prinzipien vermittelt, zwischendurch werden die Muskeln sanft gelockert. Eine Unterrichtsstunde dauert ungefähr 45 Minuten.

Das Gesundheitsportal: Frau Aretz, was hat Sie selbst dazu bewogen, Alexander-Technik zu lernen?

Adrienne Aretz: Ich hatte starke Verspannungen in den Schultern, die wollte ich loswerden. Das hat auch nach drei Monaten Unterricht geklappt. Ich habe weiter Stunden genommen, weil ich sie so genossen habe. Durch den regelmäßigen Unterricht habe ich natürlich im Alltag mehr darauf geachtet, mich bewusster zu bewegen, das beschleunigte die Entwicklung. Meine Wirbelsäule ist von Geburt an zu zwei Dritteln steif, dadurch war mein Brustkorb sehr schmal und ich hatte nur 60 Prozent Lungenvolumen. Während der Ausbildung zur Lehrerin der Alexander-Technik weitete sich der Brustkorb von ganz alleine und mein Lungenvolumen erhöhte sich auf 75 Prozent. Und ich muss dazu sagen ich war über 40 und ganz schön unsportlich.

Das Gesundheitsportal: Woher kommt eigentlich der Name Alexander-Technik?

Adrienne Aretz: Frederick Mathias Alexander - er lebte von 1869 bis 1955 - war ein australischer Schauspieler und Rezitator. Er hat seine Technik entwickelt, um seine berufsbedingt immer wieder auftretende Heiserkeit zu überwinden.

Das Gesundheitsportal: Frau Aretz, wir danken Ihnen für das Gespräch.



Zitat Frederick Mathias Alexander:

Alle wollen es richtig machen, aber niemand hält inne, um darüber nachzudenken, ob seine Vorstellung von richtig, richtig ist.


© Frau Aretz, Adolphstr. 81, 53111 Bonn,
Telefon: 0228/650207, http://www.alexander-technik-bonn.de, email: aretz@alexander-technik-bonn.de



 
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